5000 Startups in Deutschland

Startup Scene   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Der Bundesverband Deutscher Startups geht davon, dass es in Deutschland ca. 5.000 Startups gibt. Im Rahmen der Studie „Deutscher Startup Monitor (DSM) 2013 wurde eine Online-Befragung durchgeführt, an der 454 Personen teilnahmen, die Anteile an einem Startup besitzen und/oder eine zentrale Position in der Firma besetzen. Startups sind junge, wachstumsorientierte Unternehmen auf der Suche nach einem nachhaltigen und skalierbaren Geschäftsmodell. Sie unterscheiden sich von klassischen Gründungen im Hinblick auf ihre Innovationsfähigkeit und Beschäftigtenzahl.

Die befragten Startups sind im Durchschnitt 2,4 Jahre alt und beschäftigen durchschnittlich 12,4 Mitarbeiter inklusive der Gründer. Viele Startups sind demnach keine Kleinstunternehmen. Bereits im Gründungsjahr beschäftigen Startups viermal so viele Mitarbeiter im Vergleich zu klassischen Gründern.

Eine Übersicht der zentralen Ergebnisse:

● Im Jahr 2013 planen die Startups durchschnittlich 5 neue Mitarbeiter einzustellen. Dabei haben sie einen großen Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern, vor allem aus dem technologischen Bereich.

● Nur 13% aller Gründer und Gründerinnen der Startups sind Frauen.

● Das Internet ist für 80% der Startups, die nicht aus der IKT-Branche kommen, von großer Bedeutung für das Geschäftsmodell.

● Mehr als 50% der Startups der IKT-Branche beklagen, dass sich die deutsche Datenschutzpraxis negativ auf ihre Performance auswirkt.

● Über 50% der Startups geben an, dass ihr Kapitalbedarf zum Gründungszeitpunkt 50T€ oder mehr betrug. Dabei sind Banken nur für 19% der Startups ein wichtiger Finanzierungspartner.

● Im Rahmen des Wachstumsprozesses benötigen 34% der Unternehmen, die ihren Kapitalbedarf benennen können, eine Kapitalzufuhr von mehr als 1 Millionen Euro (“Series A” Finanzierungsrunde). Gleichzeitig bezeichnen über 70% der Unternehmen den Erhalt von Venture Capital (VC) als schwierig.

Berlin ist das deutsche Silicon Valley für Startup Unternehmen. Hier sprießen Startups wie Pilze aus dem Boden. In der Regel werden hier auch mehr Mitarbeiter als beim Rest der Startups in Deutschland beschäftigt. Alleine durch die größe Berlins und die Internationalität ist es hier einfacher an qualifizierte Mitarbeiter zu kommen.

Der Faktor Internationalität ist auch bei den Venture Capital (VC) Investitionen von Bedeutung. So konnte die Hälfte der Berliner Startups (53%), die VC in der Wachstumsfinanzierung erhalten haben, ausländische VC Geber gewinnen. Dabei kommt mehr als dreimal so häufig Kapital aus Ländern außerhalb der EU in die Hauptstadt als in anderen deutschen Gründerregionen.

Wer sich also mit dem Gedanken trägt ein Startup zu gründen und Venture Capital benötigt, kann in Berlin gut aufgehoben sein. Aber Achtung: nicht alles was glänzt ist auch Gold: das gilt sowohl für die Geschäftsidee als auch für die VC`s.

Der Friedhof der Startups wird nämlich immer größer, nicht alle Ideen sind vom wirtschaftlichen Erfolg geprägt. Das musste schon so manch Gründer und VC-Geber bitter erfahren.

Mehr unter www.deutschestartups.org

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Bild: © PHOTO – fotolia.com

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