Wenn der Verstand uns kontrolliert…

Personality   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Nikolaus B. Enkelmann

Nur wer wagt, der auch gewinnt! Verstand steht vor allem in unserer westlichen Kultur hoch im Kurs. So sehr wir den Verstand natürlich brauchen, so hat er auch seine negativen Aspekte. Um mit dem Verstand richtig umgehen zu können, sollte man etwas über seine Funktionsweise wissen.

Verstand ist – im Gegensatz zum Unterbewusstsein – ein Kontrollorgan. Seine Aufgabe besteht darin, alles zu überprüfen. Wir wollen den Job wechseln, einen Kredit aufnehmen oder ein exotisches Urlaubsziel buchen – alle ldeen, Pläne oder Vorhaben kommen beim Verstand sofort auf den Prüfstand. Gemessen wird am Erfahrungswert. Wo keine Erfahrung vorliegt, gibt es auch kein grünes Licht. Sagt der Verstand nein, so gehen wir kein Risiko ein. Das ist an und für sich nichts Schlechtes. Doch der Verstand ist machtgierig und ängstlich zugleich. So versucht er alles Neue von vornher-ein abzublocken.


Der Gehilfe des Verstandes ist die Angst

Damit das auch gut funktioniert, steht ihm sein Gehilfe, die Angst, zur Seite. Unbekanntes verunsichert, verursacht somit schnell Angst. Mit dieser Methode hält uns der Verstand dort fest, wo wir sind – wir bleiben im bekannten Terrain, wagen keinen Schritt über die Grenzen, die der Verstand uns setzt. Sie kommen in lhrem Job nicht mehr so gut weiter und wollen den Sprung in eine andere Branche wagen? Sie recherchieren, holen lnformationen ein, lassen sich beraten und erstellen eine Pro- und Kontra-Liste? Obwohl die Fakten für den Wechsel sprechen, verspüren Sie bei dem Gedanken an den entscheidenden Schritt ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Das wirkt sich nicht gerade förderlich auf lhren Elan aus. Sie kommen immer mehr ins Grübeln und irgendwann lassen Sie frustriert von lhrem Vorhaben ab und gehen demotiviert lhrer alten Tätigkeit nach.

Was ist geschehen? Ihr Verstand, der ewige Blockierer und Bedenkenträger, der Sicherheitsbewusste, hat Sie mal wieder mürbe gemacht. So geht es vielen Menschen. Lieber bleiben sie in einer äußerst unbefriedigenden Situation, denn die ist ihnen ja zur Ge-nüge bekannt – dabei ist es egal, ob das ein Arbeitsplatz ist, der unglücklich macht oder ein Partner, der destruktiv ist. Nur ja nichts Neues ausprobieren: Wer weiß, was dann passieren könnte. So haben wir wenigstens die Sicherheit, dass wir unglücklich sind und – da wir nichts ändern – es auch bleiben werden. Viele Menschen scheitern an diesem Punkt. Sie befinden sich in einer Sackgasse. Der Verstand hat sie fest im Griff und sie haben zu wenig Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. So überlassen sie das Feld der Angst und machen sich zum Sklaven ihres übermächtigen Verstandes.


Der Verstand darf nicht vom Glück abhalten

Einen Schritt ins Neuland, über die eigenen Grenzen hinaus – das lehnt der Verstand ab. Nur Mutige wagen es und werden belohnt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wer immer zu Hause sitzen bleibt, wird keinen Traumpartner finden. Wer sich nicht auf einen anderen Menschen einlässt, wird ihn nie kennen, geschweige denn, lieben lernen.

Der Verstand hat die Aufgabe, uns zu warnen, uns vor Gefahren zu schützen. Der Verstand darf uns aber nicht behindern. Mit diesem Wissen können Sie Ihre Ängste vor dem Neuen, Unbekannten in den Griff bekommen. Der Verstand sitzt in der linken Gehirnhälfte – und die ist bei uns meist voll eingeschaltet. Aktivieren Sie als Gegenpol die rechte Seite, dann steht die Kreativität dem Verstand gegenüber, die Lust, etwas Neues zu entdecken. Wenn die rechte und die linke Gehirnhälfte harmonisch zusammenarbei-ten, dann arbeitet nicht nur Ihr Oberstübchen auf Hochtouren, Sie sind zudem kreativ, Lösungen fallen Ihnen ein und Spitzenleistungen sind möglich.

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