CBD: Bald doch eine Droge?

Direct Selling   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Inmitten des aktuellen Corona-Geschehens wäre diese Nachricht beinahe untergegangen, dabei ist sie so wichtig für eine ganze Industrie und Millionen von Nutzern. Die Europäische Kommission beabsichtigt eine Neubewertung von CBD (also Cannabidiol), was dazu führen könnte, dass CBD als Betäubungsmittel eingestuft wird. Werden freiverkäufliche CBD-Produkte jetzt doch verboten?

Die Hanfbranche kommt einfach nicht zur Ruhe. Die Diskussion um CBD ist neu entfacht und Hersteller schütteln ebenso wie Anwender genervt den Kopf. Wieder einmal wird über ein Verbot CBD-haltiger Produkte diskutiert und dass, obwohl die WHO (Weltgesundheitsorganisation) CBD in seiner Gefährlichkeit als unbedenklich herabgestuft hat und es ist mehr als Betäubungsmittel deklariert.

Die EU-Kommission geht genau den entgegengesetzten Weg. Hierzu muss man wissen, dass in Deutschland Produkte mit CBD NICHT unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, wenn der Gehalt an THC (Tetrahydrocannabinol) 0,2 Prozent nicht übersteigt. Und somit dürfen eben genau diese Produkte frei verkauft werden. Der Markt boomt und die Auswahl an Cremes, Ölen, Tees und Kosmetik ist groß und sogar für Tiere ist etwas dabei. Um CBD ist eine große Industrie gewachsen und genau das könnte der Pharmaindustrie ein Dorn im Augen sein. Denn wie sonst wäre es zu erklären, dass der Fokus wieder einmal auf die Cannabiswirtschaft gelegt wird? CBD ist ein Naturprodukt, sind also natürliche „Heilmittel“ in einer Zeit, in der mit chemischen Medikamenten und Operationen viel Geld – sehr viel Geld – verdient wird, nicht gewünscht?

Nicht nur Verbraucher zeigen sich verärgert über den Vorstoß der EU-Kommission, auch Hersteller und Vertrieb sind erschrocken. Wirtschaftlich gesehen wäre die Regulierung von CBD eine Katastrophe und in Bezug auf die Gesundheit letztlich auch, denn so vielen Menschen wollen die Wirkung des Cannabidiols nicht mehr missen. Glücklicherweise regt sich Widerstand. Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. hat in einem Schreiben an die Fachminister der Bundesregierung vor einer möglichen Neueinstufung von CBD als Betäubungsmittel durch die EU-Kommission gewarnt.

Eine Neueinstufung würde die wachstumsstarke CBD-Branche gefährden und schließlich lägen keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die es sinnhaft erscheinen lassen, CBD als Betäubungsmittel zu deklarieren. Stattdessen würde sich die Cannabiswirtschaft freuen, zusammen mit der Bundesregierung über praktikable und sinnvoll regulierte Marktbedingungen für cannabinoidhaltige Produkte in Deutschland und der EU zu diskutieren. Noch ist keine Entscheidung gefallen. (BS)

Bild: cendeced – fotolia.com

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