Problematische Pillen: „Die Pharma-Lüge“

Gesundheit   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Auch in seinem zweiten Buch beschreibt Ben Goldcare bittere Wahrheiten. Es ist die „Analyse einer kaputten Medizin und einer durch und durch korrupten Industrie“.

Kein Arzt weiß genau, was er verschreibt. Kein Patient kennt sämtliche Nebenwirkungen seines Medikaments. Der Grund: Die Pharmaindustrie legt ihre Studien nicht offen – und die Zulassungsbehörden schützen die Konzerne dabei. Das Buch „Die Pharma-Lüge“ des Mediziners und Journalisten Ben Goldcare, der sich seit Jahren in seiner wissenschaftlichen Kolumne im „Guardian“ mit Ungereimtheiten in der Welt von Gesundheit und Forschung beschäftigt, ist die Analyse einer kaputten Medizin und einer durch und durch korrupten Industrie. Goldcare beschreibt die Machenschaften der Pharmaunternehmen und wie die Wissenschaft zu ihren Zwecken sabotiert wird – zum Schaden der Patienten und der Allgemeinheit.

Das Buch beleuchtet die verschiedenen Arten, die Wissenschaft zu manipulieren: „Negative“ Studien nicht veröffentlichen, „negative“ Daten weglassen oder uminterpretieren, Rohdaten den Universitätsforschern vorenthalten und damit eine unabhängige und kritische Analyse verunmöglichen, gesetzliche Rahmenbedingungen zu ihren Zwecken verändern, Mediziner mit Marketing manipulieren, wissenschaftliche Artikel durch Ghostwriter verfassen lassen …

Die einzelnen Elemente sind längst bekannt, aber alles in einem Buch zu lesen, das ist erschreckend. Doch Goldcare listet nicht nur die Missstände auf, er bringt auch konkrete „Genesungsvorschläge“– für Ärzte, Forscher, Regulierungsbehörden, Patienten, Patientenorganisationen, Forschungsförderungsinstitutionen, Politiker.

Eines der Hauptprobleme ist, dass die Pharmaunternehmen Daten zurückhalten und verstecken. Dabei ist ein Kernpunkt evidenzbasierte Medizin, dass ausnahmslos alle ausgewertet werden – und nicht nur die Daten, die einem passen und gefallen. Solcherlei „Rosinenpickerei„ist offenbar nicht unüblich, berichtet der Autor: Beispielsweise hat Pfizer, das größte Pharmaunternehmen der Welt, Hersteller von Viagra, drei Viertel seiner Patientendaten seines Antidepressivums Reboxetin nicht veröffentlicht. Man ahnt es schon – nur die „positiven Daten“ wurden veröffentlicht, dennoch gilt das Medikament als wirksam. Werden jedoch alle Daten herangezogen, verschwindet die Wirkung. Das Traurige daran: Pfizer hat ganz legal gehandelt. Noch trauriger ist, dass der Öffentlichkeit suggeriert wird, dass das Problem gelöst wurde und nicht mehr auftreten kann. Im Buch bezeichnet Goldcare diese Korrekturen als „Fake Fixes“ (Scheinkorrekturen).

…„Goldacre liefert keine Verschwörungs­theo­rien, sondern Kapitel für Kapitel anspruchsvolle Beweisführung.“ (Der Spiegel)

… das Buch „bohrt unerbittlich in den Tiefen des Pillengeschäfts.“ (Stuttgarter Zeitung)

Quellen: patientensicht.ch; freitag.de
Bild: © nikesidoroff – Fotolia.com

Hier können Sie in das Buch hineinklicken: http://www.amazon.de/Die-Pharma-L%C3%BCge-Arzneimittelkonzerne-irref%C3%BChren-Patienten/dp/3462045776

http://www.freitag.de/buch-der-woche/die-pharma-luege/pharma_leseprobe

http://www.freitag.de/buch-der-woche/die-pharma-luege

Quelle: http://www.portavitalia.com/gesundheit/problematische-pillen-die-pharma-luege

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