Vorwerk stellt Meldung über Arbeitsplatzabbau richtig

Direct Selling   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Eine weit verbreitete Pressemeldung löste in diesen Tagen in der Network Marketing-Szene, aber auch unter den Fans des Thermomix, große Bestürzung aus. Zahlreiche Medien berichteten, dass „wegen einer gesunkenen Nachfrage in Europa die Küchenmaschine nicht länger am Sitz des Unternehmens Vorwerk in Wuppertal gefertigt werden soll. Die Produktion dort laufe voraussichtlich Ende 2019 aus. Vorwerk will 200 Vollzeitstellen am Stammsitz abbauen.

Wachstumschancen sieht Vorwerk in Asien. Deshalb soll dort eine neue Thermomix-Fertigung entstehen.“ Auf Nachfrage der Netcoo-Redaktion stellt Sandra Krieger, PR-Referentin Unternehmenskommunikation Vorwerk & Co. KG, klar: „Fälschlicherweise wird derzeit in einigen Medien der Eindruck erweckt, dass Vorwerk seine Thermomix-Produktion von Wuppertal nach China verlagert. Dieses ist nicht der Fall.“

Es ändert sich etwas bei Vorwerk. Nach Abschluss der Verhandlungen haben Arbeitnehmervertreter und Management der Belegschaft der Vorwerk Holding sowie der Elektrowerke am 27. Juni 2019 im Rahmen einer Betriebsversammlung die Maßnahmen des Umstrukturierungsprogramms vorgestellt. Die Vorwerk Gruppe ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Ein Grund hierfür ist unter anderem die Einführung neuer Technologien und digitalisierter Produkte. Nach dem starken Wachstum befindet sich Vorwerk nun in einer Phase der Konsolidierung. Im Rahmen der Umstrukturierung stehen bei den Wuppertaler Vorwerk Gesellschaften insgesamt 200 Vollzeitstellen zur Disposition. Mehr als die Hälfte davon sollen über natürliche Fluktuation, Renteneintritte, Altersteilzeitregelungen oder ähnliches abgedeckt werden. Darüber hinaus gibt es ein Freiwilligenprogramm. Betriebsbedingte Kündigungen sollen soweit wie möglich vermieden werden. Die maximale Anzahl betriebsbedingter Kündigungen ist auf 85 Vollzeitstellen beschränkt. Die Maßnahmen sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

Vorwerk teilt gegenüber Netcoo mit, dass der nun geplante Abbau von Arbeitsplätzen aus der Umstrukturierung des Unternehmens und dem Heben von Synergien resultiert. Weltweit beschäft die Vorwerk Gruppe mehr als 12.000 festangestellte Mitarbeiter, in Wuppertal sind bei den Unternehmen der Vorwerk Gruppe etwa 2.500 Mitarbeiter tätig. Das 1883 gegründete Familienunternehmen baut in seinem Kerngeschäft auf die Produktion und den Vertrieb hochwertiger Haushaltsprodukte (Küchenmaschine Thermomix, Staubsauger Kobold, Werkzeuge Twercs, Temial-Teegerät) und Kosmetika (Jafra Cosmetics). Vorwerk konzentriert sich hier immer auf den Kunden und setzt auf den Direktvertrieb, auf eigene Online-Shops und Vorwerk Stores in guten Innenstadtlagen. Zur Vorwerk-Familie gehören außerdem die akf Bank, die Vorwerk Teppichwerke und die Hectas Gruppe als Schwesterunternehmen. Vorwerk ist in über 70 Ländern aktiv und mehr als 633.000 selbständige Berater setzen auf die Qualität und das Know how des Wuppertaler Konzerns.

Sandra Krieger ergänzt in Bezug auf den Thermomix: „Richtig ist, dass unsere Variantenfertigung für den Thermomix Ende des Jahres in Wuppertal ausläuft. Die bis dahin in Wuppertal gefertigten Varianten für den Thermomix werden anschließend in unserem Stammwerk in Frankfreich produziert. Dort fertigen wir bereits seit Jahrzehnten die Geräte für die großen europäischen Märkte, unter anderem auch für Deutschland. Die Motorenfertigung sowie die Fertigung weiterer wichtiger Komponenten für den Thermomix – wie beispielsweise das Mixmesser – findet auch weiterhin in Wuppertal statt.“ In dem bereits bestehenden Werk in Shanghai werden künftig die Thermomix Geräte für den asiatischen Markt produziert. Dieses ist im Zuge der Globalisierung ein wichtiger Schritt für das Unternehmen, um auch weiterhin Arbeitsplätze in Deutschland und Europa sichern zu können. (BS)

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