In jeder Krise liegt auch eine Chance

Personality   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

„Ob wir unser Ziel erreichen, ist nicht so wichtig. Alles was zählt ist, mit welcher Motivation wir es anstreben.“ (Dalai Lama). Haben Sie schon einmal ein Konzert Ihres Lieblingsmusikers besucht? Oder waren Sie schon einmal in einem Stadion Ihres Lieblingsvereins und haben sich hier ein Fußballspiel in der ersten Bundesliga angeschaut? Wie fühlten Sie sich danach?

Nun, im Falle des Fußballspiels dürften Ihre Gefühle davon abhängig gewesen sein, ob Ihr Verein das Spiel für sich entscheiden konnte. Im Falle eines Konzertbesuches dürfte die positive Stimmung einige Tage angehalten haben, bevor sie langsam abflachte. Wie dem auch sei. Kein Mensch erwartet, dass die „positive Glücksstimmung“, die in der Regel von solchen Highlights ausgeht, ein Leben lang vorhält. Wie sagte die „Torwartlegende“ Oliver Kahn immer so treffend? „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“

Andere wiederum regen sich darüber auf, dass nach dem Besuch eines Motivationsseminars nichts in ihrem Leben passiert, obwohl sie sich anstrengen. Auch eine solche Haltung ist absurd. Lassen Sie mich noch einmal die obigen Beispiele aufgreifen. Sie könnten jedes Wochenende ein Bundesliga-Fußballspiel anschauen. Glauben Sie, dass Sie dadurch eines Tages genauso gut Fußball spielen können? Oder glauben Sie, je öfter Sie sich ein Rockkonzert anhören, desto eher werden Sie selbst einmal eine E-Gitarre spielen? Oder glauben Sie, nur weil Sie regelmäßig in die Oper gehen, dass aus Ihnen ein guter Geiger wird? Sie wissen, dass bloßes Zuschauen oder -hören nichts verändert. Und genau hier liegt das Problem aller Seminare oder auch Bücher. Wer nur Bücher liest, ohne danach ins Handeln zu kommen, wird tausende von Büchern lesen können – es wird sich nichts verändern. Experten haben mir erzählt, dass ein guter Geiger mindestens 2,5 Millionen Mal über die Saiten der Geige gestrichen haben muss, um ihr die schönsten Töne zu entlocken. 2,5 Millionen Mal von links nach rechts. Ich erspare es Ihnen auszurechnen, wie viele Stunden dafür nötig sind. Im wirklichen Leben aber glauben viele, der Besuch eines Seminars oder das Lesen eines Buches reicht aus, um das Leben nachhaltig zu verändern.

Kontinuität und ständige Wiederholung des Erlernten sind Garanten für Ihren Erfolg. Natürlich „verpufft“ vieles, wenn Sie nur ein Seminar besucht oder nur ein Buch gelesen haben. Was bei Sport und Musik als vollkommen normal hingenommen wird, stellt in Sachen Motivation plötzlich ein unüberwindbares Hindernis dar. Der amerikanische Sozialreformer Jacob Riis bringt es mit seinem Vergleich auf den Punkt: „Wenn nichts mehr zu helfen scheint, schaue ich einem Steinmetz zu, der vielleicht hundertmal auf seinen Stein einhämmert, ohne dass sich auch nur der geringste Spalt zeigt. Doch beim 101. Schlag wird er entzwei brechen und ich weiß, dass es nicht dieser Schlag war, der es vollbracht hat, sondern alle Schläge zusammen.“

Wer nur ein Seminar besucht und danach glaubt, jetzt geht „buchstäblich die Post ab“, irrt. Schließlich putzt sich auch niemand einmal im Monat für 2 Stunden gründlich die Zähne, um für die nächsten 30 Tage ohne Putzen auszukommen. Dreimal täglich 3 Minuten, das raten die Zahnärzte ihren Patienten und die Freude über gesunde Zähne hält ein Leben lang. Mit der Motivation verhält es sich genauso: 3 x 3!

Dreimal täglich für drei Minuten inne halten und einfach mal an nichts denken, wirkt wahre Wunder. Wenn Sie es jetzt ausprobieren, werden Sie es merken. Doch Sie müssen es tun, denn: Sagen ist nicht tun.

Sie bringen die besten Voraussetzungen mit, alles im Leben zu erreichen, denn Sie haben sich entschieden, Ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ansonsten hätten Sie wohl kaum diese Zeitung gekauft. Diese Offenheit und dieses Interesse sind der erste Schritt zu einem neuen Lebensabschnitt. Wer sich nicht zum Spielball von Interessen Dritter machen möchte, braucht starkes Vertrauen in sich selbst. Deshalb kommt es mehr denn je darauf an, mutig und fest entschlossen nach vorne zu schauen und alle sich bietenden Chancen zu nutzen. Gerade in diesen Zeiten, wo die Finanzkrise jeden Tag für neue Überraschungen sorgt. Je stärker das Selbstvertrauen, desto leichter lassen sich die Anforderungen unserer globalisierten Welt meistern. Sie werden belohnt mit einem einzigartigen inneren Frieden und Glück. Längst verlorene Lebensfreude kommt doppelt und dreifach zurück.

In diesen Momenten werden Sie sich wieder erinnern, dass auch Sie als Gewinner geboren wurden. Von den Abermillionen Samenzellen haben Sie als einzige gegen eine übermächtige Konkurrenz gewonnen! Gewinnen ist Ihnen also buchstäblich in die Wiege gelegt worden. Somit bringen Sie alles mit, was Sie für ein erfolgREICHes Leben benötigen. Doch wahren Reichtum kann Ihnen niemand geben. Sie müssen ihn sich selber erschaffen. Dabei reduziert sich der Begriff des Reichtums nicht nur auf die Anhäufung von Geld. Zum Reichtum gehören Gesundheit, Freunde, Familie, Bekannte, beruflicher Erfolg und Lebensfreude. Wer Erfolg nur am Geld festmacht, ist alles andere als reich. Geld ist nur Mittel zum Zweck und kann Ihnen, so Sie es sich denn wünschen, das Leben einfacher machen. Mehr nicht! Glück findet sich nie im materiellen Besitz. Glück ist eine Geisteshaltung.

Dem antiken Denker Bias von Priene wird ein Satz zugeschrieben, der heute von größter Bedeutung ist: „Omnia mea mecum porto“, was übersetzt heißt: „All meinen Besitz trage ich bei mir.“ Daraus lässt sich eine zentrale Botschaft ableiten: Der wahre Besitz, das eigentliche Vermögen, liegt in den Fähigkeiten und Fertigkeiten, im Wissen seines Trägers. Goethe sah es genauso: „Ist denn alles unnütz, was uns nicht unmittelbar Geld in den Beutel bringt, was uns nicht den allernächsten Besitz verschafft?“

Wahrer Reichtum ist viel mehr. Wenn Sie sich schon jetzt reich fühlen wollen, dann zählen Sie einmal alle Dinge auf, die Sie jetzt besitzen und die mit Geld nicht zu kaufen sind. Ich bin mir sicher, dass Ihre Liste unendlich lang werden wird. Doch im Trubel des Alltags nehmen wir diese Dinge gar nicht mehr wahr, schlimmer noch. Wir glauben, es hat alles so zu sein. Den Wert unserer Gesundheit werden wir in diesen Momenten nicht einmal ansatzweise ermitteln können. Doch kaum dass sich das Leben von der einen auf die andere Sekunde verändert, erkennen wir – meist zu spät – wie gut es uns vor dieser Sekunde ging. Menschen, die solche Schicksalsschläge ertragen müssen, teilen ihr Leben danach meist in zwei Teile: Das Leben vor der einen Sekunde die alles veränderte und das Leben danach.

Egal, wie alt Sie sind: Für Veränderungen im Leben ist es nie, nie, nie zu spät. Was wir brauchen, ist allerdings keine lebenslange Veränderung, sondern lebenslanges Wachstum. Das ist ein großer Unterschied. Ein Baum wird sich auch nicht jede Woche neu erfinden, sondern wachsen. Wir Menschen müssen ebenfalls wachsen und dazu braucht es Ziele. Ziele sind der Treibstoff, der uns buchstäblich antreibt und damit unserem Leben eine Richtung gibt. Der britische Schriftsteller und Lyriker Robert Louis Stevenson (1850-1894) wusste: „Zu sein, was wir sind und zu werden, wozu wir fähig sind zu werden, das ist das einzige Ziel des Lebens.“

Ob Baum oder Pflanze, bevor sie nach oben wachsen, wachsen sie nach unten, um mit ihren Wurzeln ein starkes Fundament zu bilden. Das macht sie stabiler und schützt sie vor den Widrigkeiten, die „da oben“ passieren. Könnte ein Samenkorn sprechen, es würde klagen, dass der Schmerz im Aufkeimen liege. Erst wenn die Erde zur Seite gedrängt wurde und es gen Sonne wachsen kann, wird es für seine Anstrengungen belohnt. Auch wir Menschen müssen im Wortsinn „aufkeimen“, um mit den Freuden des Lebens belohnt zu werden.

Wer sich angesichts der Finanzkrise heute an einem Tiefpunkt befindet, sollte nicht jammern, sondern sofort handeln. In jeder Krise steckt eine Chance! Sie wissen, dass die Chinesen ein Schriftzeichen für Krise und Chance verwenden – weil beides gleichsam wie Zwillinge zusammengehört. Das Wort Krise kommt aus dem Griechischen und steht in der allgemeinen Übersetzung für Wendepunkte und entscheidende Situationen. In der Tat ist in dem Wort Wende das Ende enthalten. Anders ausgedrückt: Etwas Altes muss weichen, um Neues entstehen zu lassen. Doch wenn Sorgen und Probleme den Blick auf die Chancen vernebeln, helfen Wortspiele wenig. Deshalb ist es so wichtig, jeden Tag als Geschenk zu sehen und sich immer wieder aufs Neue zu motivieren. Deshalb gilt: Tschakka, geben Sie nie auf. Motivieren Sie sich. Ändern Sie Ihre Einstellung, dann ändert sich die Welt. (Artikel aus Netcoo 04-09)

Emil Ratelband, Mr. Motivator, ist Buchautor, Motivationstrainer und Fernseh-Serienstar. Überdies ist er einer der bekanntesten Motivationstrainer Europas www.ratelband.com

Bild: Fotolia.com

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