Zweifelhafte Gerüchte über FGXpress

Direct Selling   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Kürzlich berichteten wir in unserer Onlineausgabe, dass das US-Unternehmen FGXpress, eine Division von Forever Green, im Rahmen der Markteintrittsvorbereitung, seine erste Pre-launch-Veranstaltung in Stuttgart in der Liederhalle durchgeführt hat.

Das Unternehmen plant im Jahr 2015 seinen offiziellen Markteintritt und hat dafür bereits die erforderlichen Maßnahmen für die Produktzulassungen eingeleitet, um ein rechtlichen sauberen offiziellen Start für das Europageschäft zu erreichen. Nun sind der Redaktion allerdings eine Reihe von Gerüchten über das Speerspitzen-Produkt von FGXpress, den Powerstrips, zu Ohren gekommen, denen die Netcoo-Redaktion nachgegangen ist.

So tauchten insbesondere in der Schweiz Gerüchte auf, wonach in den Powerstrips der Wirkstoff Capsacain (Cayenne-PfefferExtrakt) enthalten sei. In diesem Zusammenhang wurde ferner verbreitet, dass die Powerstrips aufgrund dieses Wirkstoffes ein Arzneimittel darstellen würden und der Vertrieb nicht zulässig sei.

Die hieraufhin angestellten Recherchen der Netcoo-Redaktion führten allerdings zu einer Widerlegung der Gerüchte.

So wurde der Netcoo ein offizielles Sachverständigengutachten vorgelegt, aus dem klar hervorgeht, dass in den Powerstrips, die in den europäischen Markt geliefert werden, dieser Wirkstoff nicht enthalten ist. Hieran lässt das Sachverständigengutachten keine Zweifel. Auf entsprechende Nachfrage wurde durch FGXpress auch nochmals bestätigt, dass mit dem offiziellen Produktlaunch nur solche Powerstrips in den europäischen Markt geliefert werden, die kein Capsacain enthalten. Außerdem wurde für diese EU-Version der Powerstrips auch bereits die Zulassung als Medizinprodukt auf Basis des geltenden EU-Rechts eingeleitet.

Weiterhin ist der Netcoo-Redaktion noch ein Schreiben des Schweizer Verbandes Network Marketing (SVNM) an dessen Mitglieder zugespielt worden.

In diesem Warnschreiben an seine Mitglieder hat der SVNM darüber informiert, dass er in den Powerstrips ein „möglicherweise gefährliches Produkt“ erkenne. Worauf der Verband die mögliche Gefährlichkeit der Powerstrips stützt, konnte allerdings nicht klar erkannt werden. In dem Schreiben ist lediglich eine Werbung von FGXpress markiert, in dem das in den Powerstrips enthaltene Germanium, der Ginseng ebenso wie das Meeresphytoplankton „gehight-lightet“ wurden.

Eine Gefährlichkeit von Ginseng oder Meeresphytoplankton ist schon per se nicht nachvollziehbar. So wird Ginseng regelmäßig mittlerweile in Nahrungsergänzungsmitteln, aber auch Kosmetikprodukten ebenso wie teilweise auch in Heilsalben zur Anwendung gebracht, sodass hier nicht von einer Gefährlichkeit ausgegangen werden kann. Gleiches gilt für Phytoplankton. Diese Meeresalge wird auch in Europa allgemein auch als Lebensmittel zum Verzehr angeboten und gilt aufgrund des großen Mineralienanteils als äußerst gesund.

Verbleibt noch das ebenfalls in dem Schreiben erwähnte „elementare Germanium“. Germanium ist sicherlich nicht zum Verzehr als Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittel geeignet. Allerdings erfolgt die Anwendung hier auch nicht als Lebensmittel. Vielmehr befindet sich das Germanium ausweislich der von dem SVNM selbst zitierten Werbepassage von FGXpress in der äußeren Schicht der Powerstrips, die nicht mit der Haut in der Verbindung kommen.

Solche Beschichtungen sind nach der Auskunft von FGXpress nicht zu beanstanden und nach Auskunft des Unternehmens ebenfalls in verschiedenen zugelassenen Medizinprodukten wie z.B. Wärmeentspannungsmatten enthalten.

Aus diesem Grund erschließt sich nicht so recht, weshalb der SVNM hier von einem möglicherweise gefährlichen Produkt ausgeht.

Auf Nachfrage bei FGxpress wurde dort außerdem mitgeteilt, dass der Schweizer Verband auch zu keiner Zeit eine Anfrage zu dem Produkt bei FGXpress eingereicht hätte. Darüber zeigte sich die Unternehmensführung enttäuscht, da man hier schlicht vorverurteilt würde, ohne gegenüber dem Verband die Möglichkeit erhalten zu haben, eine entsprechende Stellungnahme abzugeben.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass es die Aufgabe eines jeden Verbandes ist, die Interessen seiner Mitglieder in ordnungsgemäßer und umfassende Weise zu wahrzunehmen. Zu dieser Obliegenheit des Verbandes gehört allerdings auch, dass vor Adressierung von lapidaren Warnschrieben eine umfassendere Sachverhaltsaufklärung und Nachforschung zu erfolgen hat, als dies offenkundig vor Versendung des Warnschreibens des SVNM geschehen ist. Der Verband muss sich mithin die Frage gefallen lassen, ob er hier den Obliegenheiten gegenüber seinen Verbandsmitgliedern hinreichend nachgekommen ist.

Zusammenfassend zeigen die beiden vorgenannten Sachverhalte auf, dass in der Branche aufgrund des für 2015 geplanten Markteintrittes von FGXpress eine gewisse Unruhe eingetreten ist. So scheinen, nach der Netcoo vorliegenden Informationen, Teile der Network Marketing Branche zu befürchten, dass sie Marktanteile durch einen erfolgreichen Produktlaunch von FGXpress einbüßen könnten. Vor diesem Hintergrund erklären sich sodann auch die vorgenannten Gerüchte als „mediale“ Abwehrmaßnahmen, um den Markteintritt eines neuen Wettbewerbers jedenfalls zu erschweren.

Ob ein solches Gebaren für die Branche wünschenswert ist oder nicht, mögen die Beteiligten für sich selbst klären. Die Netcoo-Redaktion jedenfalls meint, dass die beste Förderung des eigenen Wettbewerbs stets die Entwicklung eigener innovativer Produkte und Marketingmaßnahmen ist und nicht die Verhinderung von möglichen Markteintritten durch Wettbewerber.

Bild: © Marco2811 – Fotolia.com

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.