Ist die Tupperparty vorbei? Aktie bricht zeitweise um 50 Prozent ein

Direct Selling   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Am Dienstag brach die Aktie des Kult-Direktvertriebsunternehmens Tupperware um zeitweise fast 50 Prozent ein. Anleger kehren dem Unternehmen nach einer Gewinnwarnung scharrenweise den Rücken. Hinter dem Börsenabsturz verbergen sich laut dem „Handelsblatt“ handfeste operative Probleme.

Tupperware gab wegen Problemen in Brasilien, China, den USA und Kanada eine Gewinnwarnung ab und räumte Verschuldungsprobleme ein.Die Erlöse sinken bereits seit 8 Quartalen. Zwar hat Asien den Heimatmarkt USA bereits als größter Umsatztreiber überholt, doch insbesondere in China wo der Direktvertriebsriese tausende Filialen hat, laufen die Geschäfte schlecht. Wegen des Coronavirus dürfte sich daran auch so schnell nichts ändern. 

Auch die Shopping-Giganten Amazon und Alibaba setzen Tupperware mächtig unter Druck. Zwar vertreibt Tupperware – neben den Partys – mittlerweile seine Produkte über das Internet, doch hier hecheln die Amerikaner den Umsätzen hinterher. Einen Großteil seines Umsatzes macht das Unternehmen inzwischen nicht mehr nur mit Küchen- und Haushaltsartikeln, sondern mit Wasserfiltern oder Mikrowellenprodukten. Auch Kosmetika zählt dazu.

Die jetzige Krise ist nicht die erste die Tupperware trifft: Der Verkauf über Tupperparties bildet zwar auch heute noch das Hauptgeschäft, doch musste Tupperware bereits zwischen 1996 und 2006 in diesem Bereich einen Umsatzeinbruch und einen noch stärkeren Gewinneinbruch hinnehmen. Auch in Deutschland gingen damals die Umsätze zurück. Die Firma wurde 1938 von Earl Silas Tupper, dem Sohn eines Farmers und einer Wäscherin, als Earl S. Tupper Company gegründet.

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