Kuchentratsch AG: Startup mit SeniorInnen und leckerem Kuchen – ja, das geht!

Startup Scene   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Wie zwei Münchnerinnen im Jahr 2014 die Kuchentratsch AG, für Menschen im Rentenalter und für die, die sich mit ihrem Hobby etwas dazuverdienen möchten, gründeten.

Kuchen macht glücklich, Kuchen backen und dabei tratschen erst recht – und wenn Großmutter zusammen mit anderen Omas backt und tratscht, so fühlt sie sich wieder jung und lebendig, ist besonders glücklich und die Kuchen werden besonders lecker.

Das dachten sich auch Katharina Mayer und Kathrin Blaschke. Zwei junge Münchnerinnen, die 2014 die „Kuchentratsch AG“ gründeten, eine integrative Backstube für Menschen im Rentenalter, die ihre Zeit kreativ-produktiv verbringen und sich mit ihrem Hobby vielleicht auch etwas dazuverdienen möchten.

Man nehme…ein alt hergebrachtes, ehrliches Rezept, mische es mit regionalen Rohstoffen sowie der ein oder anderen Geheimzutat, würze dann das Ganze mit einer ordentlichen Portion Erfahrung, Liebe und Herzlichkeit – und fertig ist das Konzept der Backstube „Kuchentratsch“, in der sich dreimal wöchentlich eine Münchner Seniorentruppe zum Kuchenbacken trifft. Es versteht sich von selbst, dass dabei Rezepte ausgetauscht,Teige geknetet und einige Bleche Nussecken, mehrere Käse-, Zupf- oder Apfelkuchen in den Ofen geschoben werden, dass dabei gequatscht und getratscht wird.

Doch nicht nur das: Da sich die backende SeniorInnen-Corona immer wieder neu zusammensetzt, lernt man ständig neue „alte“ Leute kennen – und ist Teil eines echten, modernen Startup-Business, das die produzierten Leckereien in seinem Shop und über www.kuchentratsch.com an den/die MünchnerIn bringt. Auf diesem Wege gibt „Kuchentratsch“ älteren Menschen die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Fertigkeiten in einer produktiven Gemeinschaft auf bisher nie erlebte Weise anzuwenden – und, falls gewünscht, auch in klingende Münze umzuwandeln. Denn wer möchte oder einen Zusatzverdienst benötigt, weil die eigene Rente nicht ausreicht, kann für seinen Einsatz in Form eines Mini-Jobs entlohnt werden.

Wie bei vielen anderen Startups auch stand am Anfang nur eine Idee, eine Vision. Im Fall von Katharina Mayer und Kathrin Blaschke wurde diese nicht aus der Hoffnung auf das „große Geld“ geboren, sondern aus dem Bedürfnis etwas zu bewegen – nämlich einen Beitrag zu leisten, damit sich Münchner SeniorInnen nach dem Eintritt in den Ruhestand nicht wertlos, sondern weiterhin gebraucht fühlen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Die beiden jungen Gründerinnen stammen zwar aus sozialen Berufen, waren jedoch bis dahin unternehmerisch völlig unerfahren – und wollten ihre Idee dennoch unbedingt umsetzen.

Also handelten sie, nahmen ihren Mut zusammen und am Ideenwettbewerb „Yooweedoo.“ teil. Und siehe da, sie gewannen ihn. Mit dem Preisgeld konnten sie die ersten Testläufe finanzieren, gleichzeitig begaben sie sich auf die Suche nach weiterer Unterstützung. Auch hier waren sie erfolgreich: So erhielten sie ein Stipendium von „Social Start Impact“, welches dem Gründer-Duo bis heute nicht nur professionelles Coaching und Mentoring durch eine sehr engagierte SAP-Mitarbeiterin bietet, sondern auch den Zugang zu den unterschiedlichsten Netzwerken ermöglicht und einen Arbeitsplatz im „Impact HUB Munich“ zur Verfügung stellt. Hinzu kamen Geldspenden von Privatpersonen, außerdem Sponsoring in Form kostenloser Backformen- und Back-Accessoires von Firmen wie „Zenker“ und „Ikea“.

Die kreativ-innovative und höchst soziale Idee der „Kuchentratsch AG“ hat also längst die Runde gemacht – beste Aussichten, dass hier recht schnell ein rundum profitables Business heranwächst, das dann sicherlich richtig Schule machen wird.

Auch wenn letztendlich abzuwarten bleibt, wie sich das Geschäftsmodell entwickelt: Bisher hat es sich jenem bedauerlichen Umstand, dass die Erfahrungen und Kenntnisse der älteren Generation in unserer Gesellschaft mehr und mehr an Bedeutung verlieren, mit Herz und Kopf, viel Einsatz und Do-it-yourself erfolgreich entgegengestellt. Inzwischen besteht das Kuchentratsch-Führungs-Team aus fünf sozial engagierten jungen Frauen, hinzu kommt ein gleichgesinnter Hausmeister – und die SeniorInnen-Backtruppe umfasst schon jetzt 18 leidenschaftliche Bäckerinnen und sogar 2 nicht weniger passionierte Bäcker, Tendenz steigend.

Auch das Kuchen&Backwerk-Sortiment wächst, derzeit sind 19 verschiedene süße Leckereien bestellbar. Außerdem gibt’s Specials wie ein Schnupperkuchen-, Kuchentester- und Kuchengenießer-Abo, dazu das Kuchentratsch-Backbuch und einen Weihnachts-Backkurs für Kinder, den die SeniorInnen sicherlich mit besonderer Begeisterung durchführen. (AP)

Bild: Kuchentratsch AG

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