Amway Mitarbeiter organisieren einen Aktionstag für minderjährige Flüchtlinge

Charity   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

„Stop at Stop!“ und „Show your arms!“ schallt durch die Erstaufnahme-einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der ehemaligen Bayernkaserne. Auf einem Parcour mit Stoppschildern, einem Kreisverkehr aus Kreide und verschiedenen Vorfahrtsschildern drängen sich rund 20 Jugendliche auf Fahrrädern. Andere knien vor kaputten Fahrrädern, pumpen Reifen auf und tauschen defekte Bremsen aus. Ein paar Meter weiter stehen ein paar junge Flüchtlinge vor mehreren Holzteilen und schrauben Holzbänke und -tische zusammen.

amway innere mission2 Insgesamt fünf Stationen hatten die 21 Mitarbeitenden des Direktvertrieb-unternehmens Amway am vergangenen Samstag auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne aufgebaut: Im Rahmen eines Aktionstages gab es neben der Holz- und der Fahrradstation, eine Kochgruppe und eine Fun-Station, bei der die Jugendlichen zum Beispiel gemeinsam auf der Slackline balancieren konnten. Nachmittags fand ein Fußballturnier statt. Unterstützung bekam Amway von den Mitarbeitenden der Inneren Mission, die die Flüchtlinge vor Ort betreuen, und von etwa 30 Helfern aus verschiedenen Vereinen wie zum Beispiel dem Fußballverein „Bunt kickt gut“ oder „Bikekitchen“, einem Fahrradverein.

Für die jungen Flüchtlinge war der Tag eine gelungene Abwechslung vom Alltag. „Es war unbeschreiblich. Die Leute von Amway haben sich toll engagiert“, sagt der 17-jährige Amin. „Und ich weiß jetzt, wie man eine kaputte Fahrradbremse repariert.“ Asim (16) hat das Kochen am besten gefallen. „Da habe ich gelernt, wie man Soße und Nudelsuppe macht.“ Für das nächste Mal wünsche er sich noch eine Kunststation dazu. „Ich würde so gerne malen“, sagt er.

Auch Michael Schütz, stellvertretender Einrichtungsleiter, beschreibt die Aktion als gelungen: „Der Aktionstag von Amway war ein wichtiges Erlebnis für die Jugendlichen“, sagt er. „In ihrem Alltag haben sie kaum Gelegenheit, Menschen, die in Deutschland leben beziehungsweise hier ihr Zuhause gefunden haben, kennen zu lernen und sich mit diesen auszutauschen.“

In der Erstaufnahmeeinrichtung leben zurzeit rund 130 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren, die aus Kriegs- und Krisengebieten geflüchtet sind und in Deutschland einen Asylantrag gestellt haben. Während ihres Statusverfahrens leben sie in der Erstaufnahmeeinrichtung. Laut Gesetz sollte dieses Klärungsverfahren maximal drei Monate dauern – in der Praxis vergeht jedoch oftmals bis zu einem Jahr. Eine Zeit, in der die zumeist traumatisierten Jugendlichen nicht arbeiten dürfen und nur begrenzt Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung haben. Sprachbarrieren erschweren den Kontakt und den Austausch zudem.

„Mit unserem Aktionstag wollten wir den Jugendlichen praktische Tipps für den Alltag geben und ihnen helfen, sich in der neuen, ihnen fremden Kultur besser zu orientieren“, so Michael Meißner, Vice President Corporate Affairs Amway Europe. „Es war bemerkenswert, mit welchem Engagement und Interesse sich die Jugendlichen einbrachten. Und auch sprachlich gab es keine Probleme: Mit etwas Englisch, Französisch, Türkisch und natürlich Händen und Füßen hat die Interaktion perfekt funktioniert.“

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