Wer hat welche Aufgaben?

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Michael Strachowitz

Ein Grund für den Erfolg der Geschäftsidee Network-Marketing ist die Arbeitsteilung zwischen dem Unternehmen und den Vertriebspartnern. Das Network-Unternehmen stellt die Plattform zur Verfügung, kümmert sich um den gesamten administrativen Bereich, produziert oder beschafft die Ware und organisiert die Logistik. Dort sitzen – zumindest sollte das so sein – gelernte Kaufleute, gestandene Manager, Finanz – und EDV-Fachleute, Profis eben, die den Vertriebspartnern den Rücken frei halten.

Die Vertriebspartner dagegen, in der Regel rechtlich selbständige und unabhängige Unternehmer im Neben- oder Hauptberuf, konzentrieren sich auf nur drei Aufgaben:

Kunden zu finden und zu betreuen, neue Vertriebspartner zu gewinnen und letzteren dabei helfen, genau das gleiche zu tun.

Durch diese Fokussierung entstehen Absatzerfolge, die die Verantwortlichen in traditionellen Unternehmen oft staunen lassen.

Beide Seiten profitieren von diesem mit System in hohem Maße:

Das Unternehmen braucht keine eigene interne Verkaufsabteilung aufzubauen und spart sich zudem einen Großteil der Werbekosten. Die Network-Vertriebspartner sind selbstständige Händler oder freie Handelsvertreter, die sich auf eigene Kosten um Werbung und Promotion kümmern. Werbematerial und Unterlagen bekommen sie zwar vom Unternehmen gestellt, müssen dies jedoch meist bezahlen.

Die Vertriebspartner wiederum haben die Möglichkeit, in ein bereits funktionierendes System einzusteigen, das ihnen erlaubt, sich ausschließlich auf die Kernaufgaben Verkauf und Anwerbung zu stürzen. Sie brauchen sich nicht um all die Anforderungen sorgen, mit denen ein Existenzgründer üblicherweise konfrontiert wird. Um als Networker erfolgreich zu sein, muss niemand dem Beruf des Kaufmannes gelernt oder ein Betriebswirtschaftsstudium abgeschlossen haben. Jede und jeder kann anfangen und relativ schnell erste Einkommen erzielen. Was an Know-how nötig ist, wird auf dem Schulungen vermittelt, steht in den Handbüchern des Unternehmens und kann nach und nach erlernt werden. Deswegen wird Network-Marketing ja auch hier und da als Laien-Vertrieb bezeichnet. Dieser Ausdruck ist ganz bestimmt nicht als Abwertung gemeint, es beschreibt lediglich die Tatsache, dass der Start ins Geschäftsleben in dieser Branche ohne große Vorbereitungen vollzogen werden kann.


Das birgt natürlich auch Gefahren.

Teils aus Naivität, teils aber auch, um noch schneller zum ersehnten Erfolg zu kommen, werden von manchem Networker die Regeln des Unternehmens nicht beachtet, ein wenig gedehnt oder zuweilen höchst eigenwillig interpretiert.

So kann der Ruf des Unternehmens, ja sogar der ganzen Branche, in bestimmten Regionen schnell Schaden nehmen. Wie es eben so ist, wenn geredet wird – ob am Stammtisch, beim Kaffeklatsch oder über den Gartenzaun: Negative Nachrichten werden lieber verbreitet als gute Neuigkeiten. Und meist funktioniert das nach dem Prinzip der stillen Post: Jedes Mal, wenn die Geschichte weitergereicht wird, werden die Dinge ein wenig ausgeschmückt und dramatisiert. Am Ende erscheint alles nachgerade monströs!

Das Dumme daran ist jedoch, dass dabei regelmäßig nicht oder kaum der Name des Vertriebspartners genannt wird, der sich unkorrekt verhalten hat. Immer dagegen wird der Name des Unternehmens ins Spiel gebracht und dessen Ansehen leidet darunter. Das mag für die Firma ärgerlich sein, für den seriösen Networker, der in der betreffenden der Region ordentlich arbeiten und sein Geschäft korrekt aufbauen will, ist das eine Katastrophe! Denn nun wird er in Sippenhaft genommen.

Der inzwischen durch den unsauber arbeitenden Kollegen beschädigte Ruf des Unternehmens fällt auf ihn zurück.

Auch wenn er sich in bester Absicht seinen Freunden und Bekannten nähert, wird er mit dem problematischen Kollegen in einen Topf geworfen nach dem Motto:

„Du gehörst doch auch zu diesem Verein!“

Und nun wartet die unschöne Aufgabe auf ihn, sich von dem Schwerenöter aus dem Kollegenkreis zu distanzieren, das Image der der Firma wieder gerade zu rücken und schließlich zu beteuern, dass er in bester Absicht handelt. Verständlich, wenn sich da gerade bei neuen Partnern schnell eine gewisse Lustlosigkeit einstellt und sie entnervt nach kurzer Zeit das Handtuch werfen.

Das ist ein Nachteil unseres ansonsten so faszinierenden Geschäfts: Die Abhängigkeit von den Verhaltensweisen der anderen. Wir werden für das schwarze Schaf in der Familie in Sippenhaft genommen.

So kann es nicht schaden, wenn es sich jeder Networker immer wieder die Frage stellt:

Welche Auswirkungen haben meine Arbeits- und Verhaltensweisen auf das große Ganze? Wer auch noch nach 10 oder 20 Jahren gut von seinem Geschäft leben will, sollte diesen Blick über den eigenen Tellerrand regelmäßig wagen.

www.strachowitz.de

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