Kreuter und Kollegah: Absage der „Alphaoffensive“ hat Streit entfacht

Marketing, Verkauf   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

„Ich bin nicht der Typ, der für 2.500 Euro auf der Bühne steht und den Leuten etwas erzählt", sagte Kollegah in einem Youtube Video.“

Es sollte das Ereignis des Jahres werden. Mit ihrem Event „Alphaoffensive“ wollten Verkaufstrainer Dirk Kreuter und Rapper Kollegah ihr unternehmerisches Know-how an die Zielgruppe weitergeben (Netcoo berichtete). Nicht erwartet hatten die beiden Mindsetter den Shitstorm, der in den sozialen Medien vor allem auf den Musiker hereinbrach.

 Fans warfen dem Rapper Abzocke durch zu hohe Ticketpreise und reine Geschäftemacherei vor. Dabei – so die Aussage von Dirk Kreuter – hätte es durchaus auch günstige Eintrittskarten für die Veranstaltung im September in der Kölner Lanxess Arena gegeben. Jetzt ist die Verkaufswebseite offline, gegenseitige Schuldzuweisungsvideos auf Youtube wurden teilweise wieder gelöscht und die Veranstaltung ist ersatzlos gecancelt. Stattdessen wird die Absage vor allem innerhalb der deutschen Rapszene inhaltlich ausgeschlachtet. Plötzlich scheint jeder hierzu eine Meinung zu haben.

Aus der „Alphaoffensive“ ist eine „Alphadefensive“ geworden und sogar Mainstream-Medien wie Focus und BILD berichten auf ihren Online-Portalen über den Streit, der unter den beiden einstigen Verbündeten Dirk Kreuter und Kollegah entfacht ist. Der Shitstorm in den sozialen Medien, der vor allem wegen der hohen Ticketpreise von bis zu 2.500 Euro über Rapstar Kollegah einbrach (etwa „Wie Kollegah seine Alphas abzieht“, Youtube-Kanal „Rap Schau“), scheint vielleicht nicht der wahre Grund für die Absage von Seiten des Musikers zu sein. Per Videobotschaft meldet sich Dirk Kreuter auf seinem Kanal zu Wort, um aufzuklären (Video ist gelöscht). So habe das Management von Kollegah die Preise für das Event festgelegt, auch hätten sie den Inhalten auf der Verkaufswebseite zugestimmt. Preise im vierstelligen Bereich sind für Marketingveranstaltungen übrigens durchaus üblich, allerdings hätte es auch Tickets im zweistelligen Bereich gegeben – je nach gewünschter Kategorie mit entsprechender Leistung. Auf seinem privaten Youtube-Kanal („Felix Blume“) meldet sich Kollegah jetzt erneut zu Wort und sagt: „Ich bin nicht der Typ, der für 2.500 Euro auf der Bühne steht und den Leuten etwas erzählt.“ Der Shitstorm sei ihm egal („davon habe ich im Leben schon viele gehabt“), aber er wolle jetzt auf Abstand gehen – auch, um sich mehr um die Familie zu kümmern.

Dirk Kreuter und Kollegah zusammen im Interview

In der deutschen Rap-Szene wird das Verhalten der beiden Eventplaner immer noch hitzig und vor allem kontrovers diskutiert und mit Überschriften wie „Der Krieg der Mindsetter“ oder „Kollegah lässt teures Motivations-Event platzen, weil Fans ihn nicht verstehen“ betitelt. Aber: Würde ein Alpha wegen Hater-Mails einknicken? Schreiben wahre Fans überhaupt Hate-Kommentare? Sollte ein Boss nicht sein Ding durchziehen? Wollte Dirk Kreuter tatsächlich nur von Kollegah’s Reichweite profitieren? Das Coaching-Business ist nun einmal ein anderes Geschäft als das Musik-Business. Und somit sind auch die Zielgruppen verschieden. Fans, die ein Rapkonzert erwarten, gehören vielleicht nicht in ein Erfolgstraining. Strategisch klug war die Absage sicherlich nicht. Und noch einen Verlierer gibt es bei diesem ganzen Eventstreit: Den Empfänger der Spendengelder, der die Erlöse aus der Veranstaltung in Köln erhalten hätte. (BS)

Bild 1: © Kollegah

Bild 2: Dirk Kreuter Video

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