Karatbars CEO Harald Seiz erstattet Strafanzeige gegen „Handelsblatt“ Redakteure

Direct Selling   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Bereits Ende des vergangenen Jahres hat Harald Seiz, Gründer und Geschäftsführer der Karatbars International GmbH gegen die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ wegen falscher Berichterstattung eine einstweilige Verfügung erwirkt. (Netcoo berichtete). Damals zog der Karatbars Geschäftsführer auch weitere rechtliche Schritte gegen die Autoren des Artikels in Betracht. Jetzt hat Seiz seinen Worten Taten folgen lassen: Am 15. Juli 2020 hat er Strafanzeige und Strafantrag (Js 71420/20) wegen des Verdachts der Anstiftung zur Verletzung des Dienstgeheimnisses und einer besonderen Geheimhaltungspflicht, nach Paragraf 353b sowie Paragraf 26 StGB (Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland) und eines möglichen Verstoßes gegen das Landesdatenschutzgesetz Baden-Württemberg (Deutschland), wegen aller in Betracht kommenden Delikte, gegen zwei Redakteure und den Chefredakteur des „Handelsblatt“, bei der deutschen Staatsanwaltschaft in Stuttgart gestellt.

Laut einer Veröffentlichung auf Wallstreet Online, dient eine Audioaufnahme sowie Zeugenaussagen von Anwesenden bei einem Interview, dass am  07. November 2019 von den Handelsblatt-Redakteuren mit Seiz geführt wurde. In der laut Aussage von Harald Seiz genehmigten Audioaufnahme ist festgehalten, dass die Redaktuere als Dritte, mündlich Datenabfragen bekundeten – diese laut Aussage von Harald Seiz, entgegen geltender Gesetze, hier über das Polizei-Informationssystem POLIS.

Der Vorwurf wiegt schwer, denn werden solche personenbezogenen Daten oder geheime Informationen an Dritte weitergegeben, so kann dies neben einem Verstoß gegen die Verpflichtung zur Amtsverschwiegenheit eine Straftat nach Paragraf 353 b StGB / Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland (Verletzung des Dienstgeheimnisses und besonderen Geheimhaltungspflicht), Paragraf 203 StGB (Verletzung von Privatgeheimnissen) und des Landesdatenschutzgesetz Baden-Württemberg darstellen.

Bereits in der jüngsten Vergangenheit gab es Fälle von Datenschutzmissbrauch, die unerlaubte Einsicht in Polizeicomputer durch Dritte. Das „Durchstechen“ von Informationen aus internen Systemen der Polizeibehörden an Journalisten, oder unbefugte Dritte, ist ein strafbares Vergehen, geregelt in den Gesetzen und Verordnungen der Bundesrepublik Deutschland. Zwar müssen Journalisten nicht ihre Quellen offen legen, allerdings müssen sie sich genau so an geltende Gesetze halten wie alle anderen auch.

Zu verbergen hat der Karatbars Chef indes allerdings nichts, denn er hat ein aktuell vorliegendes polizeiliches Führungszeugnis des Innenministeriums der Bundesrepublik Deutschland mit keinerlei Einträgen. Möglicherweise hatten sich die Journalisten aber – sofern der Vorwurf tatsächlich zutrifft – wohl andere Beweise erhofft. Ihre investigative Berichterstattung ging zumindest in diese Richtung: auf der Suche nach einem Gold-Skandal. Der blieb allerdings bisher aus, auch wenn die BaFin den Vertrieb des KBC-Coins untersagte.

Wir berichten in Kürze weiter…

 

 

 

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