Online Marketing

Politik in 140 Zeichen? Twitter ist „Trump(f)“

 ●  Stefan Häseli

Was vor ein paar Wochen noch unmöglich schien, wird wahr. Donald Trump zieht im Weißen Haus ein. Als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika übernimmt er die Regierungstätigkeit der nach wie vor wichtigsten Wirtschaftsnation.

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Attraction Marketing: Zeige dich!

 ●  Netcoo Redaktion

Wer Attraction Marketing clever anwendet, kann das Internet nutzen, um mehr Kontakte und Leads zu generieren. Als Attraction Marketing werden online Aktivitäten bezeichnet, um auf sich, seine Werte und seine Produkte aufmerksam zu machen.

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5 Gründe, warum du für dein Team eine Facebook-Gruppe gründen solltest

 ●  Netcoo Redaktion

Unternehmer nutzen Facebook schon lange nicht mehr nur privat, sondern sie verlagern ihre Business-Aktivitäten verstärkt in die Social-Media-Plattform. Wer sein Network Marketing Team auf schnellem Wege erreichen möchte, etwa, um zu motivieren, um über Neuigkeiten zu informieren oder einfach, um in Kontakt zu bleiben, kann eine Facebook-Gruppe gründen (öffentlich oder geschlossen), in der sich das Team auch austauschen kann. Eine eigene Facebook-Gruppe erleichtert den Teamaufbau ungemein. Allerdings sollten Vertriebspartner schon vor dem Erstellen einer Gruppe daran denken, dass diese Gruppe auch mit Inhalt gefüllt werden muss. Während ein persönliches Facebook-Profil auch einmal ruhen kann, sollte man als Betreiber einer Facebook-Seite oder als Administrator einer Facebook-Gruppe regelmäßigen Content liefern. Nur so gelingt es, die Teampartner bei Laune zu halten und im Gespräch zu bleiben. Bei den Facebook-Gruppen wird zwischen öffentlichen, geschlossenen und geheimen Gruppen unterschieden. Trotz der Aktivität in einer Facebook-Gruppe sollte der persönliche Kontakt zu den Teampartnern nicht vernachlässigt werden. Einerseits hat nicht jeder ein Facebook-Profil, andererseits lassen sich nicht alle Themen im Gruppen-Post klären. Eine Facebook-Gruppe kann den Kontakt zum Team verstärken, aber nicht ersetzen. 5 Gründe, warum du eine Facebook-Gruppe gründen solltest: 1. Über die Facebook-Gruppe können auf schnellstem Wege alle Teammitglieder (die einen Facebook-Account haben) zusammen informiert und motiviert werden. 2. Gruppenmitglieder können sich untereinander austauschen und beim Vertriebsaufbau unterstützen. 3. Durch die Facebook-Gruppe spürt dein Team, dass du dich engagierst. 4. Eine Facebook-Gruppe ist kostenlos und bietet enormen Mehrwert in der Kommunikation mit den Teampartnern. 5. Ist die Gruppe öffentlich, dann können Interessenten dazukommen, die eventuell zu Teampartnern werden. Eine Facebook-Gruppe zu erstellen ist ganz einfach. Gehe auf dein Facebook-Profil und klicke in der linken Seitenleiste auf „Neue Gruppe erstellen“. Der Gruppe kann ein eigener Name gegeben werden, außerdem können Personen anhand ihres Namens oder ihrer E-Mail-Adresse hinzugefügt werden. Bei einer öffentlichen Gruppe kann jeder die Gruppe finden sowie die Namen der Mitglieder und die Beiträge sehen. Bei einer geschlossenen Gruppe kann jeder die Gruppe finden sowie die Namen der Mitglieder sehen. Die Beiträge können nur von Mitgliedern gelesen werden. Bei einer geheimen Gruppe können nur Mitglieder die Gruppe finden und die Beiträge lesen. (BS) Bild: ra2 studio - fotolia.com

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So ziehen Sie Kunden und neue Partner an: Webseiten analysieren und optimieren

 ●  Netcoo Redaktion

Für Kunden ist das Internet heute die wichtigste Informationsquelle. Deshalb sollten Selbstständige und Vertriebspartner regelmäßig die Webpräsenz ihrer Unternehmen checken. Das tun aber viele nicht.

Für die meisten Selbständigen / Vertriebspartner gilt: Sie betreiben kein systematisches Monitoring,

•wie ihre Webseite im World-wide-web dasteht und
•welches Verhalten die Besucher ihrer Webseiten zeigen.

Der häufigste Grund hierfür: Sie unterschätzen die Bedeutung ihrer Webpräsenz insbesondere für die Neukunden-Akquise. Vertriebspartner sollten ein solches Monitoring jedoch betreiben – auch weil sich die einmal erzielten Google-Rankings ändern. Denn auch ihre Mitbewerber sind nicht inaktiv.

Zumindest ein oberflächliches Monitoring können auch Vertriebspartner selbst vornehmen, die keinerlei Affinität zur Informationstechnologie haben. Angenommen Sie sind ein in Frankfurt ansässiger Vertriebspartner, dessen Kunden vorrangig aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen. Dann sollten Sie zum Beispiel jeden Monat einmal die Suchwortkombination „Homeparty Frankfurt“ bei Google & Co eingeben, um zu checken, wie Ihre Webseite im Vergleich zu denen Ihrer unmittelbaren Mitbewerber im Netz dasteht. Dasselbe sollten Sie mit Begriffsvarianten wie „Nebenverdienst Frankfurt“, „Vertriebspartner Frankfurt“ und „Verkaufsshow Frankfurt“ tun (die Begriffe können Sie variieren). Sonst ist die Gefahr groß, dass Ihre Webseite zwar bei einer Begriffsvariante weit vorne steht, ansonsten aber nicht.


Die Webpräsenz und Zugriffszahlen checken

Wie verschieden abhängig von den Begriffen und deren Schreibweise oft die Suchergebnisse sind, davon können Sie sich selbst ein Bild machen. Geben Sie zum Beispiel mal die Suchbegriffe „Homeparty“, „Nebenverdienst“ und „Direktvertrieb“ bei Google & Co ein. Dann werden Ihnen völlig unterschiedliche Suchergebnisse angezeigt. Oder geben Sie in die Suchmaschinen mal die Suchwortkombinationen „Berater Marketing“ und „Marketing Berater“ sowie „Beratung Marketing“ und „Marketing Beratung“ ein. Auch dann werden ihnen völlig unterschiedliche Webseiten in den Trefferlisten angezeigt. Das zeigt, wie wichtig es für das optimale Gefunden werden einer Webseite meist ist, diese nicht nur auf einzelne Worte oder Wortkombinationen, sondern möglichst auf ganze Begriffsfelder zu optimieren.

Wenn Sie gecheckt haben, wie Ihre Webseite bezogen auf die wichtigsten Suchbegriffe im Netz dasteht, sollten Sie checken, wie Ihre Zugriffszahlen im Vergleich zu denen Ihrer unmittelbaren Mitbewerber aussehen. Das können Sie tun, indem Sie zum Beispiel die Seite www.alexa.com/siteinfo/ranking-check.de aufrufen und in das dafür vorgesehene Fenster zunächst den Domainnamen Ihrer Webseite und dann diejenigen Ihrer Mitbewerber eingeben. Dann wird Ihnen jeweils der sogenannte Alexa-Rank der betreffenden Seite angezeigt. Zum Beispiel die Zahl 2 564 893. Oder die Zahl 8 439 763.


Der Alexa-Rank: ein erster Indikator

Der Alexa-Rank ist ein Indikator – mehr nicht – dafür, wie oft die Webseite eines Unternehmens besucht wird. Dabei gilt: Je niedriger die Zahl ist, umso häufiger wird die Seite angeklickt. Der Alexa-Rank 2 564 893 ist also deutlich besser als der Rank 8 439 763. Folglich kann ein deutlich schlechterer Alexa-Rank Ihrer Webseite als der Ihrer Mitbewerberseiten ein Indiz dafür sein, dass Sie im Bereich (Online-)Marketing etwas tun sollten – insbesondere dann, wenn auf Ihre Webseite zudem deutlich weniger Links als auf Ihre Mitbewerber-Seiten verweisen. Auch deren Zahl zeigt Ihnen die Seite www.alexa.com an.

Doch Vorsicht! Ein im Vergleich zur Konkurrenz niedriger Alexa-Rank ist nur ein Indiz dafür, dass Sie im (Online-Marketingbereich etwas tun sollten. Denn was nutzt Ihnen eine Webseite, die zwar oft angeklickt wird, deren Besucher aber schnell wieder verschwinden? Wenig! Also sollten Sie auch wissen, wie lange die Besucher auf Ihrer Webseite im Vergleich zu den Webseiten Ihrer Mitbewerber verweilen. Auch hierüber erhalten Sie unter anderem auf der genannten Webseite www.alexa.com/siteinfo/ranking-check.de erste Informationen.

Klicken Sie dort auf den Button „Get Details“, dann wird Ihnen unter anderem angezeigt,

•wie lange die Besucher im Schnitt auf der Webseite, die Sie gerade analysieren, verweilen,
•wie viele Seiten der jeweiligen Webseite sie im Schnitt besuchen und
•was die wichtigsten Links sind, über die die Besucher auf die Webseite kommen.

Aus diesen Infos können Sie bereits in etwa ableiten, wo Sie den Hebel ansetzen sollten, um die Zahl der Besucher auf Ihrer Webseite und deren Verweildauer zu erhöhen.


Auf die Verweildauer der Besucher achten

Angenommen die Zahl der Besucher Ihrer Webseite ist einigermaßen zufriedenstellend, deren Verweildauer aber niedrig. Dann kann eine Ursache hierfür sein, dass Ihre Webseite auf die falschen Suchbegriffe optimiert ist und deshalb viele Personen auf Ihre Seite kommen, die eigentlich nicht zu Ihren Zielgruppen zählen. Also hauen sie schnell wieder ab. Das ist häufig bei Unternehmen der Fall, die Ihre Webseite auf so globale Begriffe wie Persönlichkeitsentwicklung oder Coaching, Unternehmensberatung oder Marketingberatung optimiert haben. Mindestens ebenso oft ist es jedoch der Fall, dass zwar die richtigen Personen die Webseite besuchen, aber die Seite ihnen nicht schnell genug das Gefühl vermittelt: Dieser Vertriebspartner ist auf das Lösen meiner Probleme spezialisiert. Auch dann verschwinden die Besucher rasch wieder. Also sollte der Inhaber der betreffenden Webseite diese entsprechend überarbeiten.

Etwas mehr Zeitaufwand beziehungsweise Zeit, sich einzuarbeiten, erfordern die Programme, mit denen eine detailliertere Analyse zumindest der eigenen Webseite möglich ist. Und die erfreuliche Nachricht ist: Auch diese Programme können sich Vertriebspartner zumeist kostenlos aus dem Netz herunter laden.


Mit Google Monitor die Rankings checken

Eines dieser kostenlosen Programme ist Google Monitor. In dieses Programm können Vertriebspartner alle Suchbegriffe und Suchwortkombinationen eintragen, auf die sie ihre Website optimiert haben. Dann können sie anschließend zum Beispiel monatlich checken, inwieweit sich die Rankings ihrer Webseite bei den einzelnen Begriffen verglichen zum Vormonat verbessert oder verschlechtert haben. Nach elektronischen Mailings können sie mit diesem Programm zudem evaluieren, wie viel Prozent der angeschriebenen Personen ihre Webseite besuchten und (wenn in ihre Webseite ein Shop integriert ist) danach beispielsweise ein offeriertes Buch kauften.


Mit Google Analytics die Besucherquellen analysieren

Ein weiteres wichtiges kostenloses Monitoring-Programm ist Google Analytics. Mit ihm können Vertriebspartner checken, wie viele Personen in einem von ihnen definierten Zeitraum ihre Webseite besuchten. Und was noch wichtiger ist: Sie können mit ihm auch analysieren, wie die Besucher auf die Webseite kamen – zum Beispiel, indem sie

•bei Google den Namen des Unternehmens oder des Vertriebspartners als Suchbegriff eingaben oder
•dort den Suchbegriff x oder y eintippten, auf den die Webseite optimiert ist?
Oder kamen sie auf die Webseite
•über einen Link auf die Seite, der unter einem Pressetext steht, den der Vertriebspartner auf einem Online-Portal veröffentlicht hat, oder
•über irgendwelche Aktivitäten, die der Vertriebspartner in den Social Media entfaltet hat?

Auch dies sind für das Verfeinern der (Online-)Marketingstrategie wichtige Informationen.

Analysieren können Vertriebspartner mit Google Analytics zudem bezogen auf die Gesamtzahl der Besucher und auf Teilgruppen (zum Beispiel alle Besucher, die über einen Online-Artikel auf die Seite kamen, oder alle Besucher, die den Begriff „Nebenverdienst“ als Suchbegriff bei Google eingaben): Wie lange blieben sie auf der Webseite und wie viele und welche Seiten besuchten sie? Hieraus kann der Berater solche Rückschlüsse ziehen wie:

•Welches sind für meine Kunden beziehungsweise mein Unternehmen die wichtigsten Suchbegriffe?
•Welche Artikelthemen in welchen Medien sowie welche Einträge in welchen Online-Verzeichnissen erzeugen die meiste oder beste Resonanz?
•Welche Seiten meiner Webseite sollte ich eventuell überarbeiten, weil nach deren Besuch die meisten Besucher abhauen?
•Und, und, und ….


Ziel: Die richtigen Besucher anlocken

Diese Infos können Vertriebspartner nutzen, um ihre Webseite und ihre Webpräsenz immer weiter zu optimieren – und zwar so, dass nicht nur immer mehr Personen und Organisationen ihre Webseite besuchen, sondern dies auch die richtigen Besucher sind. Denn was nutzt es Ihnen, wenn Sie auf Ihrer Webseite zwar viel Traffic, also viele Besucher haben, aber Sie letztlich von diesen Besuchern kaum einer kontaktiert (und engagiert)? Wenig!

Dann ergeht es Ihnen wie einem Warenhaus oder Fachgeschäft, das – weil es seine Zielkunden nicht sauber analysierte – mit irgendwelchen „pfiffigen“ Marketingkampagnen zwar viele neugierige „Schaukunden“ anlockt, aber leider kaum Kunden, die etwas kaufen. Am Ende hat es zwar viel Zeit und Geld ins Marketing investiert, aber die Kasse ist trotzdem leer.

Mit diesem Problem kämpfen so manche Vertriebspartner, die über irgendwelche Social Media-Aktivitäten viele Besucher auf ihre Webseite locken. Sie haben zwar oft viele Freunde und Fans bei Facebook, XING & Co. Doch leider sind diese Freunde ebenso wie die Besucher ihrer Webseite die falschen.

Deshalb sei nochmals betont: Vertriebspartner sollten nicht nur im Auge behalten, wie viele Personen ihre Webseite besuchen. Mindestens ebenso wichtig ist es für ihren (Online-)Marketingerfolg zu analysieren:

•Wie kommen die Besucher auf meine Webseite?
•Wie lange verweilen sie dort?
•Welche Seiten besuchen sie wie lange? Und:
•Welches Verhalten zeigen sie danach?

Denn letztendlich gilt: Hundert Besucher, von denen zehn kaufen, sind besser als tausend Besucher, von denen keiner kauft.

Zum Autor: Bernhard Kuntz ist Inhaber der (Online-)Marketing- und PR-Agentur Die PRofilBerater GmbH, Darmstadt (D), die Bildungs- und Beratungsanbieter bei ihrer Selbstvermarktung und beim Vermarkten ihrer Leistungen unterstützt. Ende Oktober erscheint im Verlag managerSeminare die 4. völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage seines Buchs „Die Katze im Sack verkaufen: Wie Sie Bildung und Beratung mit System vermarkten – offline und online“. Nähere Infos: http://www.die-profilberater.de

Bild oben: © trueffelpix - Fotolia.com

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Ein Blog und zwei Videos ersetzen keine Strategie

 ●  Netcoo Redaktion

Das Entwickeln einer Onlinemarketing-Strategie für ihre Unternehmen fällt den meisten Dienstleistern schwer. Das belegen unter anderem die oft schon „halb verwesten“ Blogs auf ihren Webseiten – und ihre Videos im Netz, die offensichtlich nur Bekannte und Verwandte angeklickt haben.

Für den wirtschaftlichen Erfolg von Dienstleistern wie Unternehmens- und Steuerberatern, Rechtsanwälten und Coaches wird es immer wichtiger, eine Marketingstrategie zu haben, die ihnen sagt:

•Wie führe ich meine Zielkunden zur Kaufentscheidung und
•welche Instrumente setze ich hierfür (nicht) ein?

Fehlt eine solche Strategie, sind sie im heiß umkämpften Beratungsmarkt, in dem immer mehr Anbieter um die Gunst der „sehr verehrten Kunden“ buhlen, zunehmend verloren.

Eine (Online-)Marketingstrategie für ihre Unternehmen zu formulieren, fällt fast allen Beratern gleich welcher Couleur schwer. Denn das Informations- und Kaufentscheidungsverhalten ihrer Zielkunden hat sich im zurückliegenden Jahrzehnt radikal verändert. Waren zum Beispiel früher die (Fach-)Zeitschriften das wichtigste Medium für sie, um sich über potenzielle Unterstützer zu informieren, so ist heute an deren Stelle weitgehend das Internet getreten.

Und erfolgte früher die Kommunikation zwischen den Beratern und ihren (Noch-nicht-)Kunden weitgehend per Post und Telefon, so stehen ihnen heute aufgrund des Siegeszugs der elektronischen Medien deutlich mehr Kommunikationskanäle und Marketinginstrumente zur Verfügung.


Früher erfolgreiche Marketingkonzepte versagen

Diese Vielfalt verwirrt nicht nur zahlreiche Dienstleister, das veränderte Marketingumfeld macht auch ihre in der Vergangenheit zum Teil sehr erfolgreichen Marketing- und Vertriebskonzepte obsolet. Das erfährt der Autor bei seiner Alltagsarbeit immer wieder. In den zurückliegenden Jahren kontaktierten ihn gehäuft Unternehmen, die vor 10, 15 Jahren zu den Flaggschiffen im Bildungs- und Beratungsmarkt zählten und auch heute noch einen klangvollen Namen haben. Sie klagten eigentlich stets über dasselbe Problem: „Wir merken, dass wir mit unserem bisherigen Marketingsystem, das weitgehend aus folgenden Elementen besteht,

•drei, vier Mailings pro Jahr verschicken,
•diese teilweise nachtelefonieren,
•ab und zu einen Artikel in der Fachpresse publizieren und
•zwei, drei Mal pro Jahr als Aussteller einen Kongress besuchen oder eine Kundenveranstaltung durchführen,

unsere Zielkunden nicht mehr erreichen. Zunehmend laufen uns andere Anbieter den Rang ab – auch, weil wir zwar noch bei den älteren Entscheidern in den Unternehmen eine hohe Bekanntheit und ein gutes Renommee haben, aber nicht mehr bei jüngeren. Die kennen uns oft nicht.“


Die erste Reaktion besagter Unternehmen auf diese Feststellung ist meist: Sie tun entweder nichts, oder sie erhöhen die Taktzahl im Marketing. Das heißt: Statt drei, vier werden fünf, sechs Mailings pro Jahr versandt und die Zielkunden werden häufiger per Telefon kontaktiert.

Haben diese Aktivitäten nicht den gewünschten Erfolg, folgt die nächste Phase. In dem Unternehmen reift die Erkenntnis: Wir müssen unseren Außenauftritt verändern. Also setzen sich die Entscheider mit einer Werbeagentur zusammen und überarbeiten das Design der Marketinginstrumente. Mit der Konsequenz, dass sie ein, zwei Jahre später (schließlich braucht „gut‘ Ding Zeit“)

•statt einem runden ein eckiges Logo,
•Briefpapier und Prospekte in einem neuen „Look“ und
•eine neu gestaltete Webseite haben.


Kosmetische Operationen ersetzen keine Strategie

Die Unternehmen haben also neue oder neu gestaltete Marketinginstrumente. Was ihnen aber weiterhin fehlt, ist eine dem veränderten Markt angepasste Strategie, wie sie (Noch-nicht-)Kunden zur Kaufentscheidung führen. Ent-sprechend gering ist in der Regel der Erfolg ihrer Marke-tingaktivtäten. Und noch einiger Zeit stellen sie frustriert fest: Jetzt haben wir zwar 10.000 oder gar 50.000 Euro in unseren neuen Auftritt investiert, aber unserer Grundproblem ist weiterhin ungelöst. Eine zugkräftige Marketing- beziehungsweise Marktbearbeitungsstrategie haben wir immer noch nicht.

Doch nicht nur viele etablierte und (ehemals) renommierte Beratungsunternehmen, auch viele Einzelkämpfer finden sich in der „neuen Zeit“ nur schwer zurecht. Von einem strategischen, prozesshaften oder gar systemischen Denken findet man selbst bei Strategie- und Prozessberatern nur selten eine Spur – zumindest wenn es um Marketing- und Vertriebsfragen geht. Entsprechend sprunghaft und aktionistisch sind oft ihre Marketingaktivitäten – wobei sie letztendlich nur Moden folgen.


Heilsbringer Social Media & Co

So sahen viele Berater vor fünf, sechs Jahren ihr künftiges Heil in einem Blog – mit der Konsequenz, dass man heute auf vielen Berater-Webseiten irgendwelche halbtoten oder bereits verwesten Blogs findet. Dann folgte vor drei, vier Jahren der Social Media-Hype. Plötzlich wollten fast alle Berater twittern und eine Facebook-Seite haben. „Denn diesen Medien gehört die Zukunft.“ Doch inzwischen ist diese Euphorie bei den meisten Beratern wieder verflogen. Stattdessen haben viele Videos für sich entdeckt und wollen nun wie ihr Kollege x und ihre Kollegin y ein Video auf ihrer Webseite haben. Mit einem strategischen Vorgehen oder gar einer systematischen Marktbearbeitung haben solche Sperenzchen nichts zu tun. Sie sind bestenfalls Ausdruck individueller Vorlieben beziehungsweise einer Hilflosigkeit im Marketingbereich.

Wenn heute Personen (oder Organisationen) einen Berater zu einem Thema suchen und sie und ihre Bekannten keinen kennen, dann setzen sie sich in der Regel an den PC und geben bei Google & Co die entsprechenden Suchbegriffe ein. Zum Beispiel „Prozessmanagement Beratung“. Oder „Personalberatung Stuttgart“. Oder „Coaching Führungskräfte“. Und anhand der angezeigten Treffer verschaffen sie sich einen Überblick, wer ein potenzieller Unterstützer sein könnte. Also lautet eine Grundanforderung an ein modernes Marketingkonzept: Es muss sicherstellen, dass die Zielkunden des Beraters im Web schnell und häufig auf ihn stoßen. Denn nur dann können sie ihn als Unterstützer in Betracht ziehen.


Eine Onlinemarketing-Strategie entwickeln

Nun kann ein Berater aber nicht bei allen potenziellen Be-griffen, die Personen (oder Organisationen) in Suchmaschinen eingeben, auf den ersten Trefferseiten stehen. Also bedarf es einer sauberen Analyse:

•Was sind die zentralen Begriffe, mit denen meine Zielkunden nach meinen Leistungen im Netz suchen?

•Bei welchen Suchbegriffen muss ich in den angezeigten Trefferlisten weit vorne stehen (Begriffe der 1. Kategorie) und bei welchen wäre dies schön (Begriffe der 2. und 3. Kategorie)? Und:

•Bei welchen Suchbegriffen oder Suchwortkombinationen habe ich eine realistische Chance, dass meine Webseite aufgrund ihrer Konzeption vorne steht und bei welchen muss ich Umwege gehen?

Diese Basisarbeit muss heute jeder Berater erledigen, der eine Marketingstrategie für sein Unternehmen entwickeln möchte. Denn hierauf aufbauend kann er zum Beispiel entscheiden:

•Wie sollte meine Webseite konzipiert sein, damit sie bezogen auf die Begriffe „…“ und „…“ möglichst weit vorne angezeigt wird? Und:

•Auf welche Begriffe sollte ich ausgehend von dem Ziel „Gefunden werden“ die (Quell-)Texte meiner Webseite optimieren?

Hierauf aufbauend kann der Berater auch Folgeentscheidungen treffen wie:

•Bezogen auf welche Begriffe sollte ich AdWords-Anzeigen schalten, weil ich es mit meiner Webseite selbst (kurz-, mittel- oder langfristig) nicht schaffe, bei Suchabfragen mit Google & Co vorne zu stehen? Des Weiteren:

•Zu welchen Themen sollte ich eine Online-Pressearbeit betreiben, damit meine Zielkunden im Netz, wenn nicht unmittelbar auf meine Webseite, dann doch zumindest auf Artikel oder Pressemitteilungen vor mir stoßen, und so über Umwege auf meine Webseite gelangen?

Ausgehend vom übergeordneten Ziel „Im Netz gefunden werden“, kann der Berater auch entscheiden:

•Sollte ich als unterstützendes Element noch einen Blog in meine Webseite integrieren oder Videos auf YouTube stellen oder kann ich hierauf verzichten? Und:

•Sollte ich mich noch in irgendwelchen Social Media engagieren, um die Zugriffszahlen auf meine Webseite zu erhöhen?


Sauber analysieren statt Zeit und Geld verschwenden

All diese Fragen sollten Berater sauber analysieren, bevor sie sich für irgendwelche Marketingaktivitäten entscheiden. Denn das Moderieren von Foren in Social Media und das Betreiben eines guten Blogs frisst viel Zeit. Und sind solche Aktivitäten nicht in eine saubere Strategie eingebunden, ist schnell viel Zeit (und Geld) verschwendet.

Hierfür zwei Beispiele.

Beispiel 1: Oft stellt man bei Beraterseiten fest, dass diese kaum Traffic, also Besucher, haben. Trotzdem ist in die Webseite ein Blog integriert, den der Berater regelmäßig mit Inhalten füllt. Dann fragt man sich: Wozu? Denn offen-sichtlich hat der Berater hiermit sein Ziel, die Besucher-zahlen auf seiner Webseite zu erhöhen, nicht erreicht. Al-so könnte er den Blog auch einstellen und seine Zeit für andere Dinge verwenden.

Beispiel 2: Bei YouTube und auf den Webseiten vieler Berater (insbesondere solcher die gerne Speaker wären) stehen inzwischen massenweise (Werbe-)Videos, die in letzten ein, zwei Jahren nur 100 oder 200 Mal aufgerufen wurden. Auch hier stellt sich die Frage: Was hat der Berater davon – außer dass er sich nachts im Hotel seine Videos anschauen kann? Statt solche Videos produzieren zu lassen, hätte er vielleicht besser erst mal dafür gesorgt, dass seine Webseite im Netz gefunden wird. Denn dann würden auch seine Videos häufiger angeklickt.

Ein Grundproblem, mit dem Berater beim Formulieren einer (Online-)Marketingstrategie kämpfen, ist: Das Netz ist selbst ein System. Deshalb kommt man mit Einzelmaßnahmen nicht weit. Vielmehr bedarf es einer Strategie, die die Einzelmaßnahmen verzahnt.


Die Einzelmaßnahmen zu einem System verzahnen

Das sei an einem Beispiel illustriert. Angenommen ein Berater ist auf das Thema Projektmanagement spezialisiert, und er optimiert seine Webseite auf die entsprechenden Suchbegriffe. Dann erreicht er hiermit maximal, dass seine Webseite in den Google-Trefferlisten auf Seite 10 oder 8 angezeigt wird.

Weiter nach vorne kommt er nicht, solange kaum Links von anderen Webseiten auf seine Webseite verweisen. Denn für Google ist die Zahl und Qualität der verweisenden Links ein zentraler Indikator für die Bedeutung einer Webseite. Also sollte sich der Berater parallel zum Thema SEO mit dem Thema Linkaufbau zum Bei-spiel durch Online-Pressearbeit befassen.

Angenommen nun den umgekehrten Fall: Auf die Webseite eines Beraters verweisen bereits viele Links, aber deren (Quell-)Texte sind nicht auf klar definierte Suchbegriffe optimiert. Dann kann der Berater zum Beispiel durch Online-Artikel und -Videos noch so viele Links aufbauen. Auch dies führt maximal dazu, dass seine Webseite bei entsprechenden Suchabfragen auf Seite 10 oder 8 angezeigt wird. Denn der Berater hat die für eine Top-Platzierung erforderliche Basisarbeit nicht erledigt: nämlich die Web-seite selbst für Suchmaschinen zu optimieren.

Ein systemisches und prozesshaftes Denken im Bereich (Online-)Marketing ist auch nötig, weil Noch-nicht-Kunden, wenn sie einen Berater im Netz gefunden haben, diesen nur sehr selten unmittelbar kontaktieren. Sie studieren vielmehr zunächst dessen Webseite. Und wenn sie danach noch das Gefühl haben, das könnte ein potenzieller Unterstützer sein?

Dann geben sie dessen Namen – ebenso wie die der anderen drei, vier Kandidaten – selbst als Suchbegriff bei Google & Co ein, um sich ein Bild da-von zu machen: Ist das wirklich ein Spezialist für …? Wer-den dann nicht irgendwelche inhaltlichen Treffer angezeigt, wie zum Beispiel Verweise auf Artikel, die der Berater schrieb, oder Vorträge, die er hielt, dann stellt sich beim Besucher schnell das Gefühl ein: Anscheinend hat dieser Berater keine große Bedeutung im Markt. Also kontaktiert er einen Mitbewerber, bei dem er aufgrund der angezeigten Treffer den Eindruck hat: Das scheint ein echter „Spezialist für …“ zu sein.

Auch solche Faktoren gilt es beim Entwickeln einer Online-Marketingstrategie, die das moderne Mediennutzungsverhalten der Kunden berücksichtigt, zu bedenken. Denn sonst weist die Webseite des Beraters am Schluss zwar viele Besucher auf, doch leider treffen bei ihm keine Anfragen ein, weil die Besucher schnell wieder verschwinden.

Zum Autor: Bernhard Kuntz ist Inhaber der (Online-)Marketing- und PR-Agentur Die PRofilBerater GmbH, Darmstadt (D), die Bildungs- und Beratungsanbieter bei ihrer Selbstvermarktung und beim Vermarkten ihrer Leistungen unterstützt. Ende Oktober erscheint im Verlag managerSeminare die 4. völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage seines Buchs „Die Katze im Sack verkaufen: Wie Sie Bildung und Beratung mit System vermarkten – offline und online“. Nähere Infos: http://www.die-profilberater.de

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Internet-Marketing als Werkzeug für globalen Erfolg!

 ●  Netcoo Redaktion

Die Welt hat sich verändert und mit ihr die Direktvertriebsbranche. Marschierten wir früher von Tür zu Tür um unsere Produkte zu offerieren, luden wir persönlich, telefonisch oder per Brief zu Schmuck- oder Duftpartys ein, gaben wir Pröbchen unserer Cremes und Nahrungsergänzungsmittel zum Testen weiter, so findet unser Business heute verstärkt im Internet statt.


Gehörte der Bereich Marketing früher in die traditionellen Massenmedien wie Zeitung, Radio und Fernsehen, so wird heute auf Social Media gesetzt. Die digitalen Kommunikationskanäle und Anwendungen erlauben Multimedia. Wir surfen, wir klicken, wir posten. Wir haben Smartphones, Tablets und sind süchtig nach den neuesten Apps. Schon heute hat nahezu jeder mindestens einen Account in einem sozialen Netzwerk. Sei es bei Facebook, um Persönliches zu posten oder eine eigene Firmenseite zu betreiben, oder bei XING, um sich geschäftlich auszutauschen. Millionen Menschen treffen sich 24 Stunden rund um die Uhr, um aus dem World Wide Web zu saugen, um Teil einer globalen Welt zu sein.

Das Internet ist also schon längst in die Direktvertriebsbranche eingezogen.

Welche Firmen und Vertriebspartner hier erfolgreich sind und welche Internet Marketing Tools eingesetzt werden, lesen Sie in der aktuellen Netcoo-Printausgabe. Bitte hier klicken!

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