Kryptowährungen: Was steckt hinter Bitcoins?

Trends   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Kryptowährungen liegen derzeit voll im Trend, dennoch sind Bitcoins und Co. vielen suspekt. Die Wenigsten wissen, dass diese Währungen jedoch auf einem ausgeklügelten, anonymisierten Peer-2-Peer-Zahlungssystem, das ohne zentrale Institutionen auskommt, basieren.

Weder eine Bank kann an diesen Transaktionen verdienen, noch können irgendwelche Aufsichtsbehörden den Zahlungsverkehr wirklich überwachen. Die Authentifizierung der neu geschöpften Bitcoins erfolgt durch die Gemeinschaft im Wege eines Peer-to-Peer-Systems, bei dem sich alle teilnehmenden Rechner gleichberechtigt gegenüber stehen.

Die BaFin stufte die bekannteste Kryptowährung Bitcoins bereits im August 2011 als Rechnungseinheiten und damit als Finanzinstrumente nach § 1 Absatz 11 KWG ein. und dem gewerbsmäßigen Einsatz von Bitcoins von Interessenten aus dem In- und Ausland. Bitcoins, die seit 2009 im Umlauf sind, sind eine auf Verschlüsselungstechnologien basierende Form von privatem Geld, die auch als Crypto Currency oder Internetwährung bezeichnet wird. Das Bitcoin-System beruht auf der Idee, neben den gesetzlichen Zahlungsmitteln eine kryptographische Ersatzwährung als Freigeld mit einer mathematisch begrenzten Geldmenge zu erschaffen.

Anders als ein gesetzliches Zahlungsmittel, das die staatlichen Zentralbanken theoretisch unbegrenzt emittieren können, oder das Buchgeld der Geschäftsbanken leiten sich Bitcoins aus einem mathematischen Verfahren ab, das für jedermann offensteht, der einen Rechner mit der erforderlichen Rechnerkapazität besitzt. Ziel der Bitcoin-Erzeugung ist es, durch Rechenaufgaben, die bei zunehmender Geldmenge immer komplexer werden, die erzeugte Geldmenge immer langsamer wachsen zu lassen. Letztendlich soll eine maximale Anzahl von 21 Mio. Bitcoins erreicht werden, die allerdings auf acht Nachkommastellen unterteilt werden können. Bereits im Juni 2011 betrug der Stand der bis dahin erzeugten Bitcoins 6,4 Mio., Anfang Dezember 2103 lag er knapp über 12 Mio.

Da die Erzeugung von Bitcoins auf frei zugänglicher Software beruht, kann prinzipiell jeder an dem Projekt teilnehmen. Das Geld schöpft der einzelne Teilnehmer (Client), der sich in das Peer-to-Peer-System einwählt, indem er rechenaufwändige kryptographische Aufgaben löst (Mining). Der Akt der Geldschöpfung lässt sich im digitalen Zeitalter als moderne Variante des Goldschürfens begreifen. Der Schürfer konnte schon damals seine Erträge unmittelbar als Zahlungsmittel einsetzen oder zumindest vorübergehend als Wert horten. Allein die verfügbaren Rechnerkapazitäten setzen dem Teilnehmer bis zur Ausschöpfung der maximal möglichen Bitcoins-Zahl Grenzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Teilnehmer als erster die richtige Lösung findet und so den neuen Bitcoin für sich gewinnt, steigt proportional mit der eingesetzten Rechenleistung.

Es gibt keine zentrale Instanz, die Zahlungen durchführt, kontrolliert oder verwaltet oder Bitcoins generiert. Auch überwacht keine staatliche Stelle den Vorgang der Geldschöpfung. Die Authentifizierung der neu geschöpften Bitcoins erfolgt durch die Gemeinschaft im Wege eines Peer-to-Peer-Systems, bei dem sich alle teilnehmenden Rechner gleichberechtigt gegenüber stehen. Die BaFin stufte Bitcoins bereits im August 2011 als Rechnungseinheiten und damit als Finanzinstrumente nach § 1 Absatz 11 KWG ein.

Bitcoins lassen sich nach den EU-rechtlichen Vorgaben und den nationalen Bestimmungen nicht als E-Geld qualifizieren, da die Zahlungsmittel nicht gegen Zahlung eines Geldbetrags ausgestellt werden. Sie werden vielmehr durch den Einsatz entsprechender Rechnerkapazitäten frei geschöpft. Der monetäre Wert von Bitcoins besteht auch nicht in einer schuldrechtlichen Forderung gegenüber dem Emittenten. Die Bitcoins beziehen ihren monetären Wert allein daraus, dass sie als privates Zahlungsmittel tatsächlich genutzt und akzeptiert werden. Die Schöpfung von Bitcoins und ihr Einsatz als Zahlungsmittel ist, soweit es die Zuständigkeit der BaFin betrifft, erlaubnisfrei. Werden jedoch die Bitcoins entgegen ihrer eigentlichen Funktion selbst zum Handelsgegenstand, kommen sie als erlaubnispflichtige Finanzdienstleistungen nach § 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 1 bis 4 KWG in Betracht. (Quelle BaFin)

Doch wie funktioniert Bitcoin? – hier ein Video mit deutschen Untertiteln:

Quelle Video – (Youtube)

Bild: 3dsculptor – fotolia.com

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