Aus für Vileda Home

Direct Selling   ●   Veröffentlicht von Netcoo Redaktion    ●   

Die Vileda Firmenzentrale in Weinheim, hier ist auch die Sparte Vileda Home ansässig

Das Direktvertriebsunternehmen Vileda Home wird eingestellt. Erst im Jahr 2014 mit viel Aufwand gestartet, wird der Vertrieb zum Jahresende eingestellt. Das Unternehmen habe die gesetzten Erwartungen nicht erfüllt heißt es offiziell.

Vileda Home war eine Geschäftseinheit unter dem Dach der Vileda GmbH. Vileda Home wurde exklusiv für den direkten Vertrieb von Reinigungsprodukten gestartet, um im Direktvertrieb eine strategische Alternative zum Vertrieb über den stationären Handel aufzubauen.

Nach intensiver Prüfung der Erfolgsaussichten haben die Vileda GmbH und das Board von Freudenberg Home and Cleaning Solutions (FHCS) entschieden, Vileda Home zum Jahresende einzustellen. Diese Entscheidung wurde nach reichlicher Überlegung getroffen. Der Geschäftsbetrieb von Vileda Home wird noch bis Ende 2017 aufrechterhalten.

Das Aus überrascht, denn zum Start im Sommer 2014 sah eigentlich alles gut aus. Geld für den Vertriebsaufbau dürfte eigentlich auch keine große Rolle gespielt haben, denn die Freudenberg Home and Cleaning Solutions ist ein weltweit führender Markenanbieter von Reinigungssystemen, Haushalts- und Wäschepflegeprodukten.  Zum Portfolio zählen Marken wie Vileda, O’Cedar, SWASH, Gimi, Gala, Wettex und Marigold. Mit ihrer Position als Marktführer, in fast allen Ländern, in denen sie aktiv ist, erzielte die Geschäftsgruppe im Jahr 2016 einen Umsatz von mehr als 850 Millionen Euro und beschäftigte fast 3.000 Mitarbeiter.

Und auch Geschäftsführer Uwe Scheuermann war im Februar 2015 im Netcoo-Interview sehr optimistisch: „Das Potenzial des Direktvertriebs ist enorm – und offenbart sich auf besondere Weise in wirtschaftlich schwierigen Zeiten: Denn, wenn der konventionelle Einzelhandel unter schwacher Konjunktur leidet, erfährt der Direktvertrieb eine Belebung und Stärkung. Eine große Chance für den Direktvertrieb also – und auch für Vileda! Wir haben uns entschlossen, diese zu nutzen – und aus den großen Möglichkeiten, die der Direktvertrieb bietet, langfristig gesehen etwas Großes zu machen. Dabei sind wir uns unserer Situation als Direktvertriebs-Neulinge durchaus bewusst, sind realistisch, und haben aus diesem Grunde bereits in der Konzeptphase mit Nadja Di Noi und Markus Hölle zwei erfahrene Direktvertriebs-Profis ins Boot genommen, die das Projekt Vileda Home bisher nicht nur beratend begleitet haben, sondern auch als Team nach vorne bringen werden“.

Doch Ende 2016 verließen dann Nadja Di Noi und Markus Hölle überraschend das Unternehmen. Im Jahr 2017 war es dann auch relativ ruhig um Vileda Home. Jetzt also das offizielle Aus. Das ist natürlich mehr als bitter für alle Berater und Beraterinnen, die noch für Vileda Home tätig sind und große Hoffungen in das Unternehmen gesetzt haben.

Wieder einmal hat sich bewahrheitet, dass auch Kapital und ein großer Markennamen nicht automatisch den Erfolg im Direktvertrieb versprechen. Diese Erfahrung mussten bereits andere Markenartikler schmerzvoll machen.
 

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  1. Fernando Fasini sagt:

    Leider denken viele Firmen immer…was andere machen kann ich auch…aber leider kann nicht alles über Direktvertrieb Verkauft werden.

    Noch schimmer wenn man sich Networkmarketing nennt und gar nichts damit zu tun hat.

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