Gründer-Wissen

Was wir von den „Löwen“ lernen können

 ●  Netcoo Redaktion

Die neue Staffel der VOX-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ war zum Staffelstart am 23. August erfolgreicher denn je. Mit 2,63 Millionen Zuschauern schlug sie zur beliebten Sendezeit um 20.15 Uhr sogar Sender wie RTL und das ZDF.
Hintergrund der Show: Start-up-Unternehmer präsentieren den fünf Investoren („Löwen“) ihr Business und bewerben sich um eine Finanzspritze. Im Gegenzug für das Geld geben sie Unternehmensanteile ab. Den Zuschauer erwartet weitaus mehr als eine Show mit packendem Verhandlungsgeschick. Vor allem Gründer können lernen, wie erfolgreich gepitcht wird.

Für Gründer und all diejenigen, die überlegen, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen, ist das Fernseh-Format mehr als nur Show. Schaue und lerne heißt es vielmehr, denn nicht immer ist es leicht zu verstehen, warum sich die „Löwen-Investoren“ für oder gegen eine Geschäftsidee entscheiden.

In der ersten Folge der neuen Staffel treffen wir auf Stefan Lemcke, der gemeinsam mit seiner Frau Anne sein Unternehmen „Ankerkraut“ gründete. Der 39-jährige Unternehmer lernte schon in seiner Kindheit in Tansania die Macht der Gewürze kennen. Hierzulande ärgerte er sich über die schlechte Qualität und die hohen Preise für Gewürzmischungen. Inzwischen bietet das Unternehmer-Paar über 100 verschiedene selbst gemischte Gewürze an und wächst kontinuierlich, gemessen an Umsatz, Gewinn und Mitarbeiterzahl. Um weiter wachsen zu können, werden wichtige Maschinen benötigt, hierfür erhofften sich die Lemckes 300.000 Euro gegen zehn Prozent ihrer Firmenanteile.



Dass „Ankerkraut“ bei den Investoren gut ankommt, liegt nicht allein am durchdachten Geschäftskonzept, den bereits vorhandenen hohen Umsätzen oder einer Geschäftsidee, in einem Markt, der augenscheinlich von großen Platzhirschen besetzt scheint. Es geht nicht einfach nur darum, außergewöhnliche Gewürze zu kreieren. Vielmehr ist es der Unternehmens-Spirit, der die Investoren überzeugte, den Deal einzufädeln. „Sie verkörpern für mich wahren Gründergeist und strahlen Energie aus“, lobte Jochen Schweizer. Geld gab es dann aber von Online-Unternehmer und „Löwe“ Frank Thelen.

Auch Gründerin Sibilla Kawala Bulas konnte mit ihrem Trachtenmode-Label „Limberry“ überzeugen. Der 32-Jährigen wurde von der Investoren-Jury eine außergewöhnliche Persönlichkeit bescheinigt, die auf alle Fragen zu ihrem Unternehmen eine präzise Antwort geben konnte. Nicht nur, dass sie mit ihrem Online-Trachtenmode-Konfigurator eine lukrative Business-Idee aufgebaut hat, nein, sie sorgte auch für überraschte Gesichter bei den „Löwen“, als sie berichtete, ihren Umsatz mittlerweile verfünfzehnfacht zu haben. Für den Start in die Selbständigkeit kündigte Bulas ihren Bausparvertrag. In der Sendung wollte die junge Gründerin 150.000 Euro für zehn Prozent ihrer Firmenanteile bekommen. Williams und Maschmeyer legten ein Gegenangebot vor, das die Gründerin annahm: 250.000 Euro für 20 Prozent der Anteile. Die Sendung habe sie als große Chance gesehen, um von den Erfahrung erfolgreicher Unternehmer zu lernen und von deren Netzwerk zu profitieren, sagte Bulas. Die Aussicht auf das Invest stand für sie erst an zweiter Stelle.

Es ist die Mischung aus guter Geschäftsidee, der Chance, den globalen Markt mit seinem Produkt erobern zu können, aber noch wichtiger ist die Persönlichkeit des Gründers, die Investoren letztlich überzeugt. Wie gut kann jemand überzeugen, wie leidenschaftlich kämpft er für sein Produkt und wie detailliert kann er seine Geschäftsidee darlegen (Zahlen, Daten, Fakten)?

Verkaufe dich und nicht (nur) dein Produkt!

Wer also genau darauf achtet, mit welcher Begründung sich das Löwen-Team für ein Invest entscheidet, kann viel für sein eigenes Unternehmen lernen.

Dass ein Konzept aus der Show großen Erfolg haben kann, beweist der Bio-Suppen-Hersteller „Little Lunch“. Im Juni 2014 gegründet, setzte das Unternehmen im Jahr 2015 rund drei Millionen Euro um, für das bestehende Jahr sind 20 Millionen Euro Umsatz angestrebt. Pro Monat verkauft Little Lunch nach eigenen Angaben etwa 600.000 Suppen, vor der Teilnahme an der Löwen-Show waren es gerade einmal 5000 Stück monatlich. Neue Produkte wie Bio-Smoothies sowie ein Verkauf über große Einzelhandelsketten (etwa Rewe) und Teleshopping-Präsentationen sind allein in den letzten Monaten hinzugekommen. Dank der Investoren Frank Thelen und Judith Williams gab es nicht nur Geld, sondern es haben sich auch Türen geöffnet. Little Launch ist das bisher erfolgreichste Start-up aus „Die Höhle der Löwen“. BS

Fotos:
Die „Löwen“-Jury: Carsten Maschmeyer (Maschmeyer Group), Judith Williams (Judith-Williams-Markenwelt), Frank Thelen (Seriengründer, Frühphasen-Investor), Jochen Schweizer (Jochen Schweizer Unternehmensgruppe) und Ralf Dümmel (DS Produkte). Foto: VOX/Benno Kraehahn

Little-Launch Gründer Denis und Daniel Gibisch. Fotos: Little Lunch

weiterlesen

Mit diesen Fördergeldern kommen Sie als Gründer (fast) ohne Bank an Startkapital

 ●  Netcoo Redaktion

Sie wollen gründen - aber das, was Sie in finanzieller Hinsicht aus eigener Tasche beisteuern könnten, reicht nicht aus, um Ihr Business auf den Weg zu bringen?

Dennoch kein Grund für Sie, gleich zur Bank zu rennen und um einen Kredit zu bitten. Es gibt nämlich eine Reihe von öffentlichen Förderprogrammen für ExistenzgründerInnen, die in Form von Zuschüssen und begünstigten Darlehen den Finanzierungsbedarf durch ein Kreditinstitut verringern – und von denen auch Sie profitieren können!

Mikro-Darlehen

Da es sich hierbei um eine Förderungsmaßnahme der einzelnen Bundesländer handelt, können die Modalitäten variieren. Diese sind jedoch im Detail auf den Websites der IHKn der einzelnen Bundesländer einsehbar.

Wer kann es in Anspruch nehmen? haupt- und nebenberufliche NeugründerInnen + UnternehmerInnen, deren Business mit höchstens 10 Beschäftigten seit maximal 3 Jahren am Markt ist und die eine Finanzierungslücke schließen wollen/müssen

Finanzierungsrahmen: 3.000 bis 25.000 Euro

Zins-Niveau: liegt immer etwas höher als bei regulären Bankkrediten

Laufzeit: bis zu 7 Jahre

tilgungsfreie Anlaufzeit: durchschnittlich 6 Monate, in einigen Bundesländern bis zu 12 Monate

Ist eine vorzeitige kostenfreie Tilgung möglich? in fast allen Bundesländern ja

Haftungsfreistellung für die Hausbank: 80 Prozent

Wie oft können GründerInnen das Mikro-Darlehen in Anspruch nehmen? nur einmalig, selbst wenn der Höchstbetrag nicht voll ausgeschöpft wurde

P.S.: Eine Kombination mit anderen öffentlichen Förderprogrammen ist nicht möglich.

Start-Geld / ERP-Gründerkredit

Förderungsprogramm des Bundes

Wer kann es in Anspruch nehmen? hauptberufliche NeugründerInnen (nebenberufliche NeugründerInnen nur dann, wenn sich ihr Business mittelfristig zum Haupterwerb wandeln soll) + und UnternehmerInnen, die seit maximal 3 Jahren am Markt präsent sind und eine Finanzierungslücke schließen wollen/müssen

Finanzierungsrahmen: bis 100.000 Euro

Zins-Niveau: entspricht den aktuellen KfW-Konditionen und wird risikogerecht festgesetzt

Laufzeit: bis zu 10 Jahre

tilgungsfreie Anlaufzeit: maximal 2 Jahre

Ist eine vorzeitige kostenfreie Tilgung möglich? ja, jederzeit

Haftungsfreistellung für die Hausbank: 80 Prozent

Wie oft können Gründer das Mikro-Darlehen in Anspruch nehmen? zweimal, wenn der Höchstbetrag bei der ersten Antragstellung nicht voll ausgeschöpft wurde.

P.S.: Diese Förderung kann nicht mit anderen ERP- und KfW-Programmen kombiniert werden.

ERP-Kapital für Gründung

Förderungsprogramm des Bundes

Finanzierungsrahmen: bis 500.000 Euro

Wer kann es in Anspruch nehmen? hauptberufliche NeugründerInnen und UnternehmerInnen, die mit ihrem Business seit maximal 3 Jahren am Markt präsent sind und eine Finanzierungslücke schließen wollen/müssen

Zins-Niveau: liegt unter dem marktüblichen Satz, da das Programm in den ersten 10 Jahren der Laufzeit mit Mitteln aus dem ERP-Sondervermögen subventioniert wird

Laufzeit: bis zu 15 Jahre

tilgungsfreie Anlaufzeit: maximal 7 Jahre

Haftungsfreistellung für die Hausbank: in Form einer Bundesgarantie. Der Geförderte muss also keine Sicherheiten bereitstellen, da die Bundesrepublik Deutschland für den/die KreditnehmerIn die vollständige Darlehenstilgung an die KfW übernimmt, falls diesem/dieser eine Rückzahlung des Kredits nicht möglich ist.

Dies sind die drei wichtigsten öffentlichen Förderprogramme für kleinere Existenzgründungen, welche auch am häufigsten in Anspruch genommen werden. Drei Programme, die aber nur einen kleinen Ausschnitt dessen darstellen, was in Deutschland in Sachen Förderung inzwischen möglich ist. So werden von der EU, vom Bund, von den Bundesländern und teilweise auch von den Städten insgesamt rund 1.000 unterschiedliche Förderungs-Optionen für ExistenzgründerInnen angeboten, die nicht nur zinsgünstige Darlehen, Haftungsfreistellungen und öffentliche Bürgschaften, sondern auch nicht rückzahlbare Zuschüsse umfassen.

Doch keine Angst vor dem „Förderprogramm-Dschungel“: Unter www.foerderdatenbank.de erhalten Sie einen umfassenden Überblick über alle aktuellen Förderangebote und damit wesentliche Ansatzpunkte für Ihre Navigation zur perfekten öffentlichen Förderung Ihres Gründungsvorhabens. (AP)

Bild: DOC RABE Media - fotolia.com

weiterlesen

5 Tipps für Low Budget-Startups – So gründen Sie ohne große Investitionen ein erfolgreiches Unternehmen

 ●  Netcoo Redaktion

Ohne Moos nix los? Von wegen. Entrepreneurship funktioniert auch mit „low budget“ und sogar „ganz ohne“, mit minimiertem oder null Einsatz von Kapital.

Wie das geht? Ganz einfach: Denken Sie um. Streichen Sie „Invest big“ und ersetzen Sie es durch „Think big, but invest small“ - und machen Sie sich die folgenden Tipps zu Ihrem unternehmerischen Prinzip.

1. Setzen Sie den richtigen Fokus.

Konzentrieren Sie sich nicht auf die Finanzierung Ihres Unternehmens - sondern darauf, wie es Gewinne einfahren soll. Ihre Rechnung als Entrepreneur ist nämlich ganz simple: Kein Geld – kein Geschäft. Soll heißen, Ihr Unternehmen wird nur dann erfolgreich sein und es auch bleiben, wenn Sie möglichst viel Geld verdienen und möglichst wenig ausgeben.

2. Gehen Sie umsichtig mit Ihrem Geld um.

Geben Sie es konsequent nur für jene Dinge aus, die die Qualität Ihres Produktes sichern, Ihre Marke langfristig aufbauen, das Wachstum Ihres Unternehmens fördern, also einen direkten Bezug zum Umsatz haben und für Ihr Business von sicherem Nutzen sind.

Das wiederum bedeutet: Finger weg von aufwendigen Werbekampagnen , kundenspezifisch erstellten Websites etc., denn deren Nutzen ist nicht erwiesen – und damit zunächst einmal keine Investition wert.

3. Machen Sie möglichst schnell Umsatz und Profit.

Dazu muss der Preis Ihres Produkts stimmen. Und das tut er, wenn Sie ihn entsprechend des Nutzens Ihres Produkts und nicht in Orientierung an den Herstellungskosten und/oder der für die Produktion aufgewendete Zeit festsetzen. Tun Sie dies ohne Bedenken - seien Sie versichert, dass sich kein Kunde für jenes Verhältnis zwischen Produkt-Preis und seinen tatsächlichen Produktionskosten interessiert, solange der Preis tatsächlich seinem Nutzen entspricht.

4. Steigern Sie Ihren Profit.

Dies gelingt Ihnen auch schon beim Start Ihres Business - ohne dass Sie dafür Ihre Kundenbasis vergrößern müssten. Angelpunkt ist hier wieder der Preis: Bieten Sie für Ihr Angebot eine begrenzte Bandbreite an Preisen und Optionen an, „staffeln“ Sie es also preislich - und steigern Sie so Ihren Gewinn. Ja, das funktioniert wirklich, und zwar so: Bieten Sie Ihr Produkt in mehreren „Versionen“ an - als preisgünstige Basis-Ausführung, als teurere Upgrade-Variante (die dadurch entsteht, dass Sie dasselbe Produkt mit irgendeinem Extra/irgendeiner Zusatz-Option/Sonderleistung versehen) und am besten auch noch als exklusive, noch „leistungsfähigere“ und dementsprechend noch teurere Premium-Edition.

Sie werden dann zweierlei feststellen: Erstens, dass es immer Menschen gibt, die stets das Teuerste und Beste aussuchen, wenn es denn angeboten wird, und sich dann für jene preisgünstigere Standardversion gar nicht mehr interessieren, die sie eigentlich gekauft hätten, wenn sie die einzig angebotene gewesen wäre. Und zweitens, dass die höchste Preisvariante eines gestaffelten Angebots immer wie ein „Ankerpreis“ wirkt, an dem sich der Konsument orientiert, so dass ihm die niedrigste Preisvariante (Ihr Ursprungs-Produkt) als echtes Schnäppchen erscheint, das er sich nicht entgehen lassen möchte.

5. Machen Sie Ihr Business langfristig profitabel.

Um das zu erreichen, versuchen Sie natürlich, immer mehr - immer wieder neue - Kunden zu gewinnen. Richtig so. Jedoch birgt auch der bereits bestehende Kundenbestand enormes „Profit-Potenzial“, das Sie unbedingt nutzen müssen. Entwickeln Sie ein „Kontinuitätsprogramm“ - eine Art Abonnement, welches Ihre Kunden regelmäßig mit Ihrem Produkt beliefert oder ihnen den laufenden Zugang zu einem Ihrer Services ermöglicht. So können Sie Ihre „alten“ Kunden langfristig an sich binden und erleben mit ihnen quasi „automatisch“ immer wieder neue „Zahltage“. Voraussetzung dafür ist natürlich ein „perfektes“ Produkt, mit dem Ihre Kunden vom ersten Einmalkauf an rundum zufrieden sind. (AP)

weiterlesen

8 Tools, die das Gründer-Leben leichter machen

 ●  Netcoo Redaktion

Um Ihr Unternehmen möglichst schnell auf Erfolgskurs zu führen, müssten Sie eigentlich 24/7 innovativ – eben genial – sein, oder?



Nein, keine Sorge, müssen Sie nicht. Es gibt nämlich Startups, die Ihre Bedürfnislage erkannt haben und Ihnen „zu Hilfe“ kommen – mit diversen digitalen Tools, von denen wir Ihnen diese acht als unverzichtbar empfehlen möchten:

1.Wunderlist

Eine der besten To do-Listen-Apps ever, immer noch. www.wunderlist.com/de

2.WorkFlowy

To do-Listen-App no2. Ein ziemlich simples, aber dennoch höchst effektives Selbstorganisations-Tool, mit dem der User beliebig viele Aufgaben und Notizen auf beliebig vielen Ebenen listen kann, sodass sich selbst komplexe Projekte übersichtlich darstellen lassen. https://workflowy.com/

3.Trello

Eine weitere tolle Hilfe beim Projektmanagement – eine App, die es möglich macht, auf sogenannten „Boards“ gemeinsam mit anderen „Mitgliedern“ To do-Listen zu erstellen und diese mit diversen Anhängen als auch Deadlines zu versehen. www.trello.com

4.Evernote und Dropbox

Sie sind die beiden „Klassiker“, wenn es darum geht, Texte oder Dateien (im Alleingang oder gemeinsam mit Anderen) zu verwalten. www.evernote.com und www.dropbox.com

5.Quip

Eine gute Alternative zu Evernote beziehungsweise Dropbox. Das Tool funktioniert ähnlich wie Google Docs, zeigt sich aber bei der Verwaltung und Bearbeitung von Dokumenten im Team noch kompakter und übersichtlicher. www.quip.com

6.Slack

Genau das Richtige, wenn Sie schnell und unkompliziert mit diversen Mitarbeitern oder ganzen Teams kommunizieren, Nachrichten austauschen und/oder gemeinsam Dokumente bearbeiten wollen. Großes Plus: Andere Online-Dienste wie etwa Google Drive, Dropbox oder GitHub lassen sich in Slack integrieren. www.slack.com


7.Feedly

Derzeit der „schlankste“ RSS-Feed-Reader und besonders interessant, da er es möglich macht, Sammlungen mit anderen Nutzern gemeinsam zu verwalten und so einen für jedes Team maßgeschneiderten Nachrichten-Feed zu generieren. www.feedly.com

8.Pushbullet

Das Tool verbindet Desktop und Smartphone und sorgt dafür, dass sich Bilder und Texte, Dateien und Links fix hin und her senden lassen. Tolles Plus: Befinden sich Desktop und Smartphone im selben WLAN-Netz, so ist das Versenden von SMS direkt vom Desktop möglich. www.pushbullet.com (AP)

Bild: Olivier Le Moal - fotolia.com

weiterlesen

5 Tipps, damit das Startup die Beziehung nicht belastet

 ●  Netcoo Redaktion

Ein Startup ist ein Fulltime-Job, in den Anfangszeiten noch mehr als das. Oft wird bis in die Nacht noch im Büro gearbeitet, auf Events Präsenz gezeigt und das Netzwerk gepflegt - da kann die Partnerschaft schon mal zu kurz kommen.
Unsere Tipps helfen Ihr Startup und Ihre Beziehung unter einen Hut zu bekommen und so unnötige Belastungen und Konflikte zu vermeiden.


1. Erklären Sie sich und bitten Sie um Verständnis

Schildern Sie Ihrem Partner Ihre Leidenschaft für Ihr Business - und dass Sie zumindest am Anfang viel Zeit und Energie in es stecken müssen, damit es auch nachhaltig erfolgreich wird. Möglicherweise sind Sie auch finanzielle Risiken eingegangen und ein Scheitern Ihres Projekts könnte weitreichende Folgen für Sie haben. Meist kann der Partner dann nachvollziehen, warum Sie so viel Einsatz zeigen, bringt Verständnis dafür auf und stellt seine eigenen Bedürfnisse aus freien Stücken entsprechend zurück.

2. Seien Sie optimistisch

Ihr Business bringt nicht nur Einschränkungen mit sich, sondern auch Vorteile – ja, kann Ihre Beziehung sogar bereichern. Überzeugen Sie Ihren Partner davon und machen Sie ihm klar, dass nun, da Sie selbst sehr eingespannt sind, für ihn auch die denkbar beste Zeit ist, endlich eigene berufliche Ziele zu verfolgen.

3. Seien Sie ein Team

Sehen Sie den Startup-Stress als gemeinsame Herausforderung und kommunizieren Sie dies Ihrem Partner, lassen Sie ihn mit zumindest kleinen „Handgriffen“ daran teilhaben. Wer weiß – vielleicht wird Ihr Partner eine große Hilfe für Sie, avanciert gar zu Ihrem/r persönlichen Assistenten/in?

4. Misten Sie Ihren Alltag aus.

Streichen Sie jene gesellschaftlichen „Verpflichtungen“, die Sie (und Ihren Partner) eigentlich nur langweilen oder gar anstrengen, aus Ihrem Terminkalender – befreien Sie sich von dem Gefühl, Ihre Zeit auf irgendetwas (für Sie Unwichtiges) verwenden zu müssen, nur weil Andere es von Ihnen erwarten. Ihre Zeit ist wertvoll, zu wertvoll – gerade jetzt, da Sie durch Ihr Startup so verknappt ist. Also „verschwenden“ Sie sie nicht, sondern nutzen Sie sie konstruktiv – also explizit für Dinge, die Ihnen und Ihrem Partner und damit Ihrer Beziehung gut tun!

5. Reservieren Sie regelmäßig Freiräume

Stichwort „Quality Time“: fest fixierte Tage oder Zeiten, die Sie gemeinsam verbringen und während der Sie sich nur Ihrem Partner widmen, Ihr Startup außen vor bleibt. Schalten Sie zu dieser Zeit Ihr Business-Handy ab und beantworten Sie keine geschäftlichen Mails – darauf muss sich Ihr Partner verlassen können! Oft sind es gerade die „kleinen alltäglichen“ gemeinsamen Momente, die zählen: etwa das gemeinsame Frühstück, das sonntägliche Joggen. Aber auch „größere Events“, zum Beispiel ein Wochenend-Trip nach irgendwo, der als gemeinsame Auszeit genossen wird und die Beziehung emotional auffrischt, das Miteinander nährt, ist selbstverständlich wichtig. Sie werden sehen, die so gewonnene positive „Beziehungs-Energie“ überträgt sich auch auf Ihr Startup!

Zugegeben, es ist nicht einfach, ein Unternehmen zu gründen und gleichzeitig eine glückliche Beziehung zu führen. Aber es ist definitiv möglich, und der dafür nötige “Aufwand“ - einander zuhören, offen und ehrlich miteinander kommunizieren, Verständnis und Geduld zeigen – ist nicht unbedingt wesentlich größer als jener, den auch die meisten „startup-freien“ Beziehungen zum „Überleben“ brauchen. (AP)

Bild: © oneinchpunch - fotolia.com









weiterlesen

Aus diesen Fehlern haben junge Unternehmer gelernt – und sind schließlich Millionäre geworden

 ●  Netcoo Redaktion

Scheitern darfst du, daraus lernen und wieder aufstehen musst du, denn am Ende wartet der Erfolg!


Diese Lehre haben die drei folgenden US-amerikanischen Startupper gezogen, deren Weg nach oben holprig und ungerade war – und die nun die auf ihre Fehler und Misserfolge positiv zurückblicken.


Max Mullen, Gründer vonInstacart“ (Bild: Screen - www.maxmullen.com)


Sein Learning: Als Unternehmer musst du für deine Business-Idee „brennen“, mit Leidenschaft dahinter stehen, sonst ist das Unternehmen nicht erfolgreich.

Sein Weg: 2010 versuchte sich Max Mullen mit einer Social Network-Gründung namens „Volly“. Das Unternehmen startete holprig und lief nicht richtig, und bereits nach einem Jahr erkannte Max, dass er da etwas gegründet hatte, was eigentlich gar nicht sein „Ding“ und damit ohne Erfolgsaussichten war – eben weil ihm die nötige Hartnäckigkeit fehlte, es über Hindernisse hinweg weiterzuführen. Er hatte da ein Unternehmen gestartet, dass ihm diese Anstrengungen und Mühen gar nicht wert war. Also schloss er es kurzerhand wieder und startete stattdessen 2012 mit „Instacart“ durch: Einem Business, das Einkäufe direkt nach Hause liefert und von dessen „Dringlichkeit“ und Funktionieren er absolut überzeugt war. Und siehe da, es funktionierte aus dem Stand: Ohne Fremdfinanzierung, dafür aber in Kooperation mit lokalen Einkaufsmärkten und 7.000 Shoppern, die hochwertige Lebensmittel und guten Wein einkauften. Seither wächst und wächst „Instacart“ weiter, der Erfolg gibt Max Mullen recht.



Emily Weiss, Gründerin von „Into the Gloss“ (Bild: Screen - https://intothegloss.com/author/emilyweiss)


Ihr Learning: Suche für deine Mitarbeiter keine „perfect fit“-Position – und verpflichte sie nicht mit langfristigen Arbeitsverträgen.

Ihr Weg: Sie nutzt den von ihr gegründeten Beauty Blog „Into the Gloss“ für den Vertrieb von Beauty-Produkten der Marke „Glossier“ und ist damit überaus erfolgreich, hatte anfänglich aber erhebliche Probleme beim Personal Management. Viele ihrer Mitarbeiter erfüllten anfänglich ihre Erwartungen nicht – so schien es zumindest. Dies, bis sie merkte, dass sie sie oft falsch positioniert hatte, nämlich nach dem Gesichtspunkt des „perfect fit“ - anstelle sie ganz bewusst ein wenig abseits der für sie perfekten (und damit in gewisser Hinsicht „bequemsten“) Position einzusetzen, wo sie sich deutlich motivierter, aktiver und produktiver zeigten.

Außerdem stellte sie fest, dass es keinesfalls sinnvoll ist, Mitarbeiter für die nächsten drei Jahre oder gar noch länger an ihr Unternehmen zu binden, da sich dieses sehr schnell wandelt und verändert und damit ständig neue personale Entscheidungen einfordert.



Austin McChord, Gründer von „Datto“ (Bild: Screen - www.datto.com/about/austin-mcchord)


Sein Learning: Bring dein Produkt erst dann auf den Markt, wenn es auf Herz und Nieren geprüft und qualitativ perfekt ist, es ganz sicher funktioniert.

Sein Weg: Als Austin McChords Unternehmen, das sich mit der Wiederherstellung von Daten befasst und Backup Solutions entwickelt, noch ganz jung war, gelang einem Mitbewerber die Lancierung eines Updates – und zog damit an „Datto“ vorbei. Anstelle in Ruhe an einem eigenen Update zu arbeiten, schuf das Unternehmens-Team in großer Eile ein neues Produkt – welches in Folge dessen nicht ausgereift war und Fehler aufwies, die bisherigen Kunden enttäuschte, fast deren Vertrauen in die Marke „Datto“ zerstört und das Business damit wohl auch komplett zum Scheitern gebracht hätte.

Doch „Datto“ hatte Glück und überlebte, schaffte anschließend wieder den Weg nach oben – mit dem nächsten, vom McChordschen Team entwickelten Produkt, das qualitativ einwandfrei und bis heute der Verkaufsschlager des Unternehmens ist. (AP)

Bild oben: faithie -fotolia.com

weiterlesen

15 Fehler, die Gründer unbedingt vermeiden sollten

 ●  Netcoo Redaktion

Durch Fehler lernt man, kommt man weiter. Das gilt auch für Gründer. Dennoch versucht natürlich jeder Startupper, keine Fehler - und auf diesem Wege alles richtig - zu machen.

Der B2B-Marktplatz Expert Market hat dazu nun eine Info-Graphik veröffentlicht, welche die Top 15 der unbedingt zu vermeidenden (und zum Teil recht banalen, nichtsdestotrotz leider typischen) Fehler listet.

Also schaut her, liebe Startupper – bitte lesen und merken!

1.
Der Business-Plan ist
  • zu wenig ODER
  • zu stark durchdacht.
2.
Die Gründung erfolgt durch
  • eine einzige ODER
  • zu viele Personen.
3.
  • Ein Business wird weiter betrieben, obwohl es nicht funktioniert ODER
  • die Business-Idee wurde bereits im Vorfeld nicht kritisch genug hinterfragt.
4.
Dem Unternehmen/Gründer mangelt es an
  • Fokus UND/ODER
  • klarer Identität.
5.
  • Das Business-Konzept ist starr und unflexibel ODER
  • eine Exit-Strategie fehlt.
6.
Die Bedeutung der Faktoren
  • „Timing“ UND/ODER
  • „Finanzielles“ wird unterschätzt.
7.
Der Gründer kann sich nicht dazu durchringen, Rat einzuholen/um Hilfe zu bitten.

8.
  • Es wird zu viel Zeit auf die Entwicklung des Produkts verwendet,
  • zu wenig auf den Verkauf.
9.
Der Unterschied zwischen „Umsatz“ und „Gewinn“ wird nicht erkannt.

10.
Dem Gründer ist Perfektion wichtiger als „gut genug“.

11.
Er sucht mehr nach Bestätigung seiner Handlungen als nach der Wahrheit.

12.
Das Unternehmen geht ohne Vertriebspartner an den Markt.

13.
Der Gründer vertraut Experten mehr als seinem Bauchgefühl.

14.
Die Auswahl neuer Mitarbeiter erfolgt nicht aufgrund ihrer Qualifikation, sondern weil sie dem Gründer gerade „gelegen kommen“.

15.
Der Gründer legt zu wenig Wert auf Networking: Bestehende Kontakte werden nicht ausreichend gepflegt und aufrechterhalten, kaum neue geknüpft. (AP)

Bild © Fotolia.de, PHOTOMORPHIC PTE. LTD.

weiterlesen