Die Tricks der Online-Händler – und wie du sie entlarven kannst!

Geld verdienen   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Die Uhrzeit bestimmt deinen Preis. Ist das nicht verrückt? Aber tatsächlich ist das so. Die Preisgestaltung im Internet bietet wirklich jede Menge Anlass, sich zu ärgern.

In vielen Online-Shops gelten morgens andere Preise als nachmittags und auch, wer über das Smartphone einkauft, bezahlt mehr, als per PC. Sparen kann nur, wer die Tricks der Händler kennt.

Preise für Mode, Technik und Kosmetik können bei einzelnen Anbietern online stark schwanken, manchmal fallen oder steigen die Preise sogar innerhalb eines Tages. Wir kennen das von Tankstellen, doch jetzt hat die Preisachterbahn auch das Online-Shopping erreicht.

Der Fachbegriff für die dynamische Preisgestaltung lautet Dynamic Pricing. Ein Beispiel: Wer online nach einem Flug von Hamburg nach Palma sucht, bekommt den Flug beim ersten Klick günstiger angezeigt als beim zweiten Aufruf. Dem User wird so vermittelt, dass er schnell kaufen muss, da der Preis sonst ansteigt. Das Portal erkennt durch das Setzen von Cookies (das sind kleine Dateien, die den Besuch auf der Webseite registrieren), wonach gesucht wird. Wer also häufiger nach einem Flug von Hamburg nach Palma sucht, bekommt beim nächsten Besuch im Web die günstigen Preise gar nicht mehr angezeigt.

Auch bei Amazon ändern sich die Preise ständig. Mehrere Millionen Preisanpassungen pro Tag (!) sind absolut üblich. Es gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Die Preise verändern sich anhand ihrer Beliebtheit, aber auch Wochentag und Monat spielen eine Rolle bei der Preisgestaltung. Eine Studie hat ergeben, dass die Preise von Elektroartikeln, gebrauchten Büchern, E-Books und DVDs häufiger verändert werden als etwa Preise von Mode und Einrichtungsgegenständen.

Es gibt sogar Online-Händler, die unterscheiden, ob vom Mobilgerät oder vom PC auf den Shop zugegriffen wird. Mobil ist die Ware teurer, denn der Händler vermutet beim mobilen Zugriff auf den Shop eine Dringlichkeit. Wer es eilig hat, vergleicht nicht lange und kauft. Sonderangebote werden beim mobilen Scrollen erst später oder gar nicht angezeigt. In Tests wurde sogar festgestellt, dass es einen Preisunterschied bei Apple- und Android-Kunden gibt. Apple-User werden als wohlhabender eingestuft und dürfen somit auch mehr für Produkte bezahlen.

Übrigens: In einigen Supermärkten gibt es bereits digitale Preisschilder. Wer glaubt, dieses ist als eine Erleichterung für das Personal zu sehen, der täuscht. Vielmehr werden die Preise herunter gesetzt, wenn die sparsamen Hausfrauen einkaufen und angehoben, wenn in den Abendstunden die Berufstätigen shoppen.

Den besten Preis bekommt derjenige, der den Überblick behält und die Tricks der Händler kennt. Tipps: Preise vergleichen. Und hier nicht nur von verschiedenen Shops, sondern auch innerhalb eines Shops an verschiedenen Tagen und bestenfalls noch zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Händler erhöhen die Preise gern am Wochenende und abends, da dann mehr Menschen einkaufen. Es sollte lieber vom PC als von Tablet oder Handy eingekauft werden.

Am PC werden auch die Sonderangebote übersichtlich angezeigt. Preisvergleichswebseiten (www.check24.de, www.idealo.de) suchen aus zig Shops den günstigsten Preis und wer ein Produkt noch nicht kauft, sondern in den Warenkorb legt, erhält vielleicht eine Nachricht des Anbieters für ein Sonderangebot. Der Anbieter erkennt eine Kaufabsicht und möchte jetzt zum Bestellen motivieren.

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