Droht NWA und Organvertretern Millionenklage aus Österreich?

Direct Selling   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

NWA Gebäude

Bei dem Direktvertriebs-unternehmen Pierre Lang, einst das Schmuckstück des NWA-Konzerns, zeichnet sich im Hintergrund ein handfester Rechtsstreit ab. Nach Angaben des österreichischen Wirtschaftsblatt bündeln Gläubiger ihre Ansprüche. Der Vorwurf: „Angebliche Aushöhlung durch die frühere Konzernmutter NWA“. Es handelt sich hierbei um Gläubiger der Andersen GmbH (Pierre Lang Produktion) die ihre Ansprüche an den Sanierungsverwalter treuhändig abtreten. In der Summe geht es um einen Betrag im einstelligen Millionenbereich. Sollte es zu einer Klage kommen, droht der NWA und deren Organvertreter ein möglicher Millionen-Rechtsstreit.

Wie aussichtsreich dieser aber sein wird, bleibt aber eher abzuwarten, denn diverse Unternehmen der NWA selbst befinden sich in der Insolvenz. Allerdings könnten Organvertreter bei Straftaten auch persönlich in die Haftung genommen werden.

In Deutschland ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft im Zuge einiger Insolvenzfälle der NWA. Aus Österreich sind aber bisher keine Ermittlungen bekannt. Das Schmuckunternehmen Pierre Lang selbst hat seit einigen Wochen einen neuen Eigentümer. Im Zuge eines offenen Bieterverfahrens hatte die Unternehmergruppe um Hieronymus Graf Metternich, Martin und Christoph Schoeller den Zuschlag bekommen.

Duftmaschine gehört zur Insolvenzmasse der PEQ-International GmbH

Insolvent ist auch die PEQ-International GmbH (wir berichteten). Hier machen Gläubiger Ansprüche in Höhe von rund 30 Mio. Euro gelten, wobei über die Hälfte der Forderungen vom zuständigen Insolvenzverwalter derzeit bestritten wird. Ein Trostpflaster für die PEQ-Gläubiger dürfte vielleicht die Duftmaschine sein, denn die gehört jetzt doch zur Insolvenzmasse der PEQ nachdem der Insolvenzverwalter einen ihm vorgelegten Sicherungs- und Übereignungsvertrag nicht anerkannt hatte. NWA hatte vorher vehement bestritten, dass die Maschine zum Eigentum der PEQ gehört. Die wohl bisher einzige Maschine ihrer Bauart hat rund 7,5 Mio. Euro gekostet. Bei einem Verkauf oder einer Versteigerung soll diese nun mindestens rund 1.5 Mio. einspielen. Drei Unternehmen interessieren sich derzeit für die Maschine, darunter auch ein Unternehmen aus Ahlen. Allerdings ist die Duftmaschine der einzig große Vermögensgegenstand der PEQ, eher zum Ärger und Nachteil vieler Gläubiger, die auf einen Großteil ihrer Forderungen wohl sitzen bleiben werden.

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