Deutschland: 885.000 Berater und Beraterinnen arbeiten im Direktvertrieb – aber die Dunkelziffer dürfte höher liegen

Direct Selling, Zahlen, Daten, Fakten   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Die Zahl der Vertriebspartner, die in der deutschen Direktvertriebsbranche tätig sind, ist 2017 um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und lag bei 885.000. Das durchschnittliche Vertriebspartnerwachstum betrug in den letzten fünf Jahren etwa 4,1 Prozent. Zu diesem Ergebnis kam die Universität Mannheim, die ihre Studie „Situation der Direktvertriebsbranche in Deutschland“ kürzlich gemeinsam mit dem Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V. (BDD) veröffentlicht hat.

„Für Quereinsteiger oder Personen, die ihre Elternzeit beenden, bietet der Direktvertrieb eine ideale Möglichkeit für einen Hinzuverdienst“, beschreibt Jochen Acker die Jobchancen in der Branche. „Bis 2022 möchten wir rund 150.000 neue Partner für den Direktvertrieb gewinnen. Die Branche würde dann mehr als eine Millionen Berater beschäftigen.“

Die Gewinnung neuer Vertriebspartner ist laut Studie die größte Herausforderung, der sich die Branche in 2018 zu stellen hat. Die Direktvertriebsunternehmen planen deswegen vermehrt in das Personal zu investieren und durch Schulungsmaßnahmen das Image der Branche weiter zu verbessern.

Prof. Dr. Florian Kraus von der Universität Mannheim: „Unsere Befragung hat ergeben, dass für die Vertriebspartner die wichtigsten Einstiegsgründe die Begeisterung für das Produkt und die flexiblen Arbeitszeiten sind.“

Netcoo Anmerkung: Die Dunkelziffer der Beraterinnen und Berater dürfte aber jetzt schon weit aus höher liegen. Zwar bezieht sich die Studie auf alle Direktvertriebsunternehmen in Deutschland, dennoch dürften nicht alle Unternehmen an der Studie teilgenommen haben. Netcoo schätzt daher die Anzahl der Berater und Beraterinnen in Deutschland auf insgesamt auf 1, 2 bis 1.5 Mio. Personen. Wäre dies nicht der Fall, wäre die Branche in den letzten Jahren stagniert, da sich die offiziellen Beraterzahlen immer auf ein Niveau um die 800.000 Personen bewegt haben. Oder es würde bedeuten das die Fluktuation (die gleiche Anzahl der Berater die einsteigen, steigen zum Ende des Jahres auch aus) immer gleich hoch wäre. Dann hätte die Branche ein ernsthaftes Wachstums-Problem.

Bild: Markus Mainka – fotolia.com

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