Magnetix Gründerin Petra Döring: Eine Frau geht ihren Weg

Direct Selling   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Die Unternehmerin Petra Döring kann man als Visionärin, Macherin oder auch als Kämpferin bezeichnen. Eine Frau, die „ihren Mann“ steht, nicht aufgibt und trotz Niederlagen immer weiterkämpft.

Sie kämpft auch wenn es wehtut oder die eine oder andere Träne bereits geflossen ist. Nicht aufgeben, sondern immer weitermachen. Genau das sind auch Charaktereigenschaften, die erfolgreiche Menschen in sich haben.

Bereits zum dritten Mal hat Petra Döring nun ein Direktvertriebsunternehmen erfolgreich im Markt positioniert. Nach den Millionenunternehmen Cabouchon und Energetix nun auch Magnetix. Mit Magnetix unterstreicht sie bereits seit Mitte 2013 als Marke die besondere Stärke im Bereich des Magnetschmucks. Im Direktvertrieb hat Petra Döring ihre Berufung gefunden, für sie ist online auch keine Konkurrenz sondern ein Instrument und (Marken) Namen nur Schall und Rauch. Ein Interview.

Die klassischen Warenhäuser kämpfen ums Überleben, der Fachhandel empfindet sich zunehmend missbraucht als Bemusterungsfläche und Informationsdienstleister für den Onlinehandel – wie geht es eigentlich dem Direktvertrieb, Frau Dr. Döring?

Ausgezeichnet, danke der Nachfrage. Es ist schon ein wenig ironisch, aber das einstige vermeint liche „Stiefkind“ unter den Vertriebswegen hat gleich mehrfach profitiert von den radikalen Veränderungen der letzten zwei Jahrzehnte. Generell haben die Umwälzungen neue Chancen geschaffen für uns und unsere Vertriebspartner, in der Vielzahl neuer Vertriebskanäle sind wir die Antwort auf eine sich immer weiter öffnende Marktlücke: Wir bieten all das, was der Onlinehandel nicht hat und wovon der stationäre Handel immer mehr verliert: Der persönliche Kontakt, die wirkliche Beratung, das unmittelbare Produkt-Erlebnis und ein authentisches Know-how, und nicht zuletzt die zwischenmenschliche Komponente auf den mittlerweile als „kultig” empfundenen Home-Partys. Es gibt sogar neue hippe Begriffe dafür, zum Beispiel „social selling“. Der Direktvertrieb ist „salonfähig“ geworden, wir gelten fast schon als „traditionell“, aber eben nicht als konventionell. Wir werden zunehmend zur letzten Bastion eines Einkaufserlebnisses, das Werte wie Emotionen, Spaß und echten Nutzen zelebriert.

Sie sehen sich also als Gegenprogramm zum rapide wachsenden Onlinehandel?

Ganz im Gegenteil – wir sind die ideale Ergänzung und deshalb wachsen wir mit! „Smart Shopping“ heißt ja nicht nur, Designer und Discount nach Lust und Laune zu kombinieren, sondern eben auch die Nutzung verschiedener Shopping-Kanäle. Und in diesem Mix haben wir eine wunderbare Positionierung: Wir sind der „Erlebniskauf“ – persönlich und bequem, schnell und unmittelbar, sympathisch und authentisch, diese einzigartige Profilierung hat kein anderer Vertriebsweg. Außerdem sind wir und unsere Vertriebspartner natürlich auch online vertreten – wie schon gesagt, der Direktvertrieb hat eigentlich auf ganzer Linie gewonnen durch die „Verschiebungen im Koordinatensystem“.

„Online“ ist keine Konkurrenz, „online“ ist ein Instrument, welches Werbung und wertvolle Reichweite in erheblichem Maße „demokratisiert“ hat.

Wird also auch aus dem Direktvertrieb langsam aber sicher ein Onlinehandel?

Nein, absolut nicht – denn damit würden wir unseren klaren Alleinstellungsanspruch verlieren, direkt muss direkt bleiben. Aber der Fortschritt und die sich daraus ergebenden Veränderungen sind nicht das wirkliche Problem, sondern die mangelnde Bereitschaft, die Konsequenzen zu erkennen und sich darauf einzustellen. Warenhäuser und so manche Ketten und Facheinzelhändler scheitern an sich selbst, nicht am Fortschritt – Flexibilität und Kreativität sind in einer Phase einschneidender Veränderungen wichtiger denn je. Natürlich gibt es eine Daseinsberechtigung für Preissuchmaschinen und das schnelle Einkaufen online mit einem Klick. Die richtige Reaktion darauf kann nur sein, das eigene Profil zu schärfen und die USPs (Alleinstellungsmerkmale) klar und intelligent zu kommunizieren. Die Differenzierung ist es, auf die es in einem schnellen Markt ankommt.

Aber wie gehen Sie konkret mit dem Internet um?

Online gehört nun einmal dazu, als Informations- und Vermarktungspräsenz, aber auch als Vertriebskanal. Das sehen wir und auch unsere Kunden als komplementäre Selbstverständlich- keit zur Kernkompetenz Direktvertrieb. Wir bieten unseren Vertriebspartnern schlüsselfertige Onlineshops und auch Unterstützung im Bereich Social Media, das ist nicht nur für den Verkauf wichtig, sondern auch für Erstkontakte, für effiziente Information und effektive Präsentation. „Online“ ist keine Konkurrenz, „online“ ist ein Instrument, welches Werbung und wertvolle Reichweite in erheblichem Maße „demokratisiert“ hat. Das ist gerade für unsere Vertriebspartner sehr wichtig, die sich weder teure Werbung noch unwirtschaftliche Ladengeschäfte leisten wollen.

Wie haben sich die wirtschaftlichen Achterbahnfahrten der letzten Jahre auf Ihr Unternehmen ausgewirkt?

Wir sind gewachsen – von Anfang an, jedes Jahr, und wir wachsen weiterhin. Natürlich haben wir diese Erschütterungen auch gespürt. In Deutschland selbst muss man ja eher von Unsicherheit als von einer tatsächlichen Krise sprechen, aber ein lediglich „emotionales Unwohlsein“ wirkt sich natürlich auch aus auf die Konsumbereitschaft. Allerdings sind wir besonders gut aufgestellt durch ein Geschäftskonzept, das im besten Sinne „dreidimensional“ funktioniert – mehrere Ebenen und Standbeine sind eben stabiler und ermöglichen auch stärkende Synergie- Effekte. Sehen Sie, Magnetschmuck wird nicht nur „gewollt“, sondern auch „gebraucht“: Millionen von Menschen weltweit schwören darauf, dass unsere Produkte zu ihrem Wohlbefinden beitragen – der Designaspekt ist für diese Zielgruppe eher ein angenehmer Nebeneffekt. Es gibt aber auch zunehmend Kundinnen, die zwar offen sind für einen Test der Magnetkraft, aber unseren Schmuck hauptsächlich kaufen, weil er ihnen gefällt.


Aber die Magnete, die Sie einsetzen, sind doch praktisch „unverwüstlich“ – heißt das, dass Käufer mit vorwiegender „Magnetkraft“-Motivation nur einmal kaufen?

Wie sagt man so schön im Englischen: „Come for the functionality, stay for the design“ – oder eben genau umgekehrt. Bei einem komplexen, facettenreichen Konzept müssen Sie immer darauf achten, dass alle Elemente stimmen und das Ganze tatsächlich mehr als die Summe seiner Teile ergibt. Wir glauben an die Kraft der Magnete – aber wir wissen auch, dass Schmuck schmücken muss, ohne wenn und aber. Schmuck ist eines der symbolträchtigsten und emotionalsten Produkte, Schmuck ist Sehnsucht, Schmuck ist Schönheit, Schmuck ist Erotik und Leidenschaft. Frauen – und übrigens zunehmend auch Männer – können gar nicht genug davon haben, das gilt für mich ebenso. Um den hohen Anspruch gerecht zu werden, der aus dieser tiefverwurzelten Faszination erwächst, arbeiten wir mit einem internationalen Team von Designern. Einige unserer erfolgreichsten Vertriebspartnerinnen haben als Kundinnen angefangen – manche waren neugierig auf die Magnetkraft, andere haben sich einfach auf den ersten Blick in ein Schmuckstück verliebt und wurden selbst überrascht von der Kraft der Magnete. Uns sind beide Motivationen recht, weil wir beide ernsthaft und engagiert bedienen.


„Ich bin ganz sicher, dass wir in Geschäften in den Regalen verstaubt wären, da hätten wir die Menschen ungeachtet unserer hohen Qualität und des sensationellen Preis‐/Leistungsverhältnisses niemals so direkt erreicht und schnell begeistert.“

Und damit wird man „immun“ gegen Schwankungen des Konsumklimas?

Nein, natürlich reicht das nicht – aber hier setzt ja die Mehrdimensionalität der Geschäftsidee, von der ich vorhin gesprochen habe, ein. Mehrere USPs zu haben heißt eben auch, dass man sich viel besser und schneller auf unterschiedliche Rahmenbedingungen einstellen kann. Ich behaupte sogar, dass ein gutes Gesamtkonzept viele mögliche negative Einflüsse automatisch auffangen kann. Der genussorientierte Konsum kann natürlich schwächeln, aber wir bieten eben nicht nur Genuss an, sondern Wellness. Der Mega-Trend Wellness ist ja gar nicht mehr „nur“ ein Trend, sondern eine echte Lebenseinstellung, das kommt uns sicher zugute. Mal ganz abgesehen von unserem sehr demokratischen Preisniveau ist der Wellness‐Anspruch natürlich auch dazu geeignet, eine kleine Konsumsünde etwas weniger unvernünftig erscheinen zu lassen.

Aber auch die Systematik des Verkaufens ist eine ganz andere und entsprechend wirtschaftlich widerstandsfähiger: Unsere „Verkaufspunkte“ sind eben nicht „immobil“, „anonym“, „weit weg“ und darauf angewiesen, darauf zu warten, dass Kunden kommen. Unsere Vertriebs- partner sind aktiv und gehen auf Menschen zu. Dabei hilft es natürlich, dass sie selbst von den Produkten überzeugt sind – mit guter Beratung und im individuellen, persönlichen Ambiente ist die Motivation zum Ausprobieren und Kaufen viel höher. Nehmen wir Frankreich als Beispiel, das Land in dem wir derzeit das dynamischste Wachstum verzeichnen. Das ist auch für mich persönlich eine traumhafte Bestätigung unseres Konzeptes, da stil- und selbstbewusste Französinnen nun nicht unbedingt deutschen Schmuck und jetzt sogar auch deutsche Kosmetik auf ihrer Wunschliste ganz weit oben haben.

Aber: Hier bewährt sich einmal wieder fast jeder Aspekt unseres Geschäftsmodells. Die in Frankreich viel deutlicher spürbaren Wirtschaftskrisen der letzten Jahre haben besonders viele Frauen und sogar Männer und Paare motiviert, sich um einen zusätzlichen Nebenverdienst zu kümmern.

Durch dieses „persönliche Entrée“ erst waren wir in der Lage, in Frankreich einen solch kraftvollen Wachstumsschub zu erzielen. Wir konnten sehr viele Menschen von unseren Produkten überzeugen, weil wir immer eine „persönliche Empfehlung“ sind, jedes Produkt muss auch einen „Freundschaftstest“ bestehen und deshalb besonders viel furs Geld bieten. Ich bin ganz sicher, dass wir in Geschäften in den Regalen verstaubt wären, da hätten wir die Menschen ungeachtet unserer hohen Qualität und des sensationellen Preis‐/Leistungsverhältnisses niemals so direkt erreicht und schnell begeistert.



Aber bei allem Respekt: Ist das nicht ein sehr mühsamer und im digitalen Zeitalter fast schon anachronistischer Weg, einen Markt zu erschließen?

Ganz im Gegenteil: Der Direktvertrieb ist effizient, effektiv und wichtiger denn je. Es heißt ja, dass die wirkliche Macht der neuen sozialen Medien das „Teilen“ ist, mit dem ich Freunde und deren Freunde und Bekannte an meinen Erfahrungen und Vorlieben und Entdeckungen teil- haben lassen kann. Durch mein „Votum“ werte ich Produkte und Dienstleistungen auf, mache sie bekannter und vertrauenswürdiger.

Ohne „Facebook“ und den ganzen Social-Media-Genies zu nahe treten zu wollen: Das genau ist es seit jeher, wie ein erfolgreicher, seriöser Direktvertrieb funktioniert, wächst und zu einem „win-win“- Geschäft wird. Aber die „Face-to-Face“-Komponente, das Erlebnis „Mensch-zu-Mensch“ lässt sich nur bedingt replizieren – und je näher der technologische Fortschritt diesem Erlebnis zu kommen versucht, desto wertvoller wird das Original.

„Live“ und „unmittelbar“ lässt sich nicht ersetzen, auch nicht „fast“. Musiker heutzutage verdienen ihr Geld hauptsächlich mit Tourneen, der Live-Auftritt wird für Fans zum zentralen Event, die CDs sind eigentlich nur noch ein Marketinginstrument.

Lange Zeit hat man ja gesagt, dass das Internet das Geschäftsmodell „Musik“ zerstört, aber es wird mehr Musik denn je konsumiert, lediglich die Systematik des Geldverdienens musste sich eben anpassen. Und das Schönste für uns ist, dass die Kernkompetenz des Direktvertriebs genau das ist, was sich durch Technologie nicht kopieren oder gar ersetzen lässt und das, wonach Menschen sich zunehmend sehnen. Die ultimative persönliche, emotionale, soziale und nicht zuletzt wirtschaftliche Befriedigung eines der stärksten Bedürfnisse: Das gemeinsame Erleben und Genießen, das Zusammensein, das Kennenlernen, die persönliche Beziehung.


„Das Beste hoffen und sich auf das Schlimmste vorbereiten“

Sie haben gerade in letzter Instanz einen Rechtsstreit um die Marke Energetix verloren – was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Für das Unternehmen hat das eigentlich keine unmittelbare Bedeutung – für mich persönlich war es natürlich eine Enttäuschung. Aber wie heißt es so schön: Namen sind Schall und Rauch. Wir haben uns ja rechtzeitig auf alle Eventualitäten vorbereitet und bereits vor Jahren sehr erfolgreich eine neue Marke für Designer-Magnetschmuck etabliert. Wir und unsere Vertriebspartner lieben unseren Markennamen, der ästhetisch und international die Kernkompetenz kommuniziert – und das verschlungene M ist nicht nur ein faszinierendes Symbol, sondern immer wieder auch ein Design-Element für ausgewählte Schmuckstücke. Es war für mich immer klar, dass ich in dieser Auseinandersetzung bis zur letzten Instanz gehen würde – aber als Unternehmerin mit Verantwortung für ein tolles Team und Tausenden von Vertriebspartnern muss man auch einen Plan B haben.

„Das Beste hoffen und sich auf das Schlimmste vorbereiten“ nennen das Ärzte, und wir haben es „MAGNETIX Wellness“ genannt!

Sie gelten als die „Erfinderin“ des Designer-Magnetschmucks, mit der jetzt der Gegenseite zugesprochenen Marke hatte doch alles angefangen?

Ja, den Namen hatte ich persönlich kreiert und ich kann immer noch nicht verstehen, dass die Gerichte eine angebliche mündliche Übertragung der Marke als rechtmäßig beurteilt haben. Ich bin entsetzt über diese meiner Meinung nach sehr gefährliche Gesetzeslücke“: Eine Marke kann heute mehr den je einen erheblichen und langfristig potentiell unermesslichenWert darstellen und kann in Deutschland im Gegensatz zu Immobilien, Unternehmensanteilen etc. trotzdem einfach so mündlich übertragen warden? Sehr seltsam, meines Wissens nach geht das in keinem anderen Land. Mal ganz abgesehen davon, dass ich diese mündliche Übertragung kategorisch bestritten habe und weiterhin bestreite. Ich konnte nachweisen, dass ich bei dem Gespräch, in dem diese mündliche Übertragung angeblich erfolgt sein soll, nicht anwesend war, gar nicht anwesend sein konnte laut einer Passagierliste der Lufthansa. Unglaublich, dass dies nicht berücksichtigt wurde! Aber der Begriff Übertragung“ beinhaltet zumindest eine Anerkennung meiner ursprünglichen Inhaberschaft – man kann ja nur etwas übertragen, was man auch tatsächlich hat. Und wie gesagt: Es ist letztendlich lediglich ein Name, die Idee dahinter und mein Konzept kann mir keiner nehmen.

Noch weniger relevant aber trotzdem noch unverständlicher ist für mich, dass sogar der von mir und meiner lieben Freundin Chiquita Neven du Mont persönlich erschaffene Name „Cabouchon“ der anderen Seite zuerkannt wurde. Allein aus sentimentalen Gründen trifft mich das fast noch mehr – aber das, was ich erreicht habe mit diesen Markennamen ist das, was wichtig war und bleibt. Natürlich inklusive der Fehler und meiner Lehren daraus!

Wie bleibt man dabei so gelassen? Es stehen Schadensersatzforderungen im Raum. Ist da wirklich keine Verbitterung, wenn man ein drittes Mal neu starten und dann trotzdem noch jahrelang prozessieren muss?

Chiquita Neven du Mont hat mich nach dem Start der Marke „MAGNETIX Wellness“ lachend ein „Stehaufmädchen“ genannt – und sie war sofort wieder mit Engagement und Erfolg dabei. Natürlich bin ich enttäuscht und finde das Urteil nicht nur unverständlich, sondern auch schlicht und ergreifend ungerecht. Ein paar Tränen habe ich auch vergossen, das gebe ich gerne zu, oft weil ich traurig war, aber das ein oder andere Mal auch aus Wut. Aber ehrlich gesagt hilft es sehr bei der Bewältigung solcher Erlebnisse, einfach keine Zeit für unproduktive Gefühle zu haben.

Es sind gerade diese negativen Emotionen, die blockieren können – und ich habe schon immer viel lieber nach vorne geschaut. Und der schnelle, kontinuierlich wachsende Erfolg hat mich in gewisser Weise auch emotional effizient warden lassen: Was ich nicht ändern kann, kann ich eben nicht ändern.

Das, was ich aber immer beeinflussen kann, ist das Jetzt und die Zukunft, und darauf konzentriere ich mich. Wenn man sich von Enttäuschungen und negative Erlebnissen weitgehend löst, bleiben tatsächlich nur nützliche Lehren und Erfahrungen übrig, von denen man profitieren kann und muss. Ein Wort noch zu den Schadensersatzsummen, zu denen jetzt sicherlich auch bewusst als Mittel zur Verunsicherung spekuliert wird: Abwarten.

Es wird wahrscheinlich ein gewisser Schadensersatz geleistet werden müssen. Das Verfahren dazu wird sich wohl Jahre hinziehen – aber man darf nicht vergessen, dass auch ich noch sehr substantielle Forderungen habe und diese dann zweifellos „aufgerechnet“ werden. Zu einem laufenden Verfahren soll man nicht viel sagen, deshalb von meiner Seite nur dieses Statement: Wir haben mit der neuen Erfolgsmarke „MAGNETIX Wellness“ bewiesen, dass wir uns verantwortungsvoll und strategisch richtig auf alle Eventualitäten einstellen – und unsere Vertriebspartner wissen, dass dies auch weiterhin gilt. Und zwar mehr denn je. Wir sehen dem Verfahren gut vorbereitet entgegen.


„Chiquita ist übrigens auch heute noch eine meiner besten Freundinnen und mit MAGNETIX Wellness sehr erfolgreich – und das mit 93 Jahren!“


Mit MAGNETIX Wellness etablieren Sie nun die dritte Direktvertriebsmarke. Wie machen Sie das?

Wichtig war es mir immer, etwas „anders“ zu machen, das war schon in meiner Kindheit so. Menschen zu helfen, sie zu begeistern, gemeinsam erfolgreich zu sein. Das liebe ich am Direktvertrieb, es kommt nicht auf die Herkunft an, sondern auf das Ziel. Es braucht nicht viel Startkapital und man hat keine Fixkosten – es geht tatsächlich nur um Engagement, um den Willen zum Erfolg und um die eigene Persönlichkeit. Für mich zählt der Direktvertrieb zu den demokratischsten Wirtschaftszweigen – viele unserer erfolgreichsten Wellness-Beraterinnen haben keine Geschäftsräume und kein Personal, sie arbeiten tasächlich nur von zu Hause aus!

Das ist besonders für Frauen ideal, Männer müssen sich manchmal erst daran gewöhnen, nicht „auf die Arbeit“ gehen zu müssen. Aber „mann“ lernt diese Flexibilität auch schnell zu schätzen – und was mich ganz außerordentlich freut: Wir haben viele erfolgreiche Paare, die zusammen MAGNETIX Wellness vertreiben und sich wunderbar ergänzen! Man sagt ja, dass Paare nicht auch noch miteinander arbeiten sollen, aber es ist erstaunlich, was es für einen Unterschied ausmacht, ob man nur einen Beruf ausübt oder eben einer gemeinsam einer wirklichen Berufung folgt!

„Cabouchon“ ist innerhalb weniger Jahre zur größten Modeschmuck-Marke der Welt geworden. Sicherlich, weil wir mit unserem Schmuck vieles richtig gemacht haben – wirklich sensationell innovativ war jedoch unser Vertrieb. Wir haben den Direktvertrieb natürlich nicht erfunden, aber wir waren bestimmt die ersten, die diese Art des Verkaufens zu einem der Lieblings-Nebenjobs von Adeligen und High- Society-Damen auf fast allen Kontinenten gemacht haben. Und ich meine es, wenn ich „wir“ sage und nicht „ich“, denn ich bin stolz darauf, oft von außergewöhn- lichen und wunderbaren Menschen gut beraten und unterstützt worden zu sein!

Chiquita Neven du Mont war damals auf dem „Cabouchon“-Höhepunkt die zweifellos erfolgreichste Direktverkäuferin der Welt, mit ihren Kontakten und ihrem unglaublichen Engagement hat sie uns Türen in eine Welt geöffnet, in der bis dahin Direktvertrieb eher mit erhobener Au- genbraue betrachtet wurde. Chiquita ist übrigens auch heute noch eine meiner besten Freundinnen und mit MAGNETIX Wellness sehr erfolgreich – und das mit 93 Jahren!

Nach dem Ende von „Cabouchon“ wusste ich zwar, dass ich unbedingt meiner Liebe zum Schmuck und zum Direktvertrieb treu bleiben wollte, aber mir war auch klar, dass mein neues Konzept wieder ein innovatives Element brauchte. Es gab zwar bereits sogenannten Magnetschmuck, aber da galt wirklich gnadenlos die Maxime „form follows function“ – von Eleganz, Stil, Emotion und Design konnte da keine Rede sein. Also habe ich den Designer- Magnetschmuck erfunden.


Wie geht es weiter mit MAGNETIX Wellness, können Sie uns einen Einblick in die Zukunft geben?

Wir haben gerade mit TOURMALINE eine außergewöhnlich gut positionierte Hautpflegelinie auf den Markt gebracht und planen auch noch weitere Produkte, die unseren ganzheitlichen Wellness-Anspruch unterstreichen. Kosmetik passt nicht nur wunderbar zu uns, sie ist als Ver- brauchsprodukt auch wichtig für unsere Vertriebspartner, die den regelmäßigen Kontakt zu ihren Kunden brauchen. TOURMALINE wirkt also synergetisch mit dem Schmuck, erlaubt es uns aber auch, Vertriebspartner für uns zu gewinnen, die sich den Schmuck bislang nicht zugetraut haben – zudem sprechen wir damit natürlich auch neue Kunden-Zielgruppen an.



Wie wichtig ist Ihnen Wachstum?

Stillstand ist nie eine gute Option – aber Wachstum um des reinen Wachstums willen ist auch nicht gesund. Wachsen heißt eben nicht „abheben“, sondern auf- und ausbauen! Hautpflege war schon lange eine strategische Option und wir haben vor Jahren bereits einen Versuch gestartet, der aber nicht funktioniert hat. Das Produkt war gut, das Vermarktungskonzept allerdings war nicht optimal, der Linie fehlten essentielle Produkte, Design und Farben waren zu unemotional und nicht hochwertig genug. Auch damals galt für mich: Fehler erkannt, Pro- dukte zurückgezogen und wieder zurück an die Hausaufgaben – wir haben wieder Jahre in die Entwicklung gesteckt, um es beim nächsten Mal eben richtig zu machen.

Wir wollen organisch wachsen, nicht nur mit Produkten und in neuen Segmenten , sondern gemeinsam mit unseren Vertriebspartnern – mit unseren bestehenden ebenso wie mit neuen, die vielleicht eher an Kosmetik interessiert sind oder das Geschäft ganz anders angehen. Es geht nicht nur um zusätzlichen Umsatz, es geht auch und gerade um neue Ideen und eine Dynamik, von der alle profitieren. Es ist einfach toll zu erleben, wie sich Vertriebspartner vernetzen, wie sie sich gegenseitig inspirieren, sich helfen, wie neue Berater an die Hand genommen und tatkräftig unterstützt werden. Es ist diese Substanz und Unternehmskultur, die als Fundament für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg unerlässlich ist.

Deshalb bieten wir unseren Vertriebspartnern einen in der Branche soweit ich weiß einzigar- tigen Marketing-Plan, der nicht wie so viele andere mit Druck und „Stress“ funktioniert, sondern auf substanziellen Aufbau setzt. Ausbildung, regelmäßige Schulungen und nicht zuletzt der Erhalt der erreichten Rabattstufe ganz ohne „Verlustangst“ haben wesentlich zum Erfolg beigetragen und uns auch geholfen, als im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten massiv versucht wurde, unsere Vertriebspartner zu verunsichern und abzuwerben. Die „win-win“- Philosophie ist erfolgreich – erfolgreiche Vertriebspartner sind gut, erfolgreiche UND zufriedene UND loyale Vertriebspartner sind viel besser!

„Ich habe 1998 selbst erlebt, wie es ist, wenn man neu anfangen muss“

Also ist die Unternehmenskultur auch im doch so ergebnisorientierten Direktvertrieb wichtig für Wachstum?

Beides muss „stimmen“ und zusammen passen: Sie können Zufriedenheit und finanzielle Aspekte nicht voneinander trennen. Es geht natürlich ums Geldverdienen, aber das „wie“ ist dabei auch entscheidend. Erlauben Sie mir bitte, etwas auszuholen:

Ich habe 1998 selbst erlebt, wie es ist, wenn man neu anfangen muss. Ich hatte eine gute Idee, ich war trotz der körperlichen und seelischen Konsequenzen des Cabouchon-Konkurses sehr motiviert – aber ohne Hilfe ist es trotzdem schwer. Ich hatte das große Glück, dass Menschen an mich und mein Konzept geglaubt haben. Diese Menschen haben mich nach Kräften unterstützt, auch finanziell. Es ist so frustrierend, nicht vom Fleck wegzukommen, weil man selbst ein Minimum an Startkapital nicht selbst aufbringen kann. Ich habe mir damals selbst versprochen, dass ich dieses Gefühl und die Dankbarkeit, die ich empfunden habe, niemals vergesse.

Unsere Vertriebspartner können deshalb schnell und unkompliziert starten und das Konzept testen, die geringe Kaution für die Ware wird durch eine bedingungslose Geld-zurück-Garantie ergänzt. Wir bieten Ratenzahlung an, wir schulen neue Berater und ermöglichen auch danach regelmäßig Trainings und fördern den Erfahrungsaustausch.

Wir legen ausgesprochen viel Wert auf einen Beraterservice, der unsere Vertriebspartner mehrsprachig und kompetent unterstützt. Unsere Vertriebspartner können so frei agieren wie bei kaum einem anderen Unternehmen – von Direktverkauf bis hin zu von uns finanziell und organisatorsich unterstützten Messeauftritten ist alles möglich, sogar der Verkauf und die Rekrutierung von Beratern im Ausland.

Jeder Vertriebspartner hat eine einzigartige Kombination von Stärken, Interessen und Fähig keiten – unser Konzept ermöglicht dementsprechend maximale Flexibilität und Individualität. Und wir fördern diesen individuellen Weg zum Erfolg – ich liebe es, Menschen dabei zu unterstützen, ihr ganz persönlich Potential auszuschöpfen. Nennen Sie es Karma oder Unternehmskultur oder was auch immer, aber eines habe ich gelernt: „win-win“ gewinnt immer

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