Franchise News

Rekordumsatz für die Franchisespezialisten der Dwyer Group

 ●  Netcoo Redaktion

Die amerikanische Dwyer Group Inc, der Weltmarktführer von Franchisesystemen im Dienstleistungsbereich und Besitzer von Rainbow International Deutschland, hat das Geschäftsjahr 2015 mit mehreren Unternehmensrekorden abgeschlossen.

„Ein Jahr der Rekorde liegt hinter uns“, kommentierte Mike Bidwell, Präsident und CEO der Dwyer Group, die vergangenen 12 Monate. „2015 konnten wir unser größtes Wachstum und den höchsten Umsatz unserer Firmengeschichte verzeichnen“.

Das starke Wachstum ist dabei sowohl auf die positive Entwicklung der bestehenden Franchisemarken als auch auf den Zukauf von insgesamt vier neuen Firmen zurückzuführen.

Bereits im Januar erwarb die Dwyer Group die Malerfirma „Five Star Painting“. Der Zukauf des Unternehmens „Service Brands International“ (welcher die Franchise-Systeme „Molly Maid“, „Mr. Handyman“ und „Protect Painters“ beinhaltete) erfolgte im Juni. Im selben Monat akquirierte das Unternehmen auch die „Grounds Guys“, einen Garten- und Landschaftsexperten aus Kanada. Zudem wurde im Oktober die englische Firma „Drain Doctor“ in das erfolgreiche Dwyer Franchisekonzept „Mr. Rooter“ implementiert. Über die jeweiligen Verkaufsmodalitäten wurde einvernehmlich Stillschweigen vereinbart.

Insgesamt konnten der Dachmarke „Dwyer Group“ im vergangenen Jahr somit mehr als 260 neue Franchisenehmer hinzugefügt werden, was die Gesamtanzahl der Franchisenehmer auf über 2500 Standorte weltweit anwachsen ließ. Zudem nahmen die Standorte in 2015 über drei Millionen Service- und Notfallanrufe entgegen und erwirtschafteten einen Gesamtumsatz von 1,3 Milliarden US-Dollar – Umsatzrekord.

„Franchising gehört immer noch zu den erfolgversprechendsten Modellen für einen gelungenen Weg in die Selbständigkeit. Wir glauben, dass sich die Entwicklung der Dwyer Group positiv auf das Franchising im Allgemeinen auswirkt und das Image der Branche etablieren kann. Letztlich profitiert ja nicht nur die Dwyer Group von diesem Rekordjahr, auch unsere Franchise-Marken und die Standorte etablieren sich nachhaltig.

Zudem übernehmen wir mittlerweile auch eine wichtige Rolle als lokaler Arbeitgeber, womit wir zu dem wohl wichtigsten Punkt für unsere Erfolgsgeschichte angelangen – ohne die harte Arbeit und die Hingabe unserer Mitarbeiter wäre das Jahr 2015 sicherlich nicht derart erfreulich verlaufen, das gilt es lobend zu erwähnen. Wir sind sehr stolz auf unser Team“, resümiert Hartwig Finger, President Continental Europe der Dwyer Group, der für die weitere Expansion in Europa verantwortlich ist und in der Geschäftsführung von Rainbow International Deutschland agiert.

Auch für den deutschen / europäischen Markt hat die Dwyer Group hohe Zielsetzungen. Zunächst gilt der Fokus der bundesweiten Expansion von Rainbow International Deutschland. In den kommenden Jahren sollen dann hierzulande weitere Franchise-Erfolgsmodelle etabliert werden.

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„Menschen glücklich zu machen ist mein Job.“

 ●  Netcoo Redaktion

Vor mehr als acht Jahren war Melanie Reuß noch Zahntechnikerin, die gerade ihre Elternzeit genommen hatte. Heute ist sie erfolgreiche Franchisepartnerin bei WAX IN THE CITY.

„Es war Zeit für eine berufliche Veränderung. Ich wollte etwas Neues: Endlich raus aus dem Labor“, erzählt die Unternehmerin aus Nürnberg. Zufällig stößt sie damals im Internet auf die Geschichte von Christine Margreiter und Sibylle Stolberg aus Berlin, die nur zwei Jahre zuvor das erste reine Waxing Studio in Berlin eröffnet haben. „Eine irre tolle Idee,“ denkt sich Melanie Reuß. Ein Waxing Studio gibt es in Nürnberg damals nämlich noch nicht. „Als ich gesehen habe, dass WAX IN THE CITY ein Franchise-Unternehmen ist, habe ich mich sofort beworben. Mit einem bestehenden und erprobten Geschäftskonzept fällt der Schritt in die Selbständigkeit einfach leichter: Die Marke hatte schon damals einen hohen Wiedererkennungswert. Waxing als Dienstleistung war ja kaum bekannt. Das hat mir sehr gefallen,“ so Reuß.

Der Kontakt zu Menschen war es, der ihr in der täglichen Arbeit als Zahntechnikerin zunehmend gefehlt hat. „Als Zahntechnikerin bekommt man leider nur sehr selten ein echtes Feedback zu seiner Arbeit. Das habe ich immer mehr vermisst: Zu sehen, was meine Arbeit eigentlich bewirkt,“ erläutert Melanie Reuß weiter. In Nürnberg ist sie mit ihrem Waxing Studio, das im Dezember 2007 eröffnet, der erste Waxing Anbieter überhaupt. Heute ist WAX IN THE CITY in der Frankenmetropole die Marke für Waxing.

„Seit ich mich selbständig gemacht habe, gibt es keinen typischen Arbeitstag mehr in meinem Leben: Jeder Tag ist neu, weil ich jeden Tag mit neuen und unterschiedlichen Menschen zu tun habe. Es gibt nicht den typischen Kunden oder die typische Kundin. Das einzige, was unsere Kunden gemeinsam haben, sind die unerwünschten Haare, die wir ihnen entfernen. Der direkte Umgang mit so vielen verschiedenen Menschen macht mir großen Spaß. Wer kann schon von seinem Job sagen, dass er Menschen innerhalb so kurzer Zeit glücklich machen kann? Ich bin sehr zufrieden mit meiner Arbeit als selbständige Unternehmerin. Ich möchte nicht mehr zurück ins Labor.“

Mehr über das WAX IN THE CITY Fanchisesystem lesen Sie in der aktuellen Netcoo Ausgabe Juli / August 2015. Seit dem 25.07. im Handel. Hier können Sie das Magazin direkt bestellen: Bitte klicken!

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Franchise Forum 2015

 ●  Netcoo Redaktion

Im Mittelpunkt des Franchise-Forums mit circa 300 Besuchern standen die Teilnehmer, die in diesem Jahr am ersten Veranstaltungstag die Themen selbst bestimmten. Diskutiert wurde, was die Franchisewirtschaft bewegt.

Themen waren u.a.: Partnerbetreuung und -führung, digitaler Wandel in der Franchisewirtschaft, Social Franchise und 2nd Generation Franchise: Aus Mitarbeitern Franchisenehmer gewinnen.

Am Mittwoch gaben mit Prof. Franz-Josef Esch, dem „Markenpapst“ im deutschsprachigen Raum mit dem Thema: „Wie man die eigene Marke zum Glänzen bringt“, Dr. Markus Merk, dem dreifachen Weltschiedsrichter mit dem Thema: „Sich(er) entscheiden in Drucksituationen“ und Karl Brauckmann, Geschäftsführer BackWerk Management GmbH mit dem Thema: „Wenn alles anders kommt als geplant: Kurswechsel und Rundum-Relaunch bei BackWerk“,drei Experten wertvolle Impulse für die täglich Arbeit in Franchisesystemen.

Zusätzlich wurden neue DFV-Publikationen vorgestellt, die der Verband in den vergangenen Monaten in seinen Ausschüssen erarbeitete.

Zum einen Guidelines für Franchisesysteme für Social Media und PR durch den Ausschuss Marketing, PR und Social Media unter der Leitung von Matthias H. Lehner, Gründer und Geschäftsführer von Bodystreet sowie DFV-Vorstandsmitglied.

Zum anderen stellte der Ausschuss Qualität und Ethik unter dem Vorsitz von Carsten Gerlach, Gründer und Inhaber von Joey's Pizza Service und DFV-Vorstandsmitglied, im Rahmen der Entwicklung der Franchise-Compliance Deutschland einen Kodex für Franchiseexperten, einen Franchisenehmer-Kodex sowie einen Leitfaden zur Schaffung eines Franchisebeirates vor.

Diese können ab sofort in der DFV-Geschäftsstelle bestellt oder in digitaler Form über die Website des DFV unter www.franchiseverband.com - „Publikationen“ -abgerufen werden.

Bilder: Deutscher Franchise-Verband e.V

{gallery}Franchise Forum 2015{/gallery}

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Deutsche Franchisewirtschaft weiter auf stabilem Wachstumskurs trotz sinkender Franchisenehmerzahlen

 ●  Netcoo Redaktion

Die deutsche Franchisewirtschaft entwickelte sich trotz sinkender Franchisenehmerzahlen 2014 weiterhin positiv. Die Anzahl der Franchisesysteme hingegen stieg.

Bei der Zahl der Franchisesysteme war innerhalb eines Jahres ein Zuwachs um 8 Prozent von 994 auf rund 1.075 zu verzeichnen, was sich auch im Umsatz dieses Wirtschaftssektors widerspiegelte Dieser wuchs 2014 um 16,9 Prozent von 62,8 auf 73,4 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Franchisenehmer ist jedoch im Vergleich zu 2013 gesunken, von 76.500 um 5,4 Prozent auf 72.384.

„Einerseits wächst der Markt mit neuen, innovativen und attraktiven Franchisekonzepten und viele Franchisegeber konkurrieren untereinander immer stärker um die besten Franchisenehmer. Andererseits fehlt es immer mehr an Unternehmensgründern, da bei der aktuell stabilen Arbeitsmarktlage nur sehr schwer Personen zu finden sind, die ihre „sichere“ Festanstellung gegen eine Selbstständigkeit tauschen wollen. Franchisesysteme wachsen somit immer häufiger mit bereits bestehenden Franchisepartnern durch sogenanntes Multi-Unit Franchising, mit eigenen Betrieben oder durch die Übernahme bestehender Standorte, wenn Franchisepartnerschaften vertraglich auslaufen“, erklärt der Geschäftsführer des deutschen Franchise-Verbandes e.V. Torben L. Brodersen.

„Das erklärt auch, warum die Anzahl der Mitarbeiter in der gesamten Franchisewirtschaft 2014 unterm Strich gestiegen ist, nämlich um 3 Prozent von 525.300 auf 541.040 im Vergleich zum Vorjahr.“

Fitness- und Social Franchisesysteme gewinnen immer mehr an Bedeutung

Betrachtet man die Anteile der Franchisesysteme nach Branchen, ergibt sich für 2014 folgendes Bild: Der Dienstleistungssektor verzeichnet mit 38 Prozent zwar 7 Prozentpunkte weniger im Vergleich zum Vorjahr, herausgerechnet ist hier in diesem Jahr jedoch erstmals der Bereich Fitness/Gesundheit. Dieser entwickelt sich entsprechend den Megatrends „Healthstyle“, „Demografischer Wandel“ und „Greenomics“ immer stärker und macht bereits 9 Prozent des Gesamtmarktes aus.

Einen wachsenden Anteil im Dienstleistungsbereich haben neuerdings auch Social Franchise Systeme, die immer stärker am Markt Einzug erhalten.

Die Bereiche Handel und Hotel/Gastronomie bleiben mit 25 und 19 Prozent weiterhin stabil. Das Handwerk hat einen Rückgang um 4 Prozentpunkte, von 11 auf 7 Prozent, zu verzeichnen.

Die vorliegenden Werte basieren auf einer Umfrage, die der DFV im März 2015 unter Franchisegebern gemeinsam mit dem Internationalen Centrum für Franchising und Cooperation (F&C) und der Spectos GmbH durchführte.

Grafiken: Deutsche Franchise-Verband e.V.

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Town & Country verkauft erneut über 3.000 Häuser – deutliches Wachstum bei der Anzahl der Franchise-Partner

 ●  Netcoo Redaktion

Mit 3.044 verkauften Häusern und einem Auftragseingang von 523,1 Mio. Euro zieht Town & County eine positive Bilanz und unterstreicht damit seine marktführende Position.


Die Anzahl an Franchise-Partnern im Hausbau erhöhte sich um zehn Prozent – damit baut das Franchiseunternehmen zudem seine Präsenz in den Regionen deutlich aus.

„Auch trotz der günstigen Finanzierungsmöglichkeiten verzeichnet der Markt für Einfamilienhäuser derzeit keinen Zuwachs – vor allem wegen der hohen Grundstückspreise“, erklärt Jürgen Dawo, Gründer von Town & Country Haus. Das zeige auch die rückläufige Zahl an Baugenehmigungen, die 2014 für Ein- und Zweifamilienhäuser erteilt wurden.

Knappes Bauland und hohe Grundstückspreise – diesen Herausforderungen am Markt begegnet das Unternehmen mit neuen, an die Situation angepassten, neuen Haustypen. So wurde 2014 ein Modell speziell für besonders kleine und schmale Grundstücke eingeführt. „Mit unseren standardisierten Markenhäusern ermöglichen wir so ein preisgünstiges Bauen bei hoher Qualität“, so Dawo weiter. Besonders gefragt waren die Häuser der Flair-Serie. Fast jedes zweite Haus ist zudem ein KfW-förderfähiges Energiesparhaus.

Deutlicher Zuwachs gelang Town & Country Haus 2014 bei der Expansion mit Franchise-Partnern. Allein 21 neue Franchise-Partner im Hausbau, allesamt führungserfahrene Manager, haben sich dem Unternehmen im vergangenen Jahr angeschlossen. Als „bauende“ Partner sind sie für die Erstellung der Häuser mit lokalen Handwerksunternehmen verantwortlich. Damit baut Town & Country Haus seine Position mit regionalen Ansprechpartnern vor Ort weiter aus. Insgesamt zählt das Franchise-System 120 bauende Partner – ein Zuwachs von zehn Prozent.

Die neuen Unternehmer befinden sich derzeit in der Aufbauphase und sichern das weitere Wachstum in den nächsten Jahren. Für einen schnellen Markteinstieg unterstützt Town & Country Haus sie mit Schulungen sowie einem individuellen Start-up-Management, im Rahmen dessen neue Partner über mehrere Monate begleitet werden. „Das Thema Wissenstransfer steht auch im kommenden Jahr im Fokus. Dazu werden wir das Programm im Town & Country Schulungszentrum weiter ausbauen, um insbesondere auch in der Beratung zukünftiger Bauherren eine hohe Qualität zu sichern“, so Dawo.

Auch im Verkauf konnte die Zahl der Franchise-Partner deutlich gesteigert werden: Hier haben sich ebenfalls 21 neue Franchise-Partner im System etabliert, die die Kundenberatung und den Verkauf der Häuser durchführen. Insgesamt ist Town & Country Haus mit über 300 Partnern am Markt aktiv.

Um sich für weiteres Wachstum zu rüsten, plant Town & Country Haus im kommenden Jahr Werbekampagnen auf regionaler und überregionaler Ebene. Mit dem Ausbau des Nutzens für die Kunden sind eine ganze Reihe von Entwicklungsprojekten innerhalb des Town & Country Systems in Vorbereitung, die 2015 zur Umsetzung kommen werden. Dazu gehören z.B. ein neues Kundenportal, Anbindung von Handwerkerkapazitäten an die regionalen Partner und die Straffung der Prozesse und Unterstützung durch neue Softwarelösungen. „Bei sämtlichen Innovationen steht der Nutzen für den Kunden im Mittelpunkt. Im Ergebnis wollen wir so unsere Franchise-Partner noch besser dabei unterstützen, die Marktführerschaft in ihrer Region nachhaltig auszubauen“, so Dawo.

Bild: © Town & Country Management - Dr. Michelfelder (links) und Gründerfamilie Dawo

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Franchise: Wachstum 2014 hauptsächlich mit bestehenden Franchisepartnern und externen Unternehmern

 ●  Netcoo Redaktion

Die deutsche Franchisewirtschaft wächst 2014 hauptsächlich mit bestehenden Franchisepartnern und externen Unternehmern.

Dies sind die Ergebnisse einer vom Deutschen Franchise-Verband e.V. (DFV) unter rund 500 Personen aus Mitgliedsunternehmen durchgeführten Online-Umfrage im Zeitraum November und Dezember 2014.

47 Prozent der Befragten gaben an, 2014 ihre Expansionsziele erreicht zu haben. Dies sind 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Betrachtet man jedoch die Personengruppen, mit denen Franchisesysteme 2014 hauptsächlich expandiert haben, so wird deutlich, dass es sich hierbei um bestehende externe Unternehmer, die sich einem Franchisesystem anschließen sowie um bereits bestehende Franchisenehmer (Multi-Unit-Franchising) handelt. Im Rahmen des Multi-Unit-Franchisings können bestehende Franchisepartner in der Regel zwischen drei und zehn weitere Betrieben eröffnen.

Unternehmensgründer machen bei der Expansion zwar mit 43 Prozent immer noch den größten Anteil aus, haben jedoch im Vergleich zum Vorjahr 20 Prozentpunkte verloren.

Die Ursachen für den Rückgang des Wachstums mit Unternehmensgründern liegen in einem starken Arbeitsmarkt und einer daraus resultierenden Schwäche der Gründungsdynamik. Dieser Trend wird dadurch gestärkt, dass z.B. auch die Gründung aus der Arbeitslosigkeit seit Jahren gehemmt wird. So fiel z.B. ab dem 01.01.2012 der Gründungszuschuss als Pflichtleistung sowie ab dem 01.01.2014 das „Gründercoaching Deutschland für Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit“ durch die Arbeitsagenturen vor Ort weg. „Die dafür eingetretenen Leistungen sind weniger umfangreich und bieten keine privilegierte Förderung für Arbeitslose“, so Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des DFV.

Diese Ergebnisse spiegeln sich auch in der Zielgruppe wider, die für Franchisesysteme interessant ist. Für 48 Prozent der Befragten sind bei der Ansprache potenzieller Franchisenehmer angestellte Fach- und Führungskräfte die beliebteste Zielgruppe, gefolgt von bestehenden Unternehmern mit 34 Prozent. Gründer aus der Arbeitslosigkeit befinden sich auf Rang drei und kommen im Vorjahresvergleich mit 9 Prozent auf 3 Prozentpunkte weniger.

Schaut man sich an, wie sich Franchisenehmer 2014 finanziert haben, wird klar, dass im Vergleich zum Jahr 2013 weniger Franchisenehmer auf eine Mischfinanzierung aus Fremd- und Eigenkapital setzen. Die Eigenkapitalfinanzierung ist von 18 Prozent auf 22 Prozent gestiegen. Der Gründungszuschuss macht 15 Prozent bei der Finanzierung aus. Dies zeigt, dass der Gründungszuschuss zur Finanzierung von Gründern aus der Arbeitslosigkeit nach wie vor wichtig ist.

Bei über 60 Prozent der Finanzierungen von Franchisenehmern ist Fremdkapital beteiligt. Private Geldgeber haben jedoch im Vergleich zum letzten Jahr von 5 auf 16 Prozentpunkte erheblich zugenommen. Alternative Finanzierungsformen, wie z.B. durch Crowdfunding oder Venture-Capital sind noch zu einem sehr geringen Anteil vertreten und weisen noch ein großes Potenzial für die Zukunft auf.

Detaillierte Ergebnisse dieser Umfrage können hier eingesehen werden: Bitte klicken!

Bild: Quelle Deutscher Franchise Verband e.V.

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Franchising: Den idealen Partner auswählen

 ●  Netcoo Redaktion

Für den wirtschaftlichen Erfolg von Franchisesystemen ist es extrem wichtig, dass die richtigen Partner zusammenfinden. Kompetenzanalysen helfen, das Risiko einer Fehlentscheidung zu minimieren.


Bei Franchise-Systemen müssen die richtigen Partner zusammenfinden. Das ist für den Erfolg der Franchise-Geber und der Franchise-Nehmer sehr wichtig. Denn scheitert ein Franchise-Nehmer aufgrund von Fehlern bei der Partnerwahl, dann ist für ihn hiermit oft ein existenzgefährdender wirtschaftlicher Schaden verbunden. Zudem leiden sein Selbstwertgefühl und seine Familie darunter. Und der Franchise-Geber? Auch er erleidet einen hohen wirtschaftlichen Schaden. Doch nicht nur dies! Hinzu kommt ein Imageschaden – im Markt und bei den verbliebenen Franchise-Nehmern. Denn gescheiterte Franchise-Unternehmer begründen in der Regel ihr Aus nicht mit persönlichen Fehlern und Versäumnissen, sondern mit vermeintlichen Defiziten des Franchisesystems – auch zum Selbstschutz. „Das Konzept ist nicht marktfähig.“ „Ich erhielt keine angemessene Unterstützung.“ „Die Franchise-Gebühren waren zu hoch.“ „Die straffen Vorgaben schnürten mir als Unternehmer die Luft ab.“

Deshalb sollten vor Abschluss eines Franchise-Vertrags die Beteiligten genau checken: Sind wir die richtigen Partner? Würden von einer Zusammenarbeit beide Seiten profitieren? Das ist auch wichtig, weil eine selbstständige Existenz als Unternehmer im Rahmen eines Franchise-Systems besondere Anforderungen an den jeweiligen Unternehmensgründer stellt.


Spezielle Unternehmer-Typen sind gefragt

Ein Franchise-Unternehmer muss selbstverständlich – wie jeder Unternehmer – über das für die jeweilige Geschäftstätigkeit nötige Fachwissen verfügen; des Weiteren über die nötige Vorerfahrung. Er muss zudem über die erforderlichen Skills verfügen, um ein Unternehmen und gegebenenfalls Mitarbeiter zu führen. Doch dies allein genügt nicht! Denn wie jedes Ding hat auch das Franchising zwei Seiten. So erleichtert die bereits erfolgte Markenbildung durch den Franchise-Geber dem Franchise-Unternehmer beispielsweise den Markteintritt. Außerdem nimmt ihm der Franchise-Geber gewisse unternehmerische Aufgaben entweder ab oder erleichtert ihm diese – zum Beispiel im Bereich Einkauf, Marketing und Mitarbeiterschulung. Der Franchise-Vertrag schränkt jedoch auch, um die Marke zu schützen, die unternehmerischen Freiheiten des Franchise-Nehmers ein – zum Beispiel beim Gestalten der Produkt-/Leistungspalette sowie des Außenauftritts. Das muss ein Franchise-Unternehmer rational und emotional akzeptieren. Er muss – weil er davon überzeugt ist, hiervon zu profitieren – sich so stark mit der Marke identifizieren, dass er bereit ist, gewisse unternehmerische Entscheidungskompetenzen an den Franchise-Geber zu delegieren. Auch inwieweit dies der Fall ist, gilt es im Vorfeld zu checken. Sonst sind Kompetenzstreitigkeiten und Unzufriedenheit auf beiden Seiten vorprogrammiert.

Ein wichtiger Indikator dafür, ob eine Partnerschaft voraussichtlich erfolgreich ist, stellt die Biografie des potenziellen Franchise-Nehmers dar. Zudem gilt es im Vorfeld die wechselseitigen Erwartungen abzuklopfen – zum Beispiel hinsichtlich Umsatz und Ertrag, aber auch bezüglich der Zusammenarbeit. Doch dies allein genügt nicht. Vielmehr gilt es auch zu ermitteln, ob die Kultur des Franchise-Gebers und die Art, wie er die „Partnerorganisation“ führt, mit der Persönlichkeit des potenziellen Franchise-Nehmers harmonieren. Dies im Vorfeld der Kooperation zu ermitteln, ist schwierig – vor allem, weil diese Frage die Persönlichkeit des Franchise-Nehmers tangiert. Deshalb empfiehlt es sich hierbei, auf solche Analysetools zurückzugreifen, wie sie in Personalauswahlverfahren oft zum Einsatz kommen, denn mit ihnen können die Einstellungs- und Verhaltenspräferenzen einer Person sichtbar und besprechbar gemacht werden.


Die Kompetenzanforderungen treffsicher beschreiben

Ein Problem bei diesen umgangssprachlich auch Persönlichkeitstests genannten Diagnose-Tools ist: Sie sind nicht auf die Anforderungen fokussiert, die das Franchising an die Unternehmer-Persönlichkeit stellt. Hinzu kommt: Welche Kompetenzen ein Franchise-Unternehmer benötigt, ist von Franchise-System zu Franchise-System verschieden – nicht nur weil sie in unterschiedlichen Märkten agieren, sondern auch, weil sie ihren Franchise-Nehmern ein unterschiedlich hohes Maß an Unterstützung gewähren. Also müssen auch die Franchise-Unternehmer unterschiedliche Kompetenz-Profile haben. Entsprechend wichtig ist es für Franchise-Systeme, deren Soll- beziehungsweise Ideal-Profile exakt zu bestimmen, damit sie einerseits die richtigen Franchise-Nehmer auswählen, aber andererseits an potenzielle Kandidaten keine Kompetenz-Anforderungen stellen, die diese beispielsweise aufgrund der gewährten Unterstützung gar nicht erfüllen müssen. Denn dies würde den Kreis der möglichen Franchise-Nehmer unnötig einengen.


Die richtigen Franchise-Unternehmer auswählen

Das Entwickeln eines solchen Benchmark-Profils und Auswahltools ist mit hohen Kosten verbunden – vor allem, weil dessen Aussagen valide sein müssen. Das heißt: Das Tool muss tatsächlich messen beziehungsweise analysie-ren, was es zu messen und zu analysieren vorgibt. Das Entwickeln eines so validen Tools können sich junge und kleine Franchise-Systeme meist nicht leisten. Deshalb hat das Beratungsunternehmen Kaltenbach Training mit Dr. Dieter Fröhlich, dem Präsidenten des Deutschen Franchise-Verbands e.V., und Torben Leif Brodersen, dem Geschäftsführer des Verbands, ein Benchmark-Modell entwickelt, mit dem Franchisegeber die Eigenschaften des idealen Franchise-Nehmers für ihr System definieren können. Dieses Profil kann anschließend mit dem berufseignungsdiagnostischen Testverfahren ASSESS, das anhand von 345 Fragen die Ausprägung von 24 Persönlichkeitsdimensionen bei Menschen misst, mit den Kompetenzen von potenziellen Franchise-Nehmern abgeglichen werden. Anhand der Antworten auf die Fragen wird dann für den jeweiligen Kandidaten ein „Selection-Report“ erstellt. In ihm sind die vorab definierten Persönlichkeitseigenschaften und Kompetenzen aufgelistet, die für das jeweilige Franchise-System wichtig sind. Zudem wird dargestellt, wie ausgeprägt diese Eigenschaften und Kompetenzen beim jeweiligen Kandidaten sind. Außerdem erhält der potenzielle Franchise-Geber einen Interviewleitfaden mit speziellen Fragen, die auf die kritischen individuellen Ergebnisse bei dem jeweiligen Kandidaten zugeschnitten sind.

Der Vorteil einer solchen Analyse und eines solchen Reports ist: Der Franchise-Geber erhält ein klares Bild davon, in welchem Maß ein potenzieller Franchise-Nehmer seinem „Idealbild“ entspricht. Er erhält außerdem eine klare Handlungsanleitung, um kritische Punkte nochmals zu hinterfragen. Ein weiterer Vorteil eines so objektivierten Analyseverfahrens: Subjektive Bewertungsfehler, die in persönlichen Auswahlgesprächen oft auftreten – zum Beispiel, wenn ein Kandidat sich sehr gut verkauft oder die Gesprächspartner sich sympathisch sind, werden nahezu ausgeschlossen.


Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit

Mit diesem Analysetool kommen Franchise-Geber im Auswahlprozess ihrer Franchise-Nehmer einer objektiv richtigen Entscheidung um ein Vielfaches näher. Steht fest, dass ein Kandidat die persönlichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Franchise-Unternehmertum mitbringt, müssen der potenzielle Franchise-Geber und der potenzielle Franchise-Nehmer nur noch feststellen: Stimmt auch die Chemie zwischen uns und sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen beim Kandidaten erfüllt? Danach kann der Vertrag unterzeichnet werden und die Kooperation beginnen.


Auch der potenzielle Franchise-Nehmer profitiert von einem solchen Check. Denn er erhält anhand der Analyse-Ergebnisse nochmals ein valides Feedback, inwieweit er die persönlichen
Voraussetzungen erfüllt, um als Franchise-Unternehmer erfolgreich zu sein. Das hilft ihm im negativen Fall, eventuell ruinöse Fehlentscheidungen zu vermeiden. Und im positiven Fall? Bestätigt dies sein Ja zum Franchise-Geber, was die wechselseitige Beziehung auf eine tragfähigere Basis stellt. Dies auch aus folgendem Grund: Aus den Analyse-Ergebnissen lässt sich auch ableiten, an welchen Punkten der „Jung-Unternehmer“ noch an sich arbeiten sollte, damit aus ihm eine reife Unter-nehmerpersönlichkeit wird. Also kann ihm der Franchise-Geber eine individuelle Unterstützung gewähren.

Über den Autor: Ralph Guttenberger ist geschäftsführender Gesellschafter des Trainings- und Beratungsunternehmens Kaltenbach Training. Der Diplom-Ingenieur für Luftfahrttechnik war vor seiner Beratertätigkeit unter anderem zwei Jahrzehnte in geschäftsführenden Positionen für verschiedene Franchise-Unternehmen tätig. Zudem blickt er auf 22 Jahre Erfahrung im Aufbau und Führen von Vertriebsteams in mehreren Franchise-Unternehmen vorwiegend aus dem Bereich hochwertiger Produkte und Dienstleistungen zurück. Er ist akkreditierter Fachmann für mehrere Personalanalyse-Verfahren. www.kaltenbach-training.de

Bild: © Fotolia.com

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Unternehmensgründer in Deutschland: Allein und ausgebremst?

 ●  Netcoo Redaktion

Bundestagsfraktionen beantworten Anfrage des Deutschen Franchise-Verbandes e.V.

Viele Existenzgründer fühlen sich unzureichend über finanzielle Fördermöglichkeiten informiert und von den Arbeitsagenturen alleingelassen. Dieses und andere Umfrageergebnisse nahm der DFV zum Anlass die fünf Bundestagsfraktionen vor der kommenden Bundestagswahl zu ihren Positionen bezüglich der Förderung von Existenzgründungen in Deutschland schriftlich zu befragen. Bis auf Die Linke antworteten alle Fraktionen.

Oppositionsfraktionen wollen Gründungszuschuss als gesetzliche Pflichtleistung wieder einführen

Die Fraktionen von SPD und Grünen sehen die Wiedereinführung des Gründungszuschusses bzw. die Rücknahme der Mittelkürzung als ein Kernelement zur Förderung von Existenzgründern an. Für Union und FDP soll der Gründungszuschuss weiterhin eine Ermessensentscheidung des Beraters bleiben.

Die Union plant hingegen, die Gründungsfinanzierung durch einen erleichterten Zugang zu Wagniskapital auszubauen. Steuerliche Anreize für diese Finanzierungsformen sollen dazu beitragen.

Die SPD will die Gründercoaching-Variante „Gründungen aus Arbeitslosigkeit“ beibehalten und sieht durch die 90-prozentige Bezuschussung des Beratungshonorars von zugelassenen Gründungsberatern einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit.

Unklare Zukunft für den „Mikrokreditfonds Deutschland“

Im Gegensatz zu bekannt gewordenen Überlegungen der CDU, das Förderprogramm zum Ende dieses Jahres einzustellen, sieht die FDP darin weiterhin einen wichtigen Baustein zur Förderung von Gründungen und einer erfolgreichen Selbständigkeit. Auch die SPD hält am Mikrokreditfonds fest, der sich nach Angaben der Fraktion als effizientes Instrument zur Schaffung von Arbeitsplätzen - 1,5 Arbeitsplätzen pro Mikrokredit - erwiesen hat.

Soziale Absicherung von Gründern

Zu diesem Thema äußert sich die SPD als einzige Fraktion: Sie möchte Existenzgründern einen besseren Zugang zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung ermöglichen; auch langjährig Selbständige sollen sich wieder versichern können. Ebenfalls sollen Selbständige den gleichen Zugang zu den Leistungen des Arbeitslosengeldes (ALG I und ALG II) erhalten wie Arbeitnehmer. Hierzu soll die bestehende Beitragshöhe überprüft und entsprechend angepasst werden.

„Insgesamt bleibt festzustellen“, so der Geschäftsführer des DFV, Torben L. Brodersen, „dass alle Parteien zu wenig konkrete Lösungsvorschläge und Maßnahmen anbieten, um Existenzgründer ausreichend zu unterstützen und Anreize für neue Existenzgründungen zu schaffen. Nach wie vor sieht der DFV die massive und ersatzlose Kürzung der Mittel für den Gründungszuschuss als nachgewiesen effizientes Förderinstrument als sehr kritisch an. Hiermit wurde ein kontraproduktives Signal ausgesendet.“

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