Lifestyle Youtuber Karl Ess rechnet mit Network Marketing ab

Direct Selling   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Netcoo Titelstory mit Karl Ess aus August 2017

Zwei Jahre lang hat Karl Ess nicht über Network Marketing gesprochen. Jetzt hat der Lifestyle-Youtuber, Unternehmer und Fitness-Coach ein Video zu genau diesem Thema veröffentlicht. In „Meine bittere Geschichte mit Vemma, Network Marketing und Schneeball-Systemen“ rechnet Ess mit dieser Branche ab.

Auch, wenn Karl Ess zum Beginn seines Videos das Geschäftsmodell Network Marketing abwertend als Motherfucking Network Marketing, Pyramiden-Bauer-Marketing und Schneeball-System-Techniker-Marketing bezeichnet und aus seiner eigenen Geschichte mit Vemma ein niederschmetterndes Fazit zieht, so weiß er doch, welch großartige Chance das Geschäftsmodell bietet. Karl Ess ist in den USA geboren und aufgewachsen und dort von Kindesbeinen an mit dem Direktvertrieb in Berührung gekommen. Und so stieg er auch – obwohl er finanziell nicht darauf angewiesen war („Ich hatte schon einen Porsche, ich hatte schon einen Ferrari,…“), aber von den Produkten und dem Konzept überzeugt war – als Partner des US-Unternehmens Vemma ein.

Mit 18 Jahren ist man kein Kind mehr
Seine Social Media Reichweite wollte der Coach (der unter anderem auch Network Marketing-Unternehmen unternehmerisch berät) nutzen, um sein Team aufzubauen. Er wollte die Notwendigkeit von Supplements mit seiner Begeisterung, anderen Menschen etwas beibringen zu können, zusammen mit Fitness-Tipps und Tipps zu Rhetorik, Verkauf und Persönlichkeitsentwicklung fusionieren. Karl Ess sah Network Marketing als ein Tool, also als ein Werkzeug, mit dem er seinen Followern unternehmerische Fähigkeiten beibringen könne. Er coachte von seinem Penthouse in München aus sein Team und lehrte Kommunikation und Vertrieb.

Die Vemma-Veranstaltungen bezeichnet er als „sau geil“ und über diese Zeit sagt er in seinem Video: „Das ganze Thema fing cool an und hat Spaß gemacht.“ Es machten sich allerdings auch kritische Stimmen breit. Er wurde auf seinen Social-Media-Kanälen von Hate-Wellen überrollt und als Unternehmer Ess das Verhalten der Leute hinterfragte, musste er erkennen, dass der Direktvertrieb in Deutschland eben nicht diesen guten Ruf genießt wie in den USA. „Es wurde krass gegen mich geschossen“, sagt er und eine zu dieser Zeit gesendete Negativ-Fernseh-Reportage streute noch Salz in die Wunde. Plötzlich hieß es, junge und unerfahrene Männer und Frauen würden durch hohe Einstiegskosten in die Network-Falle gelockt und abgezockt. „Hier ist mir erstmalig aufgefallen, wie viele dumme Menschen es gibt, die sich nicht informieren und sich keine eigene Meinung bilden. Wer ein Produkt kauft und es nicht schafft, das an andere Menschen zu verkaufen, ist selbst schuld.“ Und in Bezug auf das Alter gibt er ein klares Statement ab: „Mit 18 Jahren kann man ficken, wählen, saufen, rauchen und in den Krieg eingezogen werden. In diesem Alter ist man kein Kind mehr.“ Und so hat er Recht, wenn er sagt, dass Network Marketing niemals etwas mit „Kinder-Abzocke“ zu tun hat. „Die Menschen sind geschäftsfähig und müssen ihre eigenen Entscheidungen treffen.“

„Die undankbarste Scheiße, mit der ich sehr viel Geld und Image verbrannt habe“

„Network Marketing wurde von vielen jungen Leuten falsch aufgefasst“, sagt Karl Ess und meint damit, dass es einer unternehmerischen Denkweise bedarf, um tatsächlich erfolgreich zu sein. „Ein Buch zu lesen oder zu einem Seminar zu gehen, reicht nicht aus. Man muss aktiv sein, muss den Vertrieb lernen. Man muss kommunizieren, muss sein Team aufbauen und muss mit Niederlagen umgehen können.“ Und er vergleicht das Business mit Fitness: „Es reicht nicht aus, Fitness-Videos zu gucken. Du musst ins Training gehen und das musst du tagein und tagaus machen, um Ergebnisse zu erzielen.“ Viele Partner im Team waren seiner Meinung nach faul, dumm oder beides. „Die Leute kommen einfach nicht ins Handeln.“ Und als viele Leute nicht erfolgreich wurden, prasselte eine Lawine negativer Rückmeldungen auf den Unternehmer ein, die all die positiven Rückmeldungen zunichte machten. „Zu dieser Zeit wurde ich so richtig abgefickt“, sagt er und kaum einer sah, dass er so vielen Menschen bereits geholfen hatte, sich unternehmerisch zu betätigen und sich gesünder zu ernähren. Der Frust zog die Konsequenz mit sich, sich vom Network Marketing zu verabschieden. Heute nennt er diese Monate „die undankbarste Scheiße, mit der ich sehr viel Geld und Image verbrannt habe.“

Karl Ess spricht deutlich: „Wer es nicht einmal schafft, im Network ein paar tausend Euro im Monat zu verdienen, der wird nie ein krasses und erfolgreiches Business aufbauen können.“ Die negative Entwicklung seines Network-Geschäftes ist weder auf ihn als Unternehmer und Coach zurückzuführen (denn er beweist ja mit seinen Firmen, dass er erfolgreich sein kann), noch auf die Produkte (denn Nahrungsergänzungsmittel bestellen auch hierzulande einen Milliarden-Markt) und schon gar nicht auf das Geschäftsmodell Network Marketing (das ja erwiesenermaßen funktioniert). Vielleicht war die damalige Community des Body Builders einfach nicht die richtige Zielgruppe, um im Direktvertrieb durchzustarten. In den letzten Monaten hat sich der Fitness-Coach zum Vorzeige-Unternehmer entwickelt. In seinen gratis Videos und Online-Produkten gibt er sein Know-how an Wissbegierige weiter. Letztlich hat die Vemma-Geschichte auch etwas Gutes: „Aus dem alten Team haben sich viele Leute in anderen Branchen sehr positiv entwickelt oder sind in neuen Network-Unternehmen aktiv und verdienen hier viel Geld.“

In seinem Video teilt er mit: „Ich bin momentan nicht im Network aktiv und werde es wahrscheinlich auch so schnell nicht mehr sein. Aber ich würde Network Marketing ganz klar empfehlen.“

Die Community darf gespannt sein. Eventuell wird es von Karl Ess weitere Videos zu diesem Thema geben. Hier geht’s zu dem im Text genannten Youtube-Video:

 

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