Karatbars: Harald Seiz erwirkt einstweilige Verfügung gegen „Handelsblatt“

Direct Selling   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Vehement hatte sich Karatbars International gegen die aktuellen Vorwürfe der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ gewehrt („Auf Crashkurs mit der Börsenaufsicht“, 28.11.2019 / Netcoo berichtete), jetzt liegt sogar der Beschluss einer einstweiligen Verfügung vom Landgericht Berlin (vom 06.12.2019 / AZ: 27 0 710/19) von Harald Seiz als Antragsteller gegen das Handelsblatt vor.

Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland besagt: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. Allerdings: Sollten Behauptungen der Wahrheit entsprechen. Das gilt auch – und vor allem – für Medien. Wie das Handelsblatt berichtete, würde es Ermittlungen wegen des Krypto-Coins KBC des Unternehmens geben und Goldreserven seien nicht vorhanden. Unterstellt wurde, dass Anleger Schaden genommen hätten. Schon nach Erscheinen des Artikels widersprach Karatbars den Ausführungen und wies die Meldung als falsch zurück.

Herausgeber der Coins ist eine Stiftung in Belize

Die jetzt ausgesprochene einstweilige Verfügung untersagt es dem Handelsblatt wörtlich oder sinngemäß zu äußern oder zu verbreiten: „Die Behörde (Bafin) wirft dem 56-jährigen Seiz vor, sein elektronisches Geldgeschäft in Deutschland ohne Genehmigung zu betreiben. Seiz residiert mit seiner Firma Karatbars in Stuttgart. Die Karatbit Foundation, die seine Kryptowährung KBC ausgab, ist aber eine Stiftung im Karibikstaat Belize, mit Seiz als Stiftungsdirektor. Die Finanzaufsicht hält diese Konstruktion für unzulässig. Seiz, so ordnete sie am 21. Oktober an, habe das durch die Ausgabe des KBC ohne Erlaubnis in Deutschland betriebene E-Geld-Geschäft einzustellen und abzuwickeln.“

Eine Zuwiderhandlung durch das Medienunternehmen sieht ein Ordnungsgeld bis zu 250.000,00 Euro, ersatzweise Ordnungshaft, oder einer Ordnungshaft bis zu sechs Monate (zu vollziehen an einem der Geschäftsführer) vor.

Karatbars bzw. Harald Seiz zieht auch rechtliche Schritte direkt gegen die Autoren des Artikels in Erwägung.

Mit dieser einstweiligen Verfügung ist der Karatbars Gründer einen wichtigen Schritt gegangen, um Kunden und Vertriebspartner zu beruhigen. Seiz betont immer wieder die Transparenz seiner Aktivitäten. Und: Die Karatbars International mit Sitz in Stuttgart ist nicht Herausgeber des Coins. Herausgeber des Karatgold Coin (KBC) sowie des Karatbank Coin (KCB) ist die Karatbit Foundation mit Sitz in Belize.  Das Handelsblatt kann gegen die Entscheidung des LG Berlins noch Widerspruch einlegen. Dann könnte es zu einer Hauptverhandlung kommen. (BS)

Bild: Björn Wylezich – fotolia.com

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