Corona-Krise: Partyverkaufsunternehmen unter Druck – Umsatzrückgang erwartet

Direct Selling   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Obwohl die Network Marketing Branche in den vergangenen Wochen einen enormen Zulauf bei den Produktverkäufen und Rekrutierungszahlen zu verzeichnen hatte, sind insbesondere die Partyverkaufsunternehmen unter Druck geraten. Ihr Geschäftsmodell war faktisch in jedem Bundesland verboten. Verkaufs-Veranstaltungen im Wohnzimmer konnten aufgrund der Kontaktbeschränkungen nicht mehr stattfinden. Dies wird auch auch gravierende Auswirkungen auf den Umsatz haben. Rekordumsatzzahlen sind in diesem Jahr bei Partyverkaufsunternehmen – insbesondere bei Unternehmen die hochpreisige Produkte über Partys verkaufen – daher kaum zu erwarten.

Carsten Rennhak, Professor für Public Relations und Marketing an der Fakultät für Betriebswirtschaft schreibt in einem Gastbeitrag der Universität der Bundeswehr: „Verkaufspartys können seit März aufgrund der Distanzierungs­maßnahmen zur Pandemieeindämmung nicht mehr stattfinden; auch die Planung von Events im Restjahr ist schwierig geworden. Der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland erwartet zweitstellige Umsatzrückgänge.“

Und obwohl einige Vertriebe auf eine Digitalstrategie umzuschwenken, zeigen sich erhebliche Probleme laut Prof. Rennhak: “ Die Direktvertriebs­unter­nehmen verfügen in der Regel weder in der Up- noch in der Downline über ausreichende Kompetenzen im Bereich des Digital­vertriebs. Der Erlebnischarakter, der die Verkaufspartys auszeichnet, kann online häufig (noch) nicht dargestellt werden. Bis jetzt wurden Augmented Reality und Virtual Reality insbesondere nur als Zukunftskonzepte mit Blick auf die Zielgruppen der „Digital Natives“ und der „Road Warriors“ diskutiert. Die Qualität der Lösungen in diesen Bereichen reicht aktuell noch nicht aus, um das „Event“ Verkaufsparty ausreichend emotional zu trans­portieren. Die entsprechenden Konzepte sind in vielen Unternehmen des Direktvertriebs auch noch nicht ausreichend konzipiert bzw. implementiert.“

Für ihn wird sich die Corona-Krise jedoch mittelfristig als Katalysator bei der Digitalisierung für Direktvertriebsunternehmen erweisen. Die Unternehmen werden sich nun zwangsläufig damit auseinander setzen müssen und sich um neue innovative Lösungen für virtuelle Partys mit Erlebnischarakter bemühen . Daher zeigt sich Prof. Rennhak auch zuversichtlich, dass in der Zukunft, Social-Selling-Partys basierend auf Augmented- und Virtual Reality interessante Alternativen zu Offline-Verkaufspartys werden. Er sieht enormes Potential und verweist auf internationale Erfahrungen (z. B. nach Ende der Finanzkrise in Spanien), die zeigen, dass viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach Abklingen einer Krise eine Beschäftigung im Direktvertrieb als attraktiv ansehen, um flexibel etwas dazuzuverdienen. 

Auch wir bleiben zuversichtlich: Jede Krise – so stark sie auch war – hat gezeigt, dass die Network Marketing Branche davon im Nachgang profitiert hat. Es wird aber auch immer wieder einzelne Unternehmen geben, die davon nicht profitieren. Das hat dann zusätzlich noch andere Ursachen. In der aktuellen Netcoo Ausgabe haben wir übrigens das Thema: „Virtuelle Homepartys liegen voll im Trend“ und deren Möglichkeiten näher durchleuchtet.

Hier geht es zur aktuellen Ausgabe:Bitte klicken!

 

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