Kolumnen

Think global, but act local – drum prüfe wer sich bindet

 ●  Netcoo Redaktion

Amsterdam in den späten 1990er Jahren, ein Kollege aus USA hatte ein Gipfeltreffen mit den Europäischen Anwälten und Unternehmensberatern organisiert.


Es sollte ein Erfahrungsaustausch stattfinden und es waren auch einige US-Direktvertriebsunternehmen anwesend. Der Kollege eröffnete das Treffen mit dem Hinweis für die anwesenden US Firmen mit folgenden Worten: „Wir Amerikaner müssen immer daran denken, wenn wir nach Europa expandieren, dass Europa kein zusätzlicher US-Bundesstaat ist und wir uns nicht wie in Amerika verhalten können. Hier gibt es viele Länder und jedes Land hat seine eigene Kultur, Mentalität und auch seine eigenen Verhaltensmuster und Strukturen. Und noch etwas, wir können uns hier auch nicht wie die Cowboys benehmen.“

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Mit diesem gegenseitigen Verständnis wurde es ein sehr konstruktives und fruchtbares Meeting. Aber genau das ist es, was eine gute und erfolgreiche Expansion ausmacht, die Anpassung an das Land in dem man sich international etablieren möchte. Damals waren es die Amerikaner, andere Nationen expandierten noch nicht nach Europa. Heute sind es Chinesen, osteuropäische, asiatische und auch amerikanische Unternehmen.

Die Anpassung an das Land beginnt mit den Produkten. Bei Nahrungsergänzungen und Kosmetik sind einige Regelungen zu beachten, die es in anderen Ländern nicht gibt. Deutschland unterliegt Europäischen Gesetzen und die gilt es zu beachten. Ein ganz wichtiger Punkt ist das Personal, das das Unternehmen im Land repräsentiert. Der oder die Vertriebsleiter/in sollte ein „Native“ sein, also für Deutschland eine oder ein Deutsche/r. Die Natives haben die gleiche Mentalität, wie die zukünftigen Vertriebspartner und die wollen gewonnen und auch motiviert werden.

Deshalb hier ganz wichtig: ACT LOCAL. Konsequenterweise sollte das ganze Führungspersonal aus Natives bestehen. Schlimme Fälle habe ich gesehen, wo es Natives als Vertriebsleiter gab, aber chinesische, amerikanische oder osteuropäische Geschäftsführer. Der Native Vertriebsleiter geht den LOCAL Weg und der ausländische Geschäftsführer verfolgt die Strategie, so wie das Unternehmen im Mutterland agiert. Der Crash ist vorprogrammiert! Es war der Anruf eines chinesischen Unternehmens im Direktvertrieb, das mich doch sehr überraschte. Die verantwortliche Dame für Personal rief mich an und fragte, ob ich ihr bei der Suche nach einem Verkaufsleiter helfen könne. Natürlich konnte ich.

Sie erzählte mir, dass das Unternehmen schon eine Zeit in Deutschland war und auch schon erfolgreich gearbeitet hatte. Aufgrund von Personalveränderungen kann es schon vorkommen, dass Umsätze hoch oder auch runter gehen. Das Letztere war hier passiert und jetzt suchte man einen neuen Verkaufsleiter. Da ich etwas vertraut war mit dem Unternehmen, fragte ich ob man denn immer noch die starke Abhängigkeit von der Muttergesellschaft in China habe. Die Abhängigkeit war verbunden mit chinesischen Umgangsformen, die für die deutschen Angestellten doch sehr befremdlich waren. Die Dame sagte mir dann, dass der chinesische Inhaber chinesische Kultur nach Deutschland bringen wollte. Daraufhin empfahl ich ihr doch besser eine Sekte zu gründen, aber ich hatte keine Kontakte in diese Szene und könne ihr dabei leider nicht helfen.

Man muss sich das vorstellen, da kommt ein sehr erfolgreiches Unternehmen aus China nach Deutschland, war hier sogar erfolgreich, aber mit der Mentalität eines Elefanten hat man sämtliche Deutschen Regularien ignoriert und natürlich auch die entsprechenden Strafen, bis hin zu Produktverboten, hinnehmen müssen. Das war aber nicht nur in Deutschland so, sondern auch in vielen anderen europäischen Staaten. Die Expansion nach Deutschland erfolgte über Russland, nach Polen und von dort nach Deutschland. Alles vom Unternehmen unkontrolliert toleriert. Alle Warnungen und Hinweise sowohl im Hinblick auf Produkte als auch Marketingplan und Beraterunterlagen wurden schlicht ignoriert.

Das hatte dann zur Folge, dass alle Produkte zunächst verboten wurden und Marketingplan und Beraterunterlagen auch eingezogen und eingehendst geprüft wurden. Das Ergebnis waren teure Anwälte und Institute, die alles wieder richten mussten. Der Schaden war erheblich. Ein Thailänder hatte ein Direktvertriebsunternehmen in den USA und wollte es für einen bestimmten Preis verkaufen. Diesen Preis konnte er aber nicht erzielen. Daraufhin kam er auf die grandiose Idee in Deutschland ein Tochterunternehmen zu gründen und damit den Wert seines US Unternehmens zu steigern. Er fand das Personal in Deutschland was die Unterlagen richtete, die Produkte etwas aufhübschte und dann mit dem Rekrutieren begann. Um schnell zu wachsen, betrug der Einstieg Null DM. Nach sehr kurzer Zeit hatte er 11.000 Vertriebspartner, aber kaum Umsatz. Das machte in USA auch keinen guten Eindruck und steigerte auch nicht den Wert des Unternehmens. Also wurde die deutsche Tochtergesellschaft wieder geschlossen. Aber 11.000 Menschen hatten daran geglaubt, Herzblut investiert, Arbeit hineingesteckt und das Ergebnis war nur grenzenlose Enttäuschung.

Ein ehemals sehr erfolgreicher Networker aus Deutschland hatte Kontakt zu einem US Unternehmen und wollte für das Unternehmen in Deutschland eine Struktur aufbauen. Dafür suchte er Vertriebspartner. Das Profil dafür las sich folgendermaßen wie in grauer Vorzeit:

Ich bin auf der Suche nach einer Person bzw. bis zu drei Personen die wirklich wollen, aber durch diverse Umstände nicht so recht können, weil Sie kein Benzingeld oder dergleichen haben. Ich suche keine Schreier oder die wo gestern am liebsten schon den Ferrari in der Garage haben. Es geht um Ätherische Öle sowie damit in Kombination Verbrauchsprodukte, es dauert alles ein wenig länger, jedoch sprechen die Produkte für sich, alles andere ist Nebensache. Ich biete Intensive Unterstützung, dazu direkter Zugang zur Geschäftsleitung sowie EU Leitung, Intensive Schulungen und 500 Euro Starthilfe für Benzin, Meetings etc. pp 6 Monate. Erwartet werden 3000 Euro Umsatz. Der Headhunter erhält wie üblich 2-3 Monate davon als Vermittlung. Ich habe da ein Budget für bereitgestellt bekommen das ich auch nur dafür nutzen darf.

Was um Gottes Willen will man denn hier machen? Was wird denn das für eine Organisation? Und was macht das für einen Eindruck für eine Industrie, die auf dem besten Weg ist, sich seriös und erfolgreich im Markt zu platzieren. Gibt es denn niemanden, der solche Aktionen stoppen oder besser verbieten kann? Aktuell haben wir ein amerikanisches Schmuckunternehmen verloren, weil sich die Inhaber vom Deutschen Markt zurückgezogen haben. Das war einfach alles zu amerikanisch! Viele Menschen glauben, dass wir heute in der Zeit des Internet eine Angleichung der Menschen und Völker erleben. Dass Staatsangehörigkeiten verschwimmen und sich angleichen. Alle Menschen werden gleich, weil wir alle die neuen Medien benutzen und wir alle genauso ticken und sich nationale Unterschiede in Nullkommanix in Luft auflösen.

Dem ist nicht so. Das erlebt man gerade in unserer Industrie, wo das persönliche Gespräch und der persönliche Kontakt den meisten Erfolg bringen. Natürlich sind die neuen Medien ein wichtiger Bestandteil und wer damit nicht arbeitet, wird auch weniger Erfolg haben, aber es ist eine Unterstützung und nicht der Hauptteil unseres Geschäfts!

Gerade Unternehmen, die aus Ländern kommen, wo die durchschnittlichen Einkommen weit unter unseren westeuropäischen liegen, besteht immer die Gefahr, dass die jeweiligen Strategien falsch angesetzt werden. In einem Land, wo das Durchschnittseinkommen bei 300 Euro liegt, kann der Werbende leicht sagen: „Komm zu mir, ich zeige Dir, wie Du Dein Einkommen in zwei bis drei Monaten verdoppeln kannst.“ Das ist in Deutschland oder Westeuropa nur schwer möglich, denn wir haben hier Durchschnittseinkommen von 1.500 bis 2.500 €. Das heißt, hier ist eine völlig andere Vorgehensweise bei der Anwerbung notwendig. Viele Unternehmen aus Niedriglohnländern haben deshalb auch Marketingpläne, wo man wöchentlich die Provision auszahlt, damit die Menschen überleben können. Das sind sehr erhebliche Unterschiede und als Vertriebspartner muss man auf solche Dinge achten, denn da können schnell Differenzen auftauchen, die eine motivierte, erfolgreich begonnene Arbeit zunichtemachen.

Das Wichtigste ist aber der Chef der Firma. Bei inhabergeführten asiatischen oder auch osteuropäischen Unternehmen ist der Inhaber derjenige, der bisher alles richtig gemacht hat, deshalb ist er ja auch so weit gekommen. Und so ein Chef, der weiß alles und macht auch alles richtig. Und glaubt eben auch, dass alles, was er bisher in Asien oder Osteuropa richtig gemacht hat, überall und so auch in Deutschland oder Westeuropa richtig ist. Meistens sieht man das auch am angestellten Personal, da wird gespart und es werden niedrige Gehälter bezahlt. Selbst Geschäftsführer und andere Führungskräfte werden aber wie Leibeigene behandelt und haben keinerlei Entscheidungsspielraum.

Es gibt tolle Direktvertriebsunternehmen auf der ganzen Welt, aber auch schwarze Schafe, wie in jeder Industrie. Deshalb gilt gerade hier, wie auch in der anderen Sache: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet,………“

Mehr über den Autor unter http://www.wiegand-consulting.com/

Bild: © Mariusz Prusaczyk - Fotolia.com

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Geht das Geld aus, fliegt die Liebe zum Fenster raus?

 ●  Netcoo Redaktion

Viele positive Veränderungen können Ihr Leben bereichern und Sie von den vielen Annehmlichkeiten des Lebens im Network Marketing überzeugen: Ihr „Job“ ist keine Arbeit, sondern ein Hobby, das sehr gut bezahlt wird. Es gibt keine Chefs, sondern Partner und die freie Zeiteinteilung bedeutet, man besitzt seine Zeit und kann bestimmen, mit wem man sie verbringen möchte. Dies kann so weit gehen, dass Sie sogar die Chance haben, mit Ihrem Partner ein gemeinsames Geschäft zu führen, die Arbeitszeit angenehm mit ihm zu verleben und sich abends über die gemeinsamen Erfolge und Herausforderungen zu unterhalten. Ein Auseinanderleben ist fast unmöglich in unserer Branche.


Und haben Sie nicht auch schon davon geträumt, Ihr Leben ohne Beschränkungen in irgendeinem Bereich zu genießen, vor allem, wenn es um Geld geht? Geld ist ein Instrument zur Erfüllung Ihrer Träume, Wünsche und Begierden. Ich habe in meiner Jugendzeit immer einen Spruch gehört, den ich erst sehr viel später in seiner ganzen Wahrheit kapiert habe: „Geht das Geld aus, fliegt die Liebe zum Fenster raus.“ Nach dem, was ich gesehen habe, trifft der Spruch die Wahrheit – selbst Traumbeziehungen sind unter den Spannungen des Geldmangels in Krisen geraten oder sogar zerbrochen.

Zu sagen, dass es nicht die große Liebe war, wäre zu einfach. Viele der Paare waren auf so etwas nicht vorbereitet und wussten keinen Weg aus der finanziellen Krise. Glauben Sie nicht, dass es am Grundglauben eines Mannes rüttelt, wenn er es nicht schafft, seinen ihm traditionell zugewiesenen Platz als Versorger der Familie zu übernehmen? Ist unsere Erziehung nicht so, dass der Mann in so einem Fall stark sein und wie der einsame Wolf die Rettung bringen muss? Die Frau steht ebenso unter Druck, helfen zu wollen, aber nicht zu können. Ihre Möglichkeiten, den finanziellen Druck auf die Familie zu lindern oder aufzuheben, unterliegen – auch heute noch – oftmals den Beschränkungen ihrer Erziehung oder ihres Alltags. Dass in unserer Gesellschaft die Frau für die gleiche Tätigkeit, die auch ein Mann ausübt, immer noch unterbezahlt wird, weiß inzwischen jeder. Welche Chance hat Ihre Frau also jetzt zu helfen?

Ganz abgesehen davon, dass sie dem männlichen Anspruch des Ernährers und seiner Herausforderung, alles ganz allein zu regeln, entgegenhandeln würde.

Ivana Trump hat einmal gesagt: „Eine erfolgreiche Frau erkennt man daran, dass sie einen erfolgreichen Mann hat, der mehr Geld verdient, als sie ausgeben kann.“ Wer sagt denn, dass man den Spruch nicht umdrehen kann? Wenn meine Frau das schafft, mache ich das Gleiche. Wenn meine Frau weiß, wie es geht, brauche ich es ihr ja nur nachzutun. Dann verdoppele ich nicht nur unser Einkommen, sondern es potenziert sich um ein Vielfaches – wenn man gemeinsam an einem Strick zieht.

Im Network Marketing sind viele Partnerschaften entstanden, weil sich hier ständig Menschen mit gleichen Interessen und Zielen treffen. Ob Sie Interessent, Neueinsteiger, alter Hase, Haupt- oder Nebenberufler sind oder an der Spitze einer globalen Vertriebsmannschaft stehen, schauen Sie zu der Person an Ihrer Seite – sie hat es verdient, das Bestmögliche zu bekommen.

Ihr Willi Morant
www.facebook.com/willimorant

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Bevor Sie es irgendwann bereuen: Der Ruf der Heimat ist sehr stark!

 ●  Netcoo Redaktion

99 Prozent der Zeit im Network Marketing sind Sie mit netten Dingen beschäftigt, Dingen, die Sie lieben werden. Die schönsten Erlebnisse in meinem Leben durfte ich sehr oft an den schönsten Plätzen der Welt, wie auf den Bermudas, Bahamas und Barbados genießen. Sie können in unserem Job weltweit arbeiten, da Network Marketing Unternehmen in der Regel immer international ausgerichtet sind und niemand Sie davon abhält, zur Abwechslung für zwei Monate in Spanien zu arbeiten, wenn Sie es wollen. Die Welt liegt Ihnen im Network Marketing zu Füßen.


Ich habe sehr viele Freunde an die traumhaftesten Plätze der Welt ziehen sehen, nachdem sie dort zwei Wochen tollen Urlaub erlebt hatten. Komischerweise waren die meisten nach ein paar Jahren wieder in Deutschland. In einem Land Urlaub zu machen oder dort zu leben sind eben zwei völlig verschiedene Dinge. Der Ruf der Heimat ist sehr stark. Ich persönlich empfehle Ihnen, nie aus rein steuerlichen Interessen Ihr Heimatland zu verlassen. Sie könnten es nach ein paar Jahren bereuen. Die bessere Lösung ist es, sich Ferienhäuser in all den Ländern, die Sie lieben, zu kaufen oder zu mieten. So haben Sie ausgiebig Zeit, das Leben dort zu testen, bevor Sie nur des Geldes wegen umziehen.

Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass wir es uns leisten können, in Deutschland zu leben und es mir das wert ist. Was nützt es, sich einen Ferrari zu kaufen, wenn man ihn nicht einmal richtig fahren kann, da die Insel, auf der man lebt, nur einen Kilometer groß ist oder im ganzen Land 80 als Geschwindigkeitsbegrenzung gilt. Denken Sie außerdem immer daran, dass die Welt draußen nicht so tolerant ist, wie wir Networker es in der Regel sind. Im Ausland sind Sie die Ausländer! Nur der Steuer wegen fortzuziehen, würde ich mir daher genau überlegen. Und Sie können es sich dann doch leisten, in einem Land wie Ihrer Heimat zu leben! Sie haben das Geld – auch, wenn es manchmal schmerzt die Steuern zu bezahlen!

Fallen Sie aber nicht auf diese „tollen“ Steuersparmöglichkeiten herein. Wenn Sie Geld haben, tauchen merkwürdige Typen auf und wollen nur an Ihre Brieftasche! Da hat schon manch gutgläubiger Networker sein Geld verpuffen sehen. Werden Sie nicht leichtsinnig im Umgang mit dem Geld, Sie haben es sich hart erarbeitet! Sparen Sie! Schauen Sie, wie die Erfolgreichen es gemacht haben.

Tragen Sie Ihre alten Verbindlichkeiten ab, bevor Sie den dicken Wagen kaufen. Leasen Sie kein Auto! Kaufen Sie es sich als Networker später und bezahlen es in bar. Vermeiden Sie Kredite! Einen Kredit zu nehmen bedeutet, Geld auszugeben, das man noch gar nicht verdient hat!

Und noch etwas ganz Wichtiges: Im Network Marketing ist Partnerschaft ein Arbeitsprinzip! Bauen Sie Ihre Organisation auf diesem Prinzip auf, wird Ihr Geschäft permanent wachsen. Aus Ihrem Netzwerk werden viele erfolgreiche Berater und Führungskräfte hervorgehen, und für Sie bedeutet es eine gesicherte Zukunft durch ein passives Einkommen. Sie können sich dann zurückziehen und den Weg freimachen für diejenigen in Ihrer Organisation, die mehr wollen! Sie partizipieren ja immer am Erfolg der anderen, ein Leben lang.

Sie werden für den Aufbau Ihrer Organisation zunächst hart arbeiten müssen. Aber wenn Sie dann die Früchte dieser Anstrengungen ernten, kann es Ihnen passieren, dass Sie Ihr Geschäft gar nicht mehr als Job, sondern als Ihr Hobby ansehen – weil es Ihnen so gut gefällt. Sie werden sich nie dem Zauber entziehen können, das verspreche ich Ihnen. Haben Sie einmal die Freiheit im Network genossen, werden Sie sie nicht wieder loslassen wollen! Starten Sie jetzt! Wir werden uns an den schönsten Plätzen der Welt treffen und bestimmt wieder in Deutschland! Ihre Zukunft gehört nun wieder Ihnen...

Ihr Willi Morant www.facebook.com/willimorant

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Durchhalten, auch wenn es einmal schwer fällt oder schwierig wird…

 ●  Netcoo Redaktion

Am 31. Juli ist der Tag der Freundschaft, die Gelegenheit, über das eigene Dasein als Freund und die Freundschaft im Allgemeinen nachzudenken. Was tue ich um ein guter Freund zu sein? Auf welche Freunde kann ich mich wirklich verlassen? Wie hat meine Freundschaft Bestand, auch wenn es einmal schwierig wird? Der Souveränitätsexperte Theo Bergauer vergleicht echte Freundschaft mit einem Marathonlauf und zählt Eigenschaften auf, die in beiden Bereichen gleichermaßen zählen.

Schon seit jeher hat sie Menschen fasziniert: Die längste olympische Laufdistanz, die bereits seit vielen Jahren Einzug gehalten hat in die Metropolen der Welt. Der Marathon mit seinen 42,195 Kilometern fordert Menschen heraus: Hart zu trainieren, auf der Strecke zu bleiben, auch unter schwierigen Bedingungen weiterzulaufen, niemals aufzugeben und dabei manchmal schier über sich selbst hinauszuwachsen. Eigenschaften, die auch in einer Freundschaft zählen.


Nicht immer ist es leicht, im Leben Freunde zu finden: Eigene Interessen, denen wir Vorrang einräumen, in bestimmten Lebensphasen die Konzentration auf Familie oder die berufliche Karriere, macht es Menschen oft schwer, Freundschaften zu schließen und noch mehr, diese zu pflegen.

Manchmal haben wir vermeintlich keine Zeit und beruhigen uns, dass wir doch unendlich viele Bekannte haben. Doch es besteht ein kleiner und entscheidender Unterschied zwischen Bekannten und Freunden. Vergleichen wir die Situation mit dem Laufen, gleicht der Weg, den wir mit Bekannten gehen, oft eher einer Kurzstrecke. 100 Meter, 800 Meter – man trifft sich ab und an, hier und dort, die Wege trennen sich wieder, der Kontakt bleibt, wenn auch herzlich, so doch eher unverbindlich.

Anders bei einer richtigen Freundschaft: Hier ist es wohl eher der Marathonlauf, der einen über Jahre hinweg begleitet, im kontinuierlichen Training ebenso wie im intensiven Wettkampf. Wir erleben Höhen und Tiefen miteinander, wissen, dass wir etwas dazu tun müssen, quälen uns dafür manchmal, doch das Ergebnis ist unvergleichlich. Das Durchhaltevermögen wird letztendlich belohnt: Denn eine wahre Freundschaft gleicht dem Gefühl des Marathonläufers, der nach allen Anstrengungen mit dem Einlauf ins vollbesetzte Stadion ein Glücksgefühl ohne Gleichen erlebt, der umjubelt von unzähligen Menschen die letzte Runde läuft und weiß, dass sich all der Aufwand gelohnt hat.

Einen derartigen Jubel fühlen Menschen innerlich, wenn sie merken, dass ein Freund sie nicht vergessen hat, er in schwierigsten Situationen für einen da ist, wir uns bedingungslos auf ihn verlassen können. Dann überbrückt Freundschaft tatsächlich jede Distanz!

Freundschaft zwischen Zweifel und Glücksgefühl
Jeder Marathonläufer kennt das Gefühl, das irgendwann um Kilometer 35 auftaucht – die Frage „Warum tue ich das?“ So wie jeder Marathon anders ist, ist auch jede Freundschaft anders. Wir bewegen uns immer wieder zwischen Zweifel und Glücksgefühl, zwischen Nähe und Distanz, zwischen Freud und Leid. Warum das so ist, lässt sich anhand einiger Analogien zwischen Freundschaft und Marathon aufzeigen:

1. Etwas dafür tun…
Kein Marathonläufer wird starten, ohne vorher dafür trainiert zu haben. Ob die langfristige Vorbereitung auf den ersten Lauf oder das kontinuierliche Training zwischen verschiedenen Wettkämpfen – beides beansprucht Zeit. Diese sollten wir uns unbedingt auch für unsere Freundschaften nehmen. Manchmal reicht schon eine SMS, eine Email oder ein kurzes Telefonat, um dem anderen zu signalisieren: Ich bin da (für dich)! So wie wir bei einem Marathon die Taktik den Gegebenheiten (Strecke, Wetterbedingungen, Leistungsstand) anpassen müssen, ist es auch bei Freundschaften immer eine Frage der jeweiligen Situation, wie intensiv wir uns austauschen und was wir dafür tun…

2. Erfahrung einbringen…
Manchmal gehen gerade unerfahrene Marathonläufer die Strecke zu schnell an. In bester Absicht und im Wissen um die eigene Kraft und Stärke, verausgaben sie sich soweit, dass sie schon weit oder unmittelbar vor dem Ziel aufgeben müssen. Gleiches geschieht auch bei Freundschaften allzu häufig: Am Anfang vergeht oft kaum ein Tag, an dem wir uns nicht sehen oder zumindest voneinander hören. Alles wollen wir dem Freund mitteilen und von ihm erfahren. Oft ist der eine dann schon sauer, wenn auf die Rückrufbitte nicht gleich reagiert wird. Ein solch enger Kontakt lässt sich meist nicht lange aufrechterhalten. Dafür haben wir im Leben zu viele andere Verpflichtungen. Damit wir den richtigen Mittelweg zwischen Nähe und Distanz gemeinsam finden, müssen wir unsere Erfahrung einbringen…

3. Durchhalten…
Marathonläufer haben gelernt, auch in schwierigen Situationen, wenn die Beine lange schon aufgeben wollen, nach unzähligen Kilometern ein letzter steiler Anstieg bevorsteht, ihnen Wind und Regen ins Gesicht peitschen, durchzuhalten. Eiserne Disziplin ist dafür ebenso notwendig wie die Umsetzung dessen, was man lange Zeit davor immer wieder trainiert hat. Probleme wird es auch in Freundschaften immer wieder geben: Ob Familie oder Beziehung besondere Ansprüche stellen, ein Umzug oder Wechsel des Arbeitplatzes ansteht, ein Unfall oder eine schwere Krankheit die Freundschaft herausfordern – gerade hier zeigt es sich, ob wir wirklich bereit sind, durchzuhalten…

4. Den Ausgleich schaffen…
Für Außenstehende ist es manchmal kaum nachvollziehbar, wie viele Strapazen und Trainingseinheiten Marathonläufer auf sich nehmen, nur um sich drei bis vier Stunden zu quälen oder vielleicht ein paar Minuten schneller zu sein als beim letzten Lauf. Doch für Viele stellt der Sport, in welcher Form auch immer, ei-nen idealen Ausgleich zum stressigen Beruf dar. Auch Freundschaften können hierbei eine wichtige Rolle spielen: Ob Stress in der Familie oder im Business – Freunde hören einem einfach nur zu, sind für uns da und unterstützen uns in unseren Entscheidungen. Allerdings sollte sich diese Unterstützung möglichst die Waage halten. Wenn immer nur einer gibt – Zeit, Energie und Ideen, werden wir langfristig in keiner Hinsicht den Ausgleich schaffen…

5. Eine Verpflichtung eingehen…
Trainieren wir in einem Lauftreff, ist es eine Selbstverständlichkeit, zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt zu sein. Auch in Freundschaften geht es darum, verlässlich miteinander umzugehen. Zusagen einhalten, zuverlässig sein und bleiben ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für langfristige Freundschaften. Ist uns der andere Mensch wichtig, wird es keine allzu große Herausforderung sein, diese Verpflichtung einzugehen…

Alle Jahre wieder… bietet der Internationale Tag der Freundschaft am 31. Juli die Gelegenheit, über das eigene Dasein als Freund und die Freundschaft im Allgemeinen nachzudenken: Was tue ich, um ein guter Freund zu sein? Auf welche Freunde kann ich mich wirklich verlassen? Freundschaften sind, neben der Familie, das wichtigste Beziehungsgeflecht im Leben jedes Menschen. Grund genug also, neben all den Social Media Plattformen, die wahre Freundschaft auch im echten Leben wieder einmal intensiv zu pflegen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei und unzählige glückliche Momente der Freundschaft!

Mehr über den Autor unter www.b-wirkt.de

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Profil einer Führungskraft!

 ●  Netcoo Redaktion

In den letzten Jahren habe ich eine Menge Menschen kennen gelernt, die mir erzählt haben, viele Leute zu sponsern sei nicht gut, weil man sich dann ja nicht um alle kümmern könne. Hier liegt der Grund, warum man eine gut funktionierende Infrastruktur braucht. Sie hat genau den Sinn, den wachsenden Arbeitsanfall „aufzufangen“. Bemerkenswert dabei ist, dass keiner dieser Experten, die eine solche Meinung vertreten, bis heute richtig vorangekommen ist - viele sind schon gar nicht mehr im Geschäft. Die Breite Ihrer Firstline bringt Ihnen das Geld, logischerweise entwickelt sich dadurch automatisch eine größere Downline in die Tiefe, welche Ihnen dann Stabilität in Ihre Organisation bringt. Breite bringt das Geld, Tiefe die Stabilität (und ebenfalls Geld). Wir haben ja durch die Quote gelernt, dass nicht jeder das große Geschäft machen kann. Was sind nun die Gründe dafür, dass manche nicht im Network zurechtkommen? Network Marketing ist kein Patentrezept, um möglichst schnell sehr reich zu werden! Vielmehr sind Ausdauer, Engagement und harte Arbeit erforderlich, um profitable große Organisationen aufzubauen. Auch wenn Ihre Anfangsinvestitionen manchmal ein paar hundert Euro nicht übersteigen, sollten Sie Ihr Geschäft nicht wie ein Spiel nebenbei auffassen, sondern es genauso ernst nehmen, als ob Sie zum Beispiel eine halbe Million in ein Franchiseunternehmen investiert hätten. Es gibt eine Reihe von Gründen, warum viele Networker zu rasch aufgeben: Sie ... ... besitzen oder entwickeln kein Durchhaltevermögen, ... arbeiten nicht kontinuierlich, sondern unregelmäßig, ... haben keine schriftlichen Ziele formuliert, ... lassen andere Menschen für sich entscheiden, ... benutzen oder kennen ihre Produkte zuwenig, ... bilden sich nicht zum Thema Network Marketing weiter, ... erstellen keine schriftliche Namensliste, ... gehen nicht von sich aus auf mögliche Interessenten zu, ... nehmen ein Nein persönlich, ... besitzen kein wirkungsvolles Konzept für Präsentationen, ... lassen sich von Einwänden verunsichern, ... stellen schon wegen kleiner Probleme ihr gesamtes Geschäft in Frage, ... wenden keine oder nur wenige Marketingtechniken an, ... vernachlässigen die Pflege ihres Kundenstammes, ... sind egoistisch und am Erfolg ihrer Mitarbeiter nicht interessiert, ... sind faul und wollen nur ihre Downline für sich arbeiten lassen, ... trainieren ihre Geschäftspartner nicht oder nur unzureichend, ... sind selbst kein Vorbild für ihre Mitarbeiter, ... beziehen ihre Upline nicht in ihre Geschäftsentwicklung ein, ... beachten die Ratschläge oder Erfahrungen anderer erfolgreicher Network Mitarbeiter nicht, ... sind schlecht erreichbar, weil sie kein Telefon, Fax oder Anrufbeantworter besitzen, ... sind unorganisiert und teilen ihre Zeit schlecht ein, ... konzentrieren sich auf Nebensächlichkeiten statt auf Kunden- und Mitarbeitersuche, ... besitzen eine unprofessionelle äußere Erscheinung, ... machen alle außer sich selbst für Misserfolge verantwortlich. Stellen Sie sicher, dass keiner dieser Punkte auf Sie zutrifft. Anhand dieser Liste können Sie Ihre eigenen Schwachpunkte wie auch die anderer feststellen. Nun zu Ihrer Firstline: Sie steht in direktem Zusammenhang mit den magischen ersten 90 Tagen und dem ersten Jahr im Network. Ich persönlich wende gerne meine Komprimierungs-Methode an. Ich versuche dann einfach das, was andere in einem Jahr machen, in den ersten drei Monaten zu machen. Die Anzahl der Personen, die Sie in den ersten 90 Tagen sponsern, kann der Grundstein Ihrer Organisation sein. Konzentrieren Sie sich darauf, in den ersten 90 Tagen mit allen Methoden, die Ihnen zur Verfügung stehen, neue Geschäftspartner zu finden. Sponsern Sie nach Plan mit dem Ziel, 200 Berater im ersten Jahr zu haben. Dies bedeutet ungefähr 16 Berater pro Monat, vier pro Woche, also jeden zweiten Tag einen neuen Berater zu finden. Das ist doch machbar, oder? Allerdings nur, wenn Sie als Hauptberufler tätig werden. Was ich machte, war, meine Ziele sehr hoch zu stecken: Ich sponserte bis zu fünf Berater an einem Tag und dies innerhalb der ersten drei Monate. Wichtig sind, der Support und die „Pflege“ der neuen Partner. Diese haben in den ersten zwei Wochen „Welpenschutz“, da dürfen einen Tag und Nacht in Anspruch nehmen. Verlangen Sie nie Perfektion von Ihren „Neueinsteigern“. Jeder neue Partner ist der wichtigste „Bestandteil“ einer wachsenden Organisation. Respektieren Sie das immer. In der virtuellen Welt, wie sie sich um uns bildet, nennt man die Menschen, die sich einer Community (Gesellschaft) anschließen, „Newbie“ (frei übersetzt: neu sein), und sie werden immer bevorzugt gefördert. Auch wir arbeiten intern mit unserem speziellen Einsteiger-Programm, dem Taschenkonzept. Wenn ein Berater länger als drei Monate in Ihrer Organisation ist, dann ist die erste Hürde geschafft. Bis zu diesem Zeitpunkt scheitern die meisten, weil sie falsch eingeschätzt haben, was auf sie zukommt. Es ist wie ein Nebel, der sie umgibt: Wenn man erst nur in ihn hineinsieht, erkennt man vielleicht die nächsten fünf Meter. Aber wenn man sich hineinbewegt, sieht man die folgenden fünf Meter, und irgendwann hat sich auch der größte Nebel aufgelöst! Also: Geduld ist angesagt, das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht. Ich werde mich hüten, hier etwas aufzuschreiben, was Ihrer Organisation schaden könnte, ihr Wachstum bremst, geschweige denn, nicht der Wahrheit entspricht! Können Sie sich vorstellen, einen Berater pro Monat zu sponsern? Einen pro Monat, überlegen Sie, das ist doch machbar, oder? Glauben Sie, es ist möglich, diesen einen zu trainieren, damit er genauso eine Rakete wird wie Sie? Also rechnen wir mal: Was glauben Sie nun, wie viele Personen Sie und alle Ihre neuen Partner sind, wenn Sie dieses System zwölf Monate durchziehen? 50 Partner? 100? 200? Schätzen Sie einmal spontan. Wie lautet Ihre Zahl? Ich schätze mal 40. Vielleicht 400? 4096 Partner sind es geworden! Mehr als Sie gedacht haben, nicht wahr? Denken Sie immer daran, die Zahlen sind auf unserer Seite! Wo kommen all die Partner her? Ganz einfach: Duplikation und Multiplikation sind die Zauberwörter. Davon lebt das ganze Geschäft. Hier die „Beweisführung“: 4+4 = 8 8+8 = 16 16+16=32 32+32=64 64+64=128 128+128=256 256+256=512 512+512=1024 1024+1024=2048 2048+2048=4096 Mathematik, ganz einfach, werden Sie denken, aber leider läuft es nicht immer so ab! Ein so lineares Wachstum ist sehr selten, irgendwann kommt es aber immer richtig hin. Ein paar Berater werden nämlich mehr als nur eine Person sponsern, dann stimmt die Rechung so nicht mehr, andere dagegen tun gar nichts - so gleicht sich alles wieder aus. Diese Kraft der Duplikation treibt unser Geschäft in Bereiche, die andere nie erreichen können. Sie ist der Schlüssel zu großem Einkommen. John Paul Getty, einer der großen Industriellen unserer Zeit, sagte so treffend: „Ich verdiene lieber ein Prozent von der Arbeitskraft von 100 Personen als 100 Prozent von meiner eigenen.“ An Hand der Duplikation sind auch Sie in der Lage, die ersten Schritte zu tun und die Infrastrukturen für sich zu nutzen.

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Direktvertrieb oder Network Marketing?

 ●  Netcoo Redaktion

Der Mix macht’s! - Jeder könnte vom anderen lernen! Direktvertrieb oder Network Marketing? Das ist an sich schon eine sehr provokante Frage, denn die Philosophien sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich. Fangen wir doch einmal damit an, die Network Marketing Unternehmen aus der Sicht der klassischen Direktvertriebsunternehmen zu betrachten. „Wenn bei uns jemand das Wort Network Marketing nur in den Mund nimmt, bekommen unsere Vorstände schon einen Herzinfarkt“, so die Aussage eines hochrangigen Mitglieds der klassischen Direktvertriebsindustrie. „Networker – das sind doch die Wilden, die mit Ferraris und Rolex Uhren locken, bei denen fängst Du heute an und bist morgen schon Millionär“, so eine andere Aussage. Diese und andere Worte hört man vielfach von Mitgliedern der klassischen Direktvertriebsindustrie. Und die Betrachtungsweise der Network Marketing Unternehmen im Hinblick auf den klassischen Direktvertrieb ist auch nicht viel besser. „Das sind doch nur Verkäufer, die kann man nicht zur Rekrutierung gebrauchen“, so die Meinung eines Verbandsmitglieds aus dem Network Marketing. Oder noch besser: „ Keine Frau im Kreißsaal hat je einen Verkäufer geboren.“ Und „Verkaufen ist nicht duplizierbar – nur ein System, wo der brennende Wunsch sein Leben zu verändern im Vordergrund steht, ist duplizierbar.“ Aussagen eines bekannten amerikanischen Network Trainers. Beide Seiten arbeiten mit emotionalen und mit Vorurteilen behafteten Statements. Fakt ist, dass beide Systeme ihre Vor- und Nachteile haben! Vorteile klassischer Direktvertrieb: Für das Unternehmen: Mehr verkaufs- und kundenorientiert, die Umsätze pro Berater pro Monat liegen erheblich über den Umsätzen pro Berater pro Monat im Network Marketing. Das bedeutet weniger Administration, weil weniger Vertriebspartner zu verwalten sind, damit geringere Kosten im Fixkostenbereich. Höhere Anzahl von Kunden pro Vertriebspartner. Chance: Bei direkt nachfolgenden Kundenkontakten kann eine starke Kundenbindung erreicht werden. Merke: Der Kunde ist treuer als der Vertriebspartner. Stabileres Wachstum. Das Image des klassischen Direktvertriebs ist besser als das Image des Network Marketing. Für die Vertriebspartner: In der Regel gute Einarbeitung und ausführliche Produkt- und Verkaufstrainings. Relativ schnelle Einkünfte durch einfache Empfehlungsverkäufe (aus Überzeugung wird Begeisterung). Durch besseres Image des Direktvertriebs höhere Akzeptanz beim Kunden. Für das Unternehmen: Bessere Möglichkeiten schneller mehr Vertriebspartner zu generieren. Das bedeutet, größere Auswahl an geeigneten Vertriebspartnern zu haben. Hohe Anzahl Vertriebspartner pro Vertriebspartner. Schnelleres Wachstum von Vertriebspartnern. Für die Vertriebspartner: Hohe Anreize im Vergütungsplan zur Rekrutierung neuer Vertriebspartner. Prozentual höhere Provisionen. Schnelle Einkünfte aus Strukturprovisionen. Nachteile klassischer Direktvertrieb: Für das Unternehmen: Vergütungspläne bieten wenig Anreize zur Rekrutierung. Höhere Kosten für Produkt- und Verkaufstrainings. Relativ langsames Wachstum durch geringere Anzahl Vertriebspartner. Für die Vertriebspartner: Geringere prozentuale Provisionen. Wenig Anreize zur Rekrutierung. Höhere Wettbewerbssituation der Vertriebspartner vor Ort. Nachteile Network Marketing: Für das Unternehmen: Kein positives Image in der Öffentlichkeit und beim Kunden. Höhere Administrationskosten durch höhere Anzahl Vertriebspartner. Bei schnellem Wachstum möglicherweise Engpässe bei der Liquidität. Für die Vertriebspartner: Kein positives Image in der Öffentlichkeit und beim Kunden. Training und Betreuung durch Unternehmen eher nachrangig. Zu viel Visionen, zu wenig Fakten. Diese Aufstellung ist sicher nicht vollständig, zeigt aber einige sehr wichtige Merkmale, wie sich die Philosophien unterscheiden. Die Grundproblematik besteht jedoch darin, dass beide Seiten Vorurteile haben und zu wenig über den Anderen wissen! Hinzu kommt ein anderes Problem und das sind amerikanische Network Unternehmen, die erst in letzter Zeit auf den Deutschen Markt gekommen sind oder noch kommen. Diese Unternehmen haben noch zu geringe internationale Erfahrungen und glauben, was in Amerika geht, funktioniert auch in Europa oder in Deutschland. Es gab vor einiger Zeit einen internationalen Kongress von europäischen Anwälten des Direktvertriebs in Amsterdam. Dieser Kongress war initiiert von einem bekannten amerikanischen Unternehmensberater im Network Marketing. Dieser sehr erfahrene Berater leitete den Kongress mit den Worten ein: „Das erste, was amerikanische Network Marketing Unternehmen in Europa lernen müssen, ist, dass Europa oder einzelne europäische Länder nicht weitere Bundesstaaten der USA sind und dass wir uns nicht benehmen dürfen wie die Cowboys!“ Die Vergangenheit zeigt, dass das einige beherzigt haben, aber andere eben nicht. Amerikanische Network Unternehmen haben sicher sehr viel Know-how nach Europa und speziell Deutschland gebracht, waren aber auch am schlechten Image des Network Marketing nicht unerheblich beteiligt. 1984 geschah der Supergau, als ein amerikanisches Network Marketing Unternehmen, Mitglied im damaligen Arbeitskreis „Gut beraten, zu Hause gekauft“, einen dramatischen Umsatzrückgang wegen sehr negativer Presseberichte hinnehmen musste. Aber ein Supergau nicht nur für dieses Unternehmen, sondern für die ganze Industrie. Der Imageschaden in der Öffentlichkeit war erheblich für den gesamten Direktvertrieb und das Unternehmen wurde aus dem „Arbeitskreis gut beraten, zu Hause gekauft“ ausgeschlossen. Die Nachwirkungen sind noch heute zu spüren und sicher auch ein Grund dafür, dass wir heute in Deutschland zwei Verbände für Direktvertriebsunternehmen haben. Der Wahrheit zuliebe sei aber hier auch auf den „Panschskandal“ eines klassischen Direktvertriebsunternehmens aus dem Jahre 1985 hingewiesen, der ebenfalls sehr viel Staub in der Öffentlichkeit aufgewirbelt hat. Wie dem auch sei – die Vergangenheit hilft uns jetzt nicht weiter. Wichtig wäre es, daraus zu lernen und ein vernünftiges Image für die gesamte Direktvertriebsindustrie zu schaffen. Merke: Der Kunde kennt nicht den Unterschied zwischen Network Marketing und klassischem Direktvertrieb. Deshalb sei auch an dieser Stelle vermerkt, dass der Imageaufbau allein für den klassischen Direktvertrieb oder allein für Network Marketing nicht funktioniert! Es geht nur gemeinsam!!! Natürlich sind die Fronten zwischen den beiden Verbänden verhärtet, aber wenn jeder für sich allein kämpft, ist es ein Kampf gegen Windmühlen. Und – liebe Unternehmen und liebe Verbände – diese Animositäten werden auch auf der nächsten Ebene, bei den Vertriebspartnern, ausgetragen, nur viel emotionaler und, wegen weniger Informationen, viel ausführlicher. Unternehmen des klassischen Direktvertriebs fühlen sich oft als die Bewahrer der echten Werte des Direktvertriebs und Network Marketing Unternehmen oft als die modernen, avantgardistischen Vertreter des Direktvertriebs. Jede Seite hat Ihre Erfahrungen gemacht und wie sagte ein bekannter Anwalt des Direktvertriebs: „Die klassischen Direktvertriebsunternehmen haben ihre Flegeljahre schon hinter sich.“ Das wäre doch ein konkreter Ansatz, sich einmal zusammenzusetzen und ein wenig auf Verbandsebene miteinander zu plaudern. Nach dem Motto: „Wer miteinander redet, schießt nicht auf den anderen.“ VISION: So könnte der Gesprächsanfang aussehen! Herr B zu Herrn A: „Lieber Herr A, wir sind uns sicher einig, dass wir uns in den letzten Jahren nicht einig waren.“ Herr A zu Herrn B: „Schön, dass wir unser Gespräch mit einer Gemeinsamkeit beginnen können.“ Allein die gemeinsame Betrachtungsweise, dass es eine absolute Schwächung der gesamten Direktvertriebsindustrie ist in Deutschland zwei Interessenvertretungen zu haben, wäre ein Ansatz für ein Gespräch und eine Stärkung für alle Unternehmen und ihre Vertriebspartner. Wenn dann noch ein Erfahrungsaustausch handwerklicher Art hinzukäme, dass jeder vom anderen ein wenig lernen könnte, die Synergieeffekte würden zur Umsatzsteigerung und zu höherer Motivation aller beitragen. Wichtig ist eine Initialzündung, damit ein Gespräch in Gang kommt. Wenn es nicht von offizieller Seite ausgeht, gibt es sicher auch „Brückenbauer“, die dazu bereit wären und über die notwendige Sachkenntnis verfügen, ein Gespräch in Gang zu setzen. Wie sagte Seneca: „Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ Es sagte aber auch Arnold Bergsträsser, Kulturhistoriker und Soziologe: „Wir leben nicht im Zeitalter der Strände, sondern der Verbände.“

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Vorsicht vor den „Haien“ der Branche Teil 2!

 ●  Netcoo Redaktion

Die Liste lässt sich hinsichtlich der Schlagworte in allen Variationen kombinieren, man könnte es schon fast als Sprachschatz eines Haies betrachten. Es sind aber nur rhetorische Faseleinen und hinterlistige Wortaneinanderreihungen, die Sie negativ beeinflussen sollen - also vergessen Sie das alles getrost! Man muss außerdem eins wissen über solche Methoden: Wenn man zuhört, wird man abgelenkt. Und das ist der Sinn. Also: nie informieren lassen oder sonstige Treffen wahrnehmen. Die sollen da bleiben, wo der Pfeffer wächst! Beherzigen Sie diesen Rat, auch wenn es schwer fällt. Es ist nicht Ihre Aufgabe oder Verpflichtung, sich das anzuhören. Und womöglich werden Sie, ohne es zu wissen, als Kandidat angepriesen, der auf die Geschäftspräsentation kommt - schon werden Sie vermarktet, und Ihr Ruf ist ruiniert!


Die Strategie, die dahinter steckt, ist sehr einfach. Der Hai versucht, drei wichtige Kernbereiche schlechtzumachen: Firma, Produkte und Führungskräfte. Er versucht, den Glauben an diese Dinge zu zerstören, um dann die neue Wunderlösung, die neue Firma „Reich ohne Arbeit“, als die Lösung anzubieten. Also schnappt man sich die Organisation von zwei Seiten: Man versucht den Kopf nervös zu machen, indem man anfängt in seiner Downline zu wildern. Wenn der interne Hai jetzt dem externen hilft, weiß dieser genau, wo verwundbare Berater sein könnten. Er legt es darauf an, der Führungskraft Berater aus der Downline abzuziehen und sie zu einem Wechsel zu animieren. Gleichzeitig beginnt der Räuber, in der Tiefe der Organisation Leute abzuwerben, um sich langsam zur Upline hochzuarbeiten.

In der Regel trauen sich irgendwann Berater und Führungskraft nicht mehr über den Weg. Jeden Tag folgt eine weitere „Schreckensmeldung“ unseres Hais, wer noch die Firma verlassen hat oder wahrscheinlich gehen wird. Schließlich ist ein Pegel erreicht, an dem der Umsatz anfängt zu sinken, weil alle mit der Abwehr der „feindlichen Übernahme“ beschäftigt sind, anstatt sich um den Aufbau der Organisation und um die Gewinnung neuer Kunden zu bemühen.

Und das ist das Ziel! Dann kommt der Hai wieder und sagt: „Siehst du, ich hab es dir doch gesagt - die Firma fällt zusammen.“ Jetzt denkt jeder nur noch daran, so schnell wie möglich die Vertriebspartner - egal, ob eigene oder von der Side- oder Upline - anzurufen, damit man in diesem Ausnahmezustand soviel für sich rettet, wie man nur kann. Neupositionierung scheint das Schlüsselwort zu sein, Regeln werden außer Kraft gesetzt und die Ethik über den Haufen geworfen.

Widerstand mögen Haie nicht - also wehren Sie sich!

„Hauptsache, alle sind jetzt unter mir!“ Das ist die Traumvorstellung eines Haies vom Ablauf einer Abwerbeaktion. Das ist zwar schon passiert, aber es ist zum Glück sehr selten. Denn die Realität sieht ein bisschen anderes aus. Der Hai hofft auf schwache Gegenwehr, weil sein Ziel meist uninformierte Partner sind, die sich noch einschüchtern lassen. Widerstand mag er überhaupt nicht - und den muss man ihm geben. Nicht ablenken lassen ist die Devise.

Nicht wie Wildgewordene Hühner den ganzen Tag Krisenstimmung verbreiten und die letzten Berater verunsichern, die bis jetzt nichts mitbekommen haben - und die es eigentlich auch nicht interessiert.

Wenn man die Branche beobachtet, weiß man, wer die Haie sind - es sind immer die gleichen. Normalerweise müssten alle wissen, dass es langfristig nicht funktioniert, sich auf diese Weise Vertriebe aufzubauen. Der Wechselvirus ist drin, und mit den „abgeschraubten“ Network-Junkies lässt sich keine stabile Organisation für die Zukunft aufbauen. Eins ist nämlich sicher: Früher oder später wird aus jedem Jäger auch ein Gejagter, weil seine Partner genau das gleiche machen werden wie er und einen Firmenwechsel anstreben, wenn es einen scheinbaren Vorteil für sie gibt. Und dann greifen sie „Papa-Hai“ als ersten an! Haie greifen sich zudem gerne auch untereinander an, ihr Ego zwingt sie dazu.
So richtig glücklich und langfristig saniert hat sich noch keiner dieser Raubfische, und das ist der Grund, weswegen sie immer wieder anfangen zu wechseln: Sie haben ihr Leben - vor allem das Finanzielle - nicht unter Kontrolle.

Nicht alles Geld, was reinkommt, gehört einem. Da gibt es eine Institution namens Finanzamt, die immer ihr Geld haben will. Dort wird der größte Hai zum Frühstück verspeist, denn da sitzen die wahren Herrscher unserer „Meere“. Große Sprüche zählen hier nicht. Und noch eins: Haie sind selbst der beste Beweis dafür, dass ihre Masche nicht funktioniert. Sie müssten doch logischerweise aussterben, weil sie reich bis zum Abwinken geworden sind, wenn sie ihr schnelles Geld gemacht haben, das bis ans Lebensende reichen sollte!

Schließlich erkennen Sie diese Spezies daran, dass Loyalität ihr ein Fremdwort ist. Profi-Networker stehen ihrer Firma auch in Zeiten, in denen es ihr nicht so gut geht, zur Seite und wechseln nicht. Das Gefühl, oben zu sein, ist schön! Aber das Leben ist in Zyklen unterteilt mit Hochs und Tiefs, wie auch Frühling, Sommer, Herbst und Winter immer einen gleichen Rhythmus haben. Ein Unternehmen gerät leichter in ein Tief, als viele es sich vorstellen. Da muss nur die EDV so richtig mit „Kawumm“ ausfallen. Oder die Expansion ist so stark, dass die Firma nicht hinterherkommt. Das Unternehmen kann auch neu im Land sein, der Innendienst wird noch eingearbeitet und macht daher Fehler. Es sind meist Kleinigkeiten, weil man Perfektion erwartet, wo keine sein kann.

Der Profi weiß: Das fängt sich alles, man muss der Sache nur Zeit geben. Der Amateur und Laie hingegen fängt an zu zappeln und wird nervös. Was kaum einer weiß: Fast alle Firmen kriegen am Anfang nichts geregelt, und wenn doch, liegt es daran, dass sie kein Wachstum haben. Aber eine Network-Company, die exponentiales Momentum annimmt, die hinterlässt schon beim Anfahren einen richtigen Streifen Gummi auf der Straße, da schliddert es heftig - aber es geht nach vorne! Also, der Profitip lautet, immer bei der Firma zu bleiben - woanders ist das Gras auch nicht grüner. So schnell kriegt man ein gutes Network-Unternehmen mit guten Führungskräften nicht in die Knie gezwungen. Ich weiß, dass es Situationen gibt, in denen man sich fragt, ob das alles so richtig ist. Aber solange es die Company gibt, ist erstmal alles in Ordnung.

Wenn es passieren sollte, dass Ihre Firma „schlappmacht“, dann ist es keine Schande, sich eine neue zu suchen. Natürlich können Sie das Unternehmen auch wechseln, wenn es noch existiert. Doch ab einer bestimmten Größe des Unternehmens sollte man es tunlichst lassen, die Glaubwürdigkeit sinkt rapide. Außerdem sind die meisten Wechsel schiefgegangen, auch bei „Profiwechslern“. Viele denken zwar, die Branche wäre unüberschaubar.

Aber ich sage Ihnen, ich weiß von jedem Pieps, der in der Branche gemacht wird, wer wo wieder am Basteln ist und was sich tut. Die „Pappnasen“ fallen immer wieder auf, und man warnt sich untereinander!

Nun aber zurück zu den Abwehrmaßnahmen. Kann man überhaupt etwas gegen Hai-Attacken tun? Na klar, überhaupt kein Problem. Der erste Grundsatz lautet: Ruhig bleiben - es wird nie so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Die meisten Abwerbeversuche kommen per Telefon, daher hier mein Leitfaden gegen Abwerbeanrufe.

Wie gehe ich professionell und schnell mit Abwerbeanrufen um?

Haltet Sie sich kurz, und sagen Sie beispielsweise: „Super, dass du nichts anderes zu tun hast, als bestehende Vertriebspartner abzuwerben. Such dir auf dem Markt deine eigenen neuen Partner! Oder bist du zu dumm, eigene zu finden, und darauf angewiesen, andere abzuwerben?“ Seien Sie ruhig energisch dabei. Schließlich ist es eine Unverschämtheit, Sie mit solchen Anrufen zu belästigen.
Wenn es ein Kollege Ihrer eigenen Firma ist, fragen Sie ihn genau nach seinem Namen (am besten buchstabieren lassen, eventuell soll er seine ID-Nummer hinterlassen), „dann brauchen wir nicht so lange im Computer suchen, um dich zu finden, deinen Scheck sperren zu lassen und dir europaweites Meetingverbot zu erteilen“.

Erfreuen Sie sich dann an dem Geräusper und Geschlucke am Telefon, wünschen Sie ihm einen schönen Tag und viel Glück - denn das wird er ab dem Zeitpunkt brauchen -, hängen den Hörer ein und sagen sich, was für ein schöner Tag! Diskutieren Sie nicht mit ihm, wenn er lästig wird, hängen Sie einfach ein. Schicken Sie Ihrer Firma ein Fax mit Namen, Tag und Uhrzeit des Kontaktes und der Art des Gespräches - und dann geht alles seinen Weg.

Wenn es jemand ist, dem Sie nicht so „auf den Schlips treten“ wollen, gibt es noch die galante Lösung, zu sagen: „Hallo, ich habe ein Gespräch auf der anderen Leitung und muss gleich raus, lass´ uns nächste Woche telefonieren.“ Wenn er es dann nicht kapiert, wenden Sie Version eins an. Wichtig für Führungskräfte und Berater einer betroffenen Organisation ist es, zusammenzuhalten und sich nicht von seinem Weg abbringen zu lassen. Wenn einer geht, na und? Wenn sich jemand verabschiedet, ist das zwar nicht so schön, andererseits ist aber wieder ein „Mitbewerber“ weg.

Der Markt wird größer für diejenigen, die weitermachen, das heißt also auch mehr Markt für einen selbst. Außerdem gibt es auf diese Weise eine gewisse selbstreinigende Wirkung der Vertriebsorganisationen, die gar nicht mal schlecht ist. Schade ist es nur um die netten Partner, die von dem Hai geblendet werden durch die Superlative, die ungeheuren Möglichkeiten. Diejenigen, die darauf nicht reinfallen, werden immer die Gewinner sein.

Im Übrigen halten viele dieser Wechselspielchen nicht lange an, drei Monate bis maximal ein Jahr. Dann fällt die „ach so tolle“ Firma mit ihren heroischen Feldherren wieder zusammen wie ein Kartenhaus, und viele der dort Gestrandeten wünschen sich, die alte Firma nie verlassen zu haben.

Dort sind sie aber meist wegen ihrer Anwerbemaßnahmen längst aus dem Computersystem gestrichen oder auf „Hold“ gesetzt worden. So haben manche schon Millionen in den Sand gesetzt. Ein hoher Preis, denn man fängt überall wieder unten an und weiß nicht, ob die neue Firma ihre Versprechen hält. Man muss erneut seine Organisationen aufbauen und hoffen, dass die abgeworbenen Vertriebspartner nicht wieder der Wanderlust verfallen und die Neuaufgebauten mitnehmen im „Wanderzirkus der verlorenen Networker“.

Ich halte bei so einem Ereignis immer gerne die folgende kurze Geschichte parat: Viele der neuen Superhelden feiern sich nach solchen Aktionen und sind im Siegestaumel nicht mehr Herr ihrer Sinne. Sie betrachten ihr neues Projekt als Luxusliner, auf dem man den ganzen Tag feiern kann und es sich gut leben lässt.

Wir dagegen, die wir unserer Firma treu geblieben sind - und die wird das nie vergessen -, stehen am Pier. Die vermeintlichen Sieger an Bord rufen uns zu, wir sollten doch auch auf diesen tollen Luxusliner kommen.

Gleich fährt er ab, und wer nicht mitkommt, ist selber schuld, diese Gelegenheit gibt es nur einmal. Wir aber bleiben am Pier stehen und lassen uns nicht von diesen Sirenen locken, denn unser Gefühl sagt, irgendetwas stimmt da nicht. Als der Luxusliner ablegt, winken wir brav den Superhelden hinterher.

Auf einmal, im Licht der untergehenden Sonne reflektiert, erscheint der Name am Heck des Schiffes. Wir trauen unseren Augen nicht, der Name ist - Titanic!

Alle großen Führungskräfte, die noch aktiv sind, können ein Liedchen singen von diesen Aktionen. Sie schlagen sich heute noch auf die Schenkel, dass sie immer bei den Unternehmen geblieben sind und gutes Geld verdienen, während unser Haifischlein von Firma zu Firma schwimmt, um nicht unterzugehen. Gleichzeitig amüsiert man sich, dass er immer noch Leute findet, die seinem Schmus glauben.

Aber das ist die Kunst des Haies, sich auch nach dem zehnten Unternehmenswechsel als das Opfer hinzustellen, dem man übel mitgespielt hat und das nun geläutert ist - bis zum nächsten Mal.

Zum Abschluss: Auch wenn Sie neu sind und noch nie zuvor Kontakt hatten mit Network Marketing, lassen Sie sich durch meine Ausführungen zu diesem Thema nicht erschrecken. Dies ist die einzige „Geißel“, die wir haben. Ich wollte es erwähnen, weil ich versprochen habe, offen zu sein. Außerdem: Sie kommt nicht oft vor und nur sehr selten so heftig wie beschrieben. Aber wenn es Ihnen mal passieren sollte, dann sind Sie gefeit und rennen nicht blind durch die Gegend. Denn das ist schon die „halbe Miete“: Der Hai gewinnt nur durch die Unerfahrenheit und Verwirrung der Leute, aufgeklärte Partner kann er nie gewinnen! Mit dieser Taktik können Sie schon alles im Keim ersticken.

Nun haben wir aus Ihnen einen professionellen Haijäger gemacht.

Den Zahn haben wir ihm gezogen!

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Vorsicht vor den „Haien“ der Branche Teil 1!

 ●  Netcoo Redaktion

Kennen Sie die schwarzen Schafe in unserer Branche? Ja, keine Frage, es gibt sie tatsächlich! Dieses Thema wird sehr oft und gern verdrängt, ich möchte Ihnen dennoch etwas dazu erzählen. Im Network Marketing (NM) nennt man diese Gattung von Beratern „Haie“. Es sind die gefährlichsten Menschen, die man in unserer Industrie treffen kann. Man erkennt sie nicht sofort, meistens erst dann, wenn es zu spät ist. Sie sind Meister im Blenden und Reden, und das macht sie so gefährlich. Eigentlich sind es nette Leute – so ähnlich wie die Menschen, die jahrelang neben einem leben und von denen man plötzlich durch die Zeitung erfährt, was für „böse Buben“ sie sind. „Dabei hat er doch immer so nett gegrüßt!“


Die Haie in der Network Marketing Branche sind gute Schauspieler und schlüpfen in die Rolle, die gerade angesagt ist. Dann gibt es noch die so genannten Piranhas, die kleinere Gattung, die sich immer in der Nähe von Haien aufhalten. Sie sind leichter zu erkennen. Man merkt aber sofort, dass mit diesen Personen etwas nicht stimmt! Haie halten sich friedlich innerhalb der eigenen Organisation, wie auch in den Sidelines, auf.

Doch aufgepasst! Haie gibt es intern und extern

Augen auf: Es gibt nämlich interne Haie, die sich in der eigenen Firma aufhalten und die externen, die sich außerhalb davon bewegen. Irgendwann verändert sich dieser interne Hai, weil er Blut riecht. Er riecht mit einem Mal fette Beute. Meist wacht er auf, wenn externe Artgenossen an seiner Firma knabbern. Oft ist die Angst vor Verlust der Grund, weshalb er sich auf die Seite des Angreifers schlägt. Offensichtlich ist er von seinen eigenen Fähigkeiten nicht so überzeugt. Und dann beginnt die Maschinerie zu laufen …

In der Regel sind aber schon einige Dinge im Vorfeld passiert. In unregelmäßigen Zyklen erscheinen neue Firmen, dubiose Glücksspiele (selten, aber es gibt sie immer noch) und andere zweifelhafte Konstruktionen in der Network Branche. Leider immer wieder. Eine vermeintlich neue, bessere Firma mit einem noch besseren Marketingplan und noch besseren Produkten kommt auf den Markt oder will bald starten.

Sie verspricht das „absolut schnelle Geld; die letzte Chance überhaupt, einfach Geld ohne viel Arbeit zu verdienen“. Es ist die „absolute, nie dagewesene Jahrhundert-Revolution im Vertrieb, die alles andere Lichtjahre hinter sich lässt. Das gibt es nie wieder.“ Um so „bekloppter“ ist, das es immer noch Menschen gibt, die auf solch einen Unsinn hereinfallen. Manchmal sogar tausende, die den Lemmingstrieb in sich spüren – um dann über die Klippe zu springen. Aber gut, auch die muss es anscheinend geben. Wenn sie sich dabei wohl fühlen …

Oft ist eine so genannte „unglaublich erfolgreiche“ Führungskraft, die ein „unglaubliches“ Einkommen mit einer „riesigen“ Vertriebsorganisation hatte, das Vorzeigeobjekt des neuen Projektes.

Wenn man diese „Lichtgestalt des nahenden Frühlings“ dann betrachtet, kommt nicht selten dabei heraus, dass da jemand seinen Höhenflug nicht verkraftet hat und sich für unbesiegbar hält, weil er irgendwann schon einmal scheinbar Erfolg gehabt hat. Meist sind es die, die solch einfache Gesetzmäßigkeiten wie „Einkommen von morgen sollte nicht heute schon ausgegeben werden“ nicht beachten.

Der Konsumwahnsinn setzt ein und schnell wird das Geld zum Fenster hinausgeworfen. Plötzlich sind alle böse zu einem und dann muss schnell eine neue „Eierlegende Wollmilchsau“ her. Denn der Zustand wurde ja nicht von der besagten Führungskraft herbeigeführt, sondern von der bösen Firma, der bösen Upline und den bösen Produkten. Alle haben versagt – nur die Führungskraft selbst natürlich nicht.

Wenn die Schuldigen gefunden sind, wird diese neue, unglaubliche Firma als der Heilbringer und das passende Mittel zum Zweck betrachtet. Was liegt in diesem Augenblick näher, als zu versuchen, Vertriebspartner anderer Unternehmen abzuwerben, sich zu rächen und es allen anderen zu zeigen? Es scheint der einfachere Weg zu sein – zunächst! Also fängt der „Hai“ an, die bestehenden Unternehmen zu sondieren, um herauszufinden, wo sich wie viele Leute befinden und wie die Lage dort aussieht.

Er hört sich um, ob es irgendwo unzufriedene Leute gibt (in jeder Firma gibt es unzufriedene Partner, auch hier kann man sich nicht gegen die Quote wehren). Hat eine Firma gerade irgendein Problem?

Der angehende Abwerber sucht sich leichte Beute. Fündig wird er häufig bei Führungskräften in der zweiten Linie, die noch nicht so erfahren oder durch verschiedene Umstände emotional nicht gerade in bester Stimmung sind und deshalb ein offenes Ohr haben.

Und da liegt der Hund begraben: Der erste, der zuhört, hat verloren. Der Hai findet das schwächste Glied in der Kette und beißt sich an ihm fest, weil es jetzt gilt, den ERSTEN aus der Firma herauszureißen, den er dem Rest wie eine Trophäe vor die Nase hält (dies erinnert an das Mittelalter, als die gepfählten Köpfe von Verrätern vor den Stadttoren aufgereiht wurden). Er hofft darauf, dass die anderen sich fürchterlich erschrecken, weil sie nie damit gerechnet hätten, dass gerade die Führungskraft X sich zu so etwas hinreißen lässt.

Dann zündet der Raubfisch Stufe zwei: Die Bude muss gestürmt werden, im Rummel liegt der Segen. Der Network Marketing Hai schürt Verwirrung und Unsicherheit, die Berater der Firma dürfen sich untereinander nicht mehr trauen. Der Unruhestifter fängt an, noch weitere, kleinere Berater mit Versprechungen und versteckten Drohungen unter Druck zu setzen und drischt die üblichen Phrasen der Augenwischerei:

• Die neuste und beste Firma aller Zeiten, am besten ist es, direkt von Anfang an dabei zu sein. (Genau dort liegt aber auch das größte Risiko, der Background ist viel wichtiger!)

• Du musst jetzt sofort einsteigen, bevor es zu spät ist. (Wieso zu spät? In ein gutes Network Marketing Geschäft kann man jederzeit einsteigen und es gibt eine Menge davon auf dem Markt!)

• Jetzt schnell einmal richtig viel Geld verdienen! (Schnell und viel – eine seltene und daher unglaubwürdige Kombination im Network Marketing!)

• Du musst ja nicht selbst einsteigen, nimm deine Frau (deinen Mann) und gib mir die Adressen und Listen die du hast – ich mach das alles für dich. (Weshalb hat er – wenn das Geschäft soooo toll ist – noch soviel Zeit, meine Kontakte abzuarbeiten? Hat er etwa keine eigenen? Es müssten doch tausende nur darauf warten, bei ihm einzusteigen!)

• Mach es als zweites Standbein – kriegt doch keiner mit. (Unsinn, es gibt keine erfolgreiche Führungskraft im Network, die in zwei Unternehmen an der Spitze steht! Zudem ist man unglaubwürdig, wenn man mit einem „Bauchladen“ rumläuft. Und schließlich wird keine Firma so ein Wechselspiel tolerieren!)

Auch die lockenden Superlative hat unser Hai im Repertoire:

• Es sind schon Leute dabei, die sind viel besser als wir und wenn die es machen, muss es ja gut sein. (Was interessiert uns, was andere machen? Wer weiß, was sie zu diesem Schritt bewegte?)

• Der war so erfolgreich bei der Firma X, wenn der das macht, muss da was dran sein … (Wenn er so toll wäre und soviel Geld verdiente, dann hätte er garantiert nicht gewechselt! Wer weiß, was dahinter steckt? Sie wissen es nun!)

• Mit dem Marketingplan kann man alle anderen Firmen vergessen, das ist die Revolution am Markt. (Ich denke bei Revolutionen auch immer an die vielen unschuldigen Toten, die so eine Revolution fordert …)

• Die Produkte verkaufen sich von ganz alleine, man muss nur noch das Geld in Empfang nehmen. (Das ist der heißeste Spruch von allen! Wenn ich den höre, bin ich im siebten Himmel: Er glaubt doch wohl selber nicht, dass ihm irgendjemand diesen Schwachsinn abnimmt! Vor allen Dingen wäre er – und wir auch – überflüssig. Wofür würden wir denn noch gebraucht?)

• Mann, das ist das Beste, was ich je gesehen habe! (Was ist denn das für eine Referenz? Auf dem Papier sieht immer alles gut aus, aber erst die Praxis zeigt die Tücken. Und vom Sehen und Lesen von Marketingplänen ist noch keiner satt geworden!)

• Wenn unsere Produkte erstmal kommen, dann geht es richtig los! (Erstmal zulassen, Markt eröffnen und dann weitersehen – Wer weiß, ob so eine Firma überhaupt auf den Markt kommt? Zugelassene Produkte sind das A und O im Network Marketing!)

Wenn das alles nichts nützt, gibt es noch die Strategie, Angst zu machen:

• Informiere dich, bevor deine Downline es tut, sonst kannst du bei ihr einsteigen.

• Wir haben schon x Mal gesagt: Wenn du nicht kommst, wird er deine ganze Organisation mitnehmen, besser also, du kommst auch mit - sonst ist alles weg.

• Deine Firma wird das nicht überleben und geht sowieso pleite. Wenn wir auf den Markt kommen, gibt es eure Firma nicht mehr lange.

• Deine Firma ist schon pleite, nur du weißt es noch nicht!

• Deine Firma läuft doch gar nicht, hab ich vor kurzem im Internet gelesen.

• Bei euch brechen doch alle Vertriebsstrukturen zusammen.

• Eure Führungskräfte sind alle pleite.

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Das Leben in einer Matrix!

 ●  Netcoo Redaktion

Die etwas andere Kolumne. Die Sichtweise des Willi Morant.
Wenn Sie vielleicht schon länger im Network Marketing tätig sind und Sie sich bereits mit Vergütungsplänen befasst haben, dann haben Sie sich vielleicht schon einmal die Frage gestellt: Warum wollen in den letzten Jahren irgendwie keine neuen Top-Verdiener entstehen? Und wenn, dann kommen überhaupt immer nur die gleichen Top-Verdiener ganz nach oben.


Tja, die Frage habe ich mir auch gestellt. Mittlerweile bin ich seit Jahren in dieser Branche beheimatet und habe in der Vergangenheit erfolgreich große Vertriebsorganisationen aufgebaut. Ich habe mich ausführlich mit unzähligen Vergütungsplänen auseinandergesetzt. Meine Antwort lautet daher wie folgt:


Wir (Networker) leben alle in einer Matrix...


Manche in einer offenen, manche in einer geschlossen.


Nun, am gefährlichsten sind Vergütungspläne als so genannte offene Matrix, denn hier erwartet man eigentlich gar nicht, dass der Vertriebsaufbau schwierig werden könnte. Sie sehen ja auch recht harmlos aus. Immer nach der Devise: „Finde drei Personen, die eine bestimmte Stufe erreichen und du kommst höher.“


So baut sich die unsichtbare Pyramide auf, immer tiefer, immer schneller. Aber wenn sich links unten in der Ecke einer nicht qualifiziert, dann kracht das ganze Gebilde schnell in sich zusammen.


Seien wir doch mal ehrlich: Wer kann schon in den ersten Monaten seiner Karriere wirklich drei „Superstars“ finden? Und die auch noch nebeneinander in einer Frontlinie.


Das ist schwierig. Bis Sie wirklich die drei zusammen haben, können manchmal Jahre vergehen. Aber wovon lebt man dann in der Zwischenzeit?


Ein Anfänger bzw. Neueinsteiger soll das also gleich schaffen können?


Darüber haben sich ja schon einige Leute Gedanken gemacht. Also wurden die Vergütungspläne immer wieder modifiziert. Deswegen gibt es ja auch die so genannten Binären Pläne. Also eine 2er-Matrix. Wobei die Erfahrungen der letzten Jahre und die Resultate auf dem Markt gezeigt haben, dass selbst zwei Vertriebsbeine zu viel sind. Sonst würden Binäre Pläne, wie in der Vergangenheit so häufig, nicht immer so kläglich kollabieren. Abgesehen davon, dass sie in den meisten Fällen keinen Abverkauf der Produkte (also: Not For Resale – nur zum Eigenverbrauch) zulassen – was wiederum ein anderes Problem ist.


Also liegt das Problem doch woanders.


Es liegt im Vergütungsplan selbst. Ja genau, Sie haben richtig gehört. Es liegt am Vergütungsplan, denn es gibt meines Wissens derzeit keinen Vergütungsplan, mit dem Sie mit nur einer gesponserten Person ganz nach oben kommen können. Ist das nicht eigentlich der „Spirit“ der Branche? Wenn du es selber nicht kannst, dann suche dir einen der es kann und partizipiere mit daran. Stellen Sie sich vor, Sie finden einen der Superstars, also jemand der richtig durchstartet im Geschäft, und Sie haben nichts davon oder nur sehr wenig. Dann, ja dann haben Sie ein Problem. Wenn ich weiß, dass ich davon nichts habe, warum soll ich dann weiter aufbauen? Dann sind doch der Traum und die Vision vom passiven Einkommen ganz weit weg. Der Traum gehört im Network Marketing dazu.


Die Amerikaner haben z. B. Träume. Der amerikanische Traum dürfte ja eigentlich jedem bekannt sein. Aber haben Sie schon mal vom deutschen Traum gehört?


Nein, wir Deutschen sind da ganz anders. Wir glauben noch an Wunder, das Fräulein-Wunder, das Wunder von Bern. „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn und dann werden tausend Märchen wahr“, hat Mann (Frau) mal gesungen, und so wundern wir uns heute noch.


Die deutschen Networker warten also auf ein Wunder. Das wird aber nicht passieren. Es ist ja auch kein Wunder, warum es so nicht funktioniert. Es ist einfach zu schwer. Zu geknebelt alles. Nicht Freiheit ist bei vielen Firmen angesagt, sondern Druck, Kontrolle, Einschränkung. Das kommt auch durch die Art der Vergütungspläne, die (in meinen Augen) eigentlich die Menschen mehr „quälen“ anstatt ihnen zu helfen.


Ich denke, ein Umdenkungsprozess ist angesagt. Verstehen Sie mich jetzt nicht falsch. Nicht, dass ein Plan alles von alleine machen sollte und keine Anforderungen an den Partner stellen darf. Der Plan muss einfach anders sein.


Das Lebenselixier von Network Marketing ist Umsatz, daran wird auch ein Networker gemessen. Die Matrix ist hier der absolut falsche Ansatz, denn in einer Matrix werden nur Positionen und Pyramiden gebaut.


Ein Beispiel: Es gab in den 90er Jahren ein Unternehmen (1) in Deutschland, welches diesen Traum hatte: Mit nur einer Person ganz viel Geld verdienen zu können. Das war ein Unternehmen aus Los Angeles. Dort sind in den neunziger Jahren Träume für viele in Deutschland wahr geworden. Am richtigen Ort zur richtigen Zeit, das war dort noch möglich.


Aber auch schon damals gab es eine US-Firma (2) die Wasserfilter verkaufte. Dieses Unternehmen hatte so ein Matrix-System, wo man also mit Positionserreichungen die Matrix auffüllen musste. Es stand sozusagen Freilandhaltung(1) gegen Käfighaltung (2).


Welches Unternehmen größer wurde, hat die (Network)-Geschichte gezeigt und damit hat sich auch die ganze Magie entfalten können. Freiheit ist einer der Schlüssel von Network Marketing.


Was lernen wir daraus? Vieles war früher gut – anders – und es war mehr Geld drin. OK, werden Sie sagen, die Zeiten haben sich geändert. Ganz gewiss, das sieht man ja. Aber dadurch werden viele Gesetzmäßigkeiten nicht ausgehebelt. Sie werden aber auch nicht beachtet.


Wenn Sie sich heute entscheiden könnten, ob Sie nach Umsatz bezahlt werden möchten oder nach dem, was Sie bezahlt bekommen, nur wenn Sie bestimmte Positionen und unter Ihnen Ihre Leute auch bestimmte Positionen erreicht haben und sich jeden Monat requalifizieren müssen. Nun, was würden Sie wählen?


Wissen Sie, wie viele Leute nicht einsteigen würden, wenn Sie vorher genau wüssten, wie die Auszahlungspläne funktionieren? Ist das vielleicht der Grund, warum viele dann eben nachher wieder aussteigen? Fluktuation also mal anders gesehen?


Es ist ein Geben und ein Nehmen. Die Freiheit ist das, was Networker suchen – aber sie werden in Schemata und Systeme eingepfercht, die eigentlich genau dem nicht entsprechen was Network ist. So wie ein Ertrinkender nach Luft schnappt? Oder ist Network wirklich so und es wird nur anders dargestellt?


Ist die Wahrheit, dass man am Anfang für dumm verkauft wird? Oder besser gesagt dumm gehalten? „Wer weiß das schon so genau?“ denken Sie vielleicht grade jetzt! Ich denke, dass ein Blick zurück auch ein Blick nach vorn sein kann. Denn aus der Vergangenheit lernen, heißt die Zukunft verstehen.


Überlegen Sie mal nur – Wie würde sich Ihr Einkommen, Ihre Beziehung zu Ihrem Marketingplan verändern, wenn Sie die offene Matrix aus dem System verbannen würden? Wäre vieles einfacher? Wahrscheinlich schon. Ich bin also gespannt, wie viele Firmen diesen großen Schritt wirklich machen würden. Es also zu vereinfachen, hoch zu kommen und den Traum wiederbeleben, mit nur einer Person ganz nach oben an die Spitze zu kommen. Aber will die Firma das überhaupt? „Unternehmen können mehr verdienen wenn sie verlieren, als wenn sie siegen.“ wurde einmal von einem weisen Networker gesagt!


Aber nur wer die Wahl hat, kann sich entscheiden. – Drum prüfe, wer sich bindet … – und das vorher.


Die beste Industrie der Welt erwartet Sie. Auch hier gibt es viele ungeschliffene Diamanten zu entdecken, aber auch hier heißt es „Augen auf und informieren“. Nicht alles was glänzt ist auch Gold.

Deswegen verlobt man sich ja auch, bevor man heiratet. Ich sehe Sie an der Spitze oder sehe ich Sie in der Matrix? Sie haben die freie Wahl.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 06-08. Hinweis: Die Meinung des Autors entspricht nicht immer der Meinung der Redaktion.

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Meine Downline und Ich!

 ●  Netcoo Redaktion

Meine Downline gehört nur mir, mir, mir ganz alleine…
Wem gehört deine Downline?
Meine Downline, deine Downline?
Deine Downline gehört mir!


Haben Sie manchmal das Gefühl, nicht ganz Herr Ihrer Downline zu sein?
Machen diese wuscheligen Kerlchen in Ihrer Organisation das „was sie wollen“ und gar nicht so „was SIE wollen“? Wem gehören eigentlich diese Downliner? Ist das ein Allgemeingut, gehören die mir, oder Allen? Muss ich die füttern? Pflegen? Wie halte ich die richtig und wann vermehren die sich endlich? Und warum überhaupt wollte ich noch mal, dass die sich vermehren?


Achja, dass sich bei mir auch was vermehrt. Was aber viel schlimmer ist: Ich hab gehört, man kann die sogar verlieren. Wie kann man die denn verlieren? Verlegt man die dann und findet die nicht wieder? Oder man findet die wieder, nur auf einmal ganz wo anders?

Nicht, dass die irgendwo alleine rum stehen und ein Mann mit so einem Hasen in Arm fragt: „Möchtest du mal ein echtes Häschen sehen, kleine süße Downline? Du bist so Süß. Komm mit und nimm meine Hand, ich führe dich und zeige dir Dinge von denen du nicht wusstest, dass es sie gibt.“


Ist diese Downline dann entführt oder nur verliehen? Kommt die wieder oder ist die ganz weg? Kommt daher der Begriff tote Downline? Das ist alles so dramatisch! Wieso partizipiert auf einmal ein ganz anderer an meiner Arbeit und meinem alten Geschäft? Ist mein passives Einkommen noch da? Ja, aber hat es jetzt ein anderer, wo möglich noch einer den ich nicht mal leiden kann? Oh Gott, mein persönliches Waterloo, und dabei ist man noch nicht mal ein Franzose.

„Es ist zum Heulen“, denkt der ein oder andere. Dabei dachte man bisher doch wirklich: „Die gehören (zu) mir. Für immer und ewig.“ Schauen wir uns das doch mal genauer an.

Eigentlich ist man ja sowieso ein Multifunktions-Geschöpf, eine Kreatur oder womöglich doch eine Mutation!

Man gehört zu einer Downline hat aber selbst eine – Paradox! Ich bin auch Upliner – aber nur, wenn ich vorher ein Sponsor bin – und erst dann hab ich eine Downline. Bin ich also das Ende und/oder der Anfang der Dinge? Bin ich Gott gleich? Der Auserwählte, weil nur ich Downlines erschaffen und Welten zum Leben erwecken kann?

Gibt es Götter neben Ihne?Aber was ist das? Kann es andere Götter neben mir geben?
Ich hab auf einmal Crosslines. Also Linien, die Cross gebraten sind? Darf ich da rein beißen? Ein Stück abbeißen, für mich, um meine Downline neu anzufüttern und neue Downlines zu erschlaffen, ehm erschaffen? Wer sagt, dass ich sieben Tage brauche – wenn ich sie in einer Minute überzeugen kann, ihrem neuen Gott zu folgen? Oder Sidelines plündern? Nein, das tut man nicht. Das hört sich böse an. Die umwirbt man lieber. Denn –ein Vernichtungskrieg ist so deutsch, aber alt-deutsch. In neu-deutsch heißt das: Ich mahn dich ab, weil du nicht in meiner Downline bist, dann du böse. Noch nicht? Aber wenn ich dich 10-mal abmahne, dann du vielleicht kommen! Dann du gute Downline.

Aber viel wichtiger: Jetzt beschäftige ich mich doch mal mit mir selbst. Ich will es ja nicht wahrhaben, aber ich bin auch eine Downline. Vergessen wir jetzt mal den Masochistischen-Downliner-Typ, der gerne seine Position als gequälter, vergessener und nicht beachteter Downliner pflegt, um nicht die Aufmerksamkeit der göttlichen Upline zu verlieren und von dem abzulenken was sie nicht tut.
Also, wenn ich auch eine Downline bin? Wem gehöre ich dann?
„Nur dir selbst“ werden Sie bestimmt denken, genau!

Und genau so sehen das Ihre Partner auch. Nur wissen die nicht, dass Sie das anderes sehen. „Das darf doch nicht wahr sein!“ werden sie jetzt denken. Wie? Die denken auch? – Meine Downline denkt! – Womöglich denkt die auch noch mit, wie gefährlich! Aber auch die Firma denkt, dass die Downliner denen gehören und denken tut eine Firma für die Downline. Ist das jetzt ein Interessenkonflikt?
735 Upliner denken auch, dass Sie Ihnen gehören. Gehört sich das eigentlich? Ohne mich gäbe es diesen neuen Downliner nicht, denkt dieUpline? Ohne mich gäbe es nicht diesen Downliner, der eine neue Downline hat. Ok.
„Halt“, werden Sie sagen, „jetzt werden wir findig.“

Das ist aber meine Firstline, also Erstlinie, also ein selbst Gesponserter. Wissen Sie, warum das eigentlich Firstline bzw. Erstlinie heißt? Weil es in 80 % der Fälle tatsächlich der Erste (und Letzte) ist, der gesponsert wird. Sie beschließen: Sie gehören niemanden und Sie müssen auch nicht hören…wenn sie nicht wollen. Hören Sie auf sich selbst. Und genau das tun die wuscheligen Kerle auch – sie führen ein Eigenleben.

Was ist der Schlüssel und die Lösung? Zu erkennen, zu verstehen. Man ist sich gleicher, als man denkt und sitzt in einem Boot. Sie sind auch so ein wuscheliger Kerl. Oh mein Gott, Sie haben das Geheimnis entdeckt. Wir sind Teil einer Nahrungskette, die bei der Firma endet? Haben sie keine Angst, es endet dort nicht. Dafür gibt es das Finanzamt – da ist das wirkliche Ende der Nahrungskette.
Ein Downliner ist das Wichtigste in Ihrer Organisation, denn …… sonst hätten Sie keinen.

Achten Sie die Downline, sehen Sie die Person, seien Sie ein Begleiter, ein Partner. Man hört so oft dieses Wort: „Das ist mein Mitarbeiter!“ Eine fälschliche Aussage, die so nicht stehen bleiben sollte. Es gibt nur Partner, selbstständige Partner, die selbst denken (sollten) und gemeinschaftlich plant man den Auf- und Ausbau des gemeinsamen Geschäftes.

ImageMan muss zuerst seinen eigenen Platz finden. Der ist, erstmal selbst ein guter Downliner zu sein. Man sollte so sein, wie man es von anderen erwartet. Ha! Jetzt wird es schwer. Was erwartet man den eigentlich von so einem Downliner?
Ich höre die Stimmen schon: „Arbeiten soll die faule Sau für mich, damit ich Geld verdiene über seine Arbeit.“ „Wenn der nicht langsam loslegt, verdien’ ich nichts.“
Jajaja, armer Upliner, die böse Downline arbeitet nicht. Es heißt ja auch nicht Net-sitter oder Net-waiter, sondern Net-worker. Worker kommt nun mal von Arbeiten. Auch heißt es nicht: „Net andere arbeiten lassen“, sondern „DU sollst arbeiten“. Jeder steuert seinen Beitrag zum gesamten Kuchen bei, bis der verteilt wird. Deswegen gibt es ja auch nur paar Prozent vom Kuchen und nicht alles. Man weiß ja schon vorher, dass die Downline die Arbeit macht und der Upliner seine Zeit „up“ sitzt.

Networker sind in den letzten Jahren zu einer Gesellschaft der „Ein anderer wird mich schon reich machen“-Einstellung degeneriert, weil keiner mehr so richtig weiß, wie die Basic des Networkens eigentlich geht. Sie haben es einfach verlernt – ich stell es täglich fest. Sie können es nicht mehr – es ist verlorenes Wissen. Und wer ist Schuld? Klar die Downline und die Upline. Das Brötchen ist schuld und nicht die Wurst die dazwischen ist.

Die Downline arbeitet nicht, sie hört nicht zu, sie macht was sie will.
Ja genau wie Sie. Die Downline ist der Spiegel der Upline, des Sponsors. Nur meist gefällt einem ja nicht was man sieht. Deswegen verleugnet man es und es ist immer ein anderer Schuld. Aber Schuld ist ja die Downline und wie wir gesehen haben ist ein jeder auch Downline – also ist man ja prinzipiell immer selber Schuld. Ein Art Universal-Gesetz, eine Selbstgeißelungssystem. „Ein Teufelskreis“ würde TV Kaiser sagen.

Schuldig eine Downline zu sein. Ich möchte kein Esel für einen anderen Esel sein.
Ich würde lieber im Rudel mit Gleichgesinnten jagen und sammeln und mich vermehren.

Weil eine grosse Downline ein Sammelsurium von Gleichgesinnten ist, werden Sie lieber ein Downline-Sammler als ein Downline-Stehler. Jagen Sie den Basics hinterher – nicht dem Erfolg. Der kommt nur durch sammeln. Networker sind die Vegetarier des Geschäftslebens, manchmal sogar ein bisschen pazifistisch. Das merkt man sofort, wenn sich so eine „Kampfsau aus dem Finanzdienstleistungsmarkt“ ins Network verirrt, das Geschehen betritt und den Markt der Downliner mal wieder so richtig aufmischen will. Aber auch wenn eine Sau durch den Garten läuft, irgendwann ist wieder Ruhe und das Vieh ist weg. Die Downline fügt sich anschließend wieder zusammen – eine Downline hat ein gutes kollektives Gedächtnis. Geniale und lustige Menschen wie Sie haben keine solche Downline? Sie schütteln gerade mit dem Kopf? Entweder Sie haben nicht richtig hingeschaut oder mit Ihnen stimmt etwas nicht. Sie kennen das ja mit dem Fisch und dem Kopf?

Wenn Sie es nicht schaffen, ein angenehmes Klima aufzubauen, so dass Menschen sich wohl und akzeptiert fühlen, dann werden Sie nie eine Downline lange an Ihrer Seite haben. Der Erfolg liegt in der Achtung des Partners oder der Partnerin, die Ihnen vertrauen. Deswegen steigen sie in das Geschäft ein, sie vertrauen Ihnen und dieses Vertrauen sollten Sie nicht enttäuschen. Network bedeutet eine Vereinigung von Gleichgesinnten. Man kann sein Leben positiv bereichern, entdecken Sie die wundervollen Partner ihrer Downline, menschliche Schätze und Schicksale. Auf jeden Fall Menschen, die was verändern wollen in ihrem Leben und die haben besseres verdient, als nur eine Abrechnungsnummer zu sein. Verdeutlichen Sie sich immer: Sie sind ein Spiegel Ihrer Organisation – kein anderer prägt das Bild mehr. Denken Sie erfolgreich – gleiches zieht gleiches an.

Entfernen Sie das Denken über Downlines „Das sind meine Leibeigenen.“ Die tun sowieso was sie wollen. Ihre Downline bleibt nur bei Ihnen, wenn sie Sie mag. Haben sie keine 2te Geschäftidentität, seien Sie echt und Ihre Downline steht zu Ihnen Jeder von ihnen ist eine eigene Persönlichkeit, die alles einzuschätzen weiß und vor allem Sie. – Sie werden beobachtet! – Besser als Sie denken, in guten und schlechten Zeiten, stehen Ihre Partner zu Ihnen, so wie Sie es auch machen würden, oder? Mögen Sie Ihre Partner und umgekehrt? Der Rest ist nur Arbeit und System um ein Geschäft aufzubauen. Eine Downline aber gehört nur sich selbst… Haben Sie Vertrauen, vor allem zu sich selbst! Gehen Sie den Weg zusammen mit Ihren neuen (Geschäfts) Freunden und erleben Sie die wahre Welt des Network Marketing.

Diese Kolumne ist in der Ausgabe 10-08 erschienen.

Hinweise: Die Meinung des Autors muss nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wiedergeben.

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Das Ultimative Network!

 ●  Netcoo Redaktion

Endlich ist es da – und das fast schon täglich: Das Network-Unternehmen, auf das in Deutschland schon Hundertausende von Networkern sehnsüchtig gewartet haben! Die Erlösung begrüßt uns euphorisch sobald wir unseren Computer hochgefahren und das E-mail-Programm beauftragt haben, die elektronische Post abzuholen:

„Der Hammer – jetzt einsteigen“ lesen wir da in der Betreffzeile. „Sichern Sie sich jetzt Ihre Position“, fordert uns da die nächste Nachricht auf „…bevor es andere tun!“ und erzeugt in uns dieses mulmige Gefühl von Verlustangst, das sich immer einstellt, wenn wir fürchten etwas unwiderbringlich zu verpassen. Timing - davon haben wir schon gehört. Ist es nicht tatsächlich so, dass nur derjenige ganz groß rauskommen kann, der früh genug bei einer neuen Network-Firma einsteigt?

Die auf diese Weise geschickt geschürte Furcht, wir könnten wieder einmal zu den Loosern gehören, diesen Deppen, die immer zu spät kommen, lässt uns vergessen, wie viele neue Unternehmen auch schnell wieder vom Markt verschwinden.

Das folgende Mail ist nicht dazu geeignet, uns diesbezüglich zu beruhigen. „Ein Koloss betritt die Bühne!“ brüllt uns da die Titelzeile an. Schon empfinden wir fast körperlich, wie wir von diesem Mega-Unternehmen buchstäblich zermalmt werden und unsere gerade begonnene, noch ziemlich mickrige Karriere im Network-Marketing brachial in den Staub getrampelt wird. Rettung ist nur möglich, wenn wir uns sofort dem unaufhaltsam heranwalzenden Mega-Unternehmen anschließen, neben dem zukünftig natürlich kein Überleben möglich sein wird. Wie konnten wir Tölpel uns nur für das chancenlose Unternehmen entscheiden, in dem wir derzeit unsere Kraft vergeuden?

Das wird uns zukünftig nicht mehr passieren, denn im nächsten Email werden wir auf eine ganz spannende Internetseite gelockt. Dort verspricht ein wirklicher Erfolgsmensch, auch uns endlich so stinkend reich zu machen, dass uns jeden Tag unser Sparkassendirektor anruft und bittet, etwas Geld abzuholen, weil unser Konto wieder einmal überläuft. Es ist schier unmöglich, sich dem hypnotischen Charisma dieser Person zu entziehen. Alleine schon, wie sie uns da auf dem Foto sonnengebräunt anstrahlt, die Oakley-Sonnenbrille ins gegeelte Haar geschoben, den Arm mit der Gold- und Brilli-Rolex lässig auf den Tuner-Benz gestützt hinter dem man schemenhaft einen südlichen Yachthafen erkennen kann. Einfach cool, der Typ! Hätten wir selbst doch nur einen winzigen Hauch davon! Macht aber nix, denn er will uns ja uneigennützig helfen. Wenn wir uns unter die Fittiche eines solchen Siegers begeben, so lesen wir, dann lernen wir den Königsweg zum Erfolg kennen. Im Kielwasser eines solchen Stars, können auch wir ganz nach vorne schwimmen. Warum haben wir uns nur mit einer solchen Null wie unse-rem bisherigen Sponsor einlassen? Waren wir blind, oder was? Die Uhr aus Japan, das Auto aus Korea, der Anzug von der Stange und das Charisma einer nassen Nudel – das konnte ja nichts werden!

Aber das war’s noch lange nicht - im Postfach warten noch ganz andere Verheißungen. „Endlich Schluss mit der ganzen Quälerei – machen Sie Millionen vom Schreibtisch aus!“ verspricht die Kopfzeile der nächsten Nachricht. Das ist gemein, handelt es sich doch um einen gezielten, direkten Angriff auf unsere allerniedrigsten Instinkte! Faul sein, daheim sitzen bleiben und reich werden. Phänomenal, genau das ist es! Wir sind fas-sungslos. Warum hat uns das niemand früher angeboten?

Wenn man da jetzt an all die mühsamen Rekrutierungsgespräche und Kundenbesuche denkt, wird einem richtig schlecht. Da ist man tausende von Kilometern über Autobahnen und Landstrassen geschrubbt, um Leuten stundenlang Geschäftsidee und Produkte zu erklären, Präsentationen abzuhalten, Schulungen durchzuführen – und jetzt das! Was müssen wir bloß für Idioten gewesen sein?

Dabei hätten wir uns nur via Internet diesem genialen Auto-Recruiting-System anschließen, ein paar hundert läppische Dollars hinblättern und mit einigen Mausklicks vorformulierte Massen-Emails quer über den Globus schießen müssen, alles vom gemütli-chen Home-Office aus. Den Rest hätte der Business-Building-Roboter erledigt und uns binnen weniger Wochen eine weltweite Downline von mehrerern hundertausend Vertriebspartnern beschert. Der sich dadurch unweigerlich einstellende Dollar-Segen wäre praktisch nicht mehr zu verhindern – dafür garantiert schließlich diese re-nommierte Bank auf der karibischen Insel, dem traditionellen Stammsitz aller vertrauenswürdigen Institute. Das alles würde sozusagen halbautomatisch geschehen, ohne dass wir einen Finger krumm machen brauchten – und natürlich steuerfrei.

Und wir Ignoranten haben jahrelang geglaubt, Erfolg hat auch etwas mit Fleiss zu tun. Wie grausam ist doch, erkennen zu müssen, dass die anderen wieder einmal schlauer waren.

Trost finden wir dann glücklicherweise in der nächsten Email in unserem elektronischen Eingangskorb. Da werden wir darüber aufgeklärt, dass es eben doch noch wirklich gute Menschen gibt. Wahrhaft edle Wesen sind das, die diesen Planeten dadurch besser machen, dass sie sich gegenseitig etwas schenken. Endlich gibt es Hoffnung.

Network-Marketing war gestern, heute beschenken wir uns! Geht uns da nicht das Herz auf? Darum führt diese selbstlose Vereinigung von Freunden, die sich uns da per Mail vorstellt, wohl auch den Begriff „Herz“ im Namen. Mehr könne man an dieser Stelle aber nicht sagen, nähere Informationen gibt es dann auf dem geheimnisvollen Treffen des „Schenkkreises“, zu dem wir eingeladen sind.

Falls wir auch schenken und in der Folge auch reich beschenkt werden wollen, sollten wir doch einfach vorbeikommen. Soviel Uneigennutz treibt uns natürlich die Schames-röte ins Gesicht. Was sind wir bisher doch nur für schäbige, selbstsüchtge Parasiten gewesen, die ihr sauer verdientes Geld einfach behalten wollten! Kein Wunder, dass uns mit dieser Einstellung der große Reichtum bisher versagt blieb. Aber das wird ja jetzt anders – schenken statt arbeiten, heißt das neue Motto. Aber was ist, wenn die Beschenkten mit der Kohle einfach abhauen und das zurückschenken vergessen? Aber das sind destruktive Gedanken, die man als grundsätzlich positiv eingestelltes Wesen nicht zulassen darf…

Würden wir all die Heilsversprechen, mit denen uns die lieben Network-Kollegen das Email-Postfach kontamnieren ernst nehmen, bliebe nur eine Schlussfolgerung übrig: Ausgerechnet wir sind beim falschen Unternehmen, bei der falschen Organisation oder zumindest beim falschen Sponsor gelandet.Das Kuriose an solchen unverhohlenen Abwerbungsversuchen ist ja, dass die Abwerbung selten gelingt, leider aber oft die Unzufriedenheit der Ab-zuwerbenden mit ihrem eigenen Unternehmen schürt und den Zweifel nährt: Vielleicht ist das Gras auf der anderen Seite des Zauns doch grüner?

Gibt es das ultimative Network-Marketing-Unternehmen also doch? Gibt es die Firma, die Organisation, die uns einfach durch ihr „geniales System“, die magischen Fähigkeiten ihrer „Führungskräfte“ mühelos nach oben spült, tatsächlich? Hat das alles eigentlich dann mit uns gar nichts mehr zu tun? Offensichtlich brauchen wir nur die richtige Firma, den passenden Sponsor, den einmaligen Marketing-Plan und das unwiderstehliche Vergütungssystem – dann geht alles wie von selbst.

Das Erheiternde daran ist ja, dass es in jedem Network-Unternehmen die Stars gibt, von denen die ganze Mannschaft redet, jene Top-Leute, die mit ihren fetten Provisionsschecks und einem entsprechend feudalen Lebensstil von allen anderen, die noch nicht so weit sind, als Beweis für das Funktionieren des Systems aufgezählt werden.

Glaubt man den Autoren der Werb-Mailings, dann kann das eigentlich gar nicht sein, weil es doch nur das eigene ultimative Unternehmen ermöglicht, erfolgreich zu werden. Was ist da schief gelaufen? Wie kann es sein, dass jemand in jener anderen Firma, diesem lausigen Mistladen mit den lächerlichen Produkten, dem völlig ungerechten Karriereplan und der inkompetenten Geschäftsleitung trotzdem so erfolgreich ist? Ein Unfall also?

Ob in der Anzeigenwerbung oder im Werbe-Email, ob auf dem Flugblatt oder auf der Internetseite, die eigentlichen Gründe für den Erfolg werden nur selten erwähnt, denn Sie haben weniger mit dem Unternehmen oder dem System zu tun, als mit der Person, die das Geschäft aufbaut.

Es ist nun einmal eine Menge Arbeit, die zu tun ist, eine Menge Ängste, die zu überwinden, eine Menge Enttäuschungen, die hinzunehmen, eine Menge Rückschläge, die zu ertragen sind, bis das große Ziel erreicht ist. Dazu braucht es Mut und Fleiß – und beides sind keine besonders populären Tugenden in einer Zeit, die den schnellen, mühelosen Instant-Erfolg liebt.

Es wird also weiter übertrieben, angegeben, geprotzt und gelogen werden, denn es gibt nach wie vor genügend Leute, die so etwas hören und sehen wollen. Klingt ja auch so gut! Vielleicht sollten wir einfach den Spam-Filter in unserem Email-System aktivieren und uns auf die Arbeit konzentrieren, die getan werden muss. Klingt nicht so lecker, macht aber wirklich erfolgreich.

Beitrag aus der Netcoo 08/ 2005 mehr über den Autor unter www.strachowitz.de

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