proWIN hat den Gipfel gestürmt!

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geschafft

Es ist vollbracht! Am frühen Morgen des 27. Juni 2008, gerade suchen sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg über die tansanischen Tiefebenen, schütteln sich drei Männer die Hände. Sie lachen befreit, während das 70-köpfige Team sie umringt und jubelt: Ingolf Winter, Chef von proWIN, Wolfram Kons, RTL-Anchormen und Hubert Schwarz, Abenteurer und Tourguide, erreichen als erste der proWIN-Kilimandscharo-Expedition 2008 das Ziel ihrer Träume. Den Gipfel des höchsten freistehenden Berges der Welt! Die Premiere ist damit geschafft. Der proWIN-Frontmann Ingolf Winter hat sein Versprechen, als erster Direktvertrieb der Welt einen Scheck in Höhe von 50.000 Euro auf dem Dach Afrikas an die RTL-Kinderstiftung zu überreichen, tatsächlich wahrgemacht!


Rückblende:
Der Tag vor dem Gipfelsturm. Unberechenbare Winde peitschen durch das Barafu Camp auf 4600 Metern Höhe, das die proWIN Expedition um Ingolf Winter gegen Abend erreicht hat. Die Männer und Frauen sind abgekämpft und müde, die Knochen und Gelenke schmerzen, einzelne Tourteilnehmer haben wunde Füße. Man friert. Hustet. Hat Kopfschmerzen. Leidet unter Übelkeit. Die Kochcrew zaubert trotz der unwirtlichen Bedingungen ein erstaunlich leckeres Abendessen. Expeditionsleiter Hubert Schwarz und Ingolf Winter beraten sich. Das Wetter könnte für den Gipfelsturm günstiger sein. Der Wind zehrt übel an den letzten verbliebenen Kräften. Nimmt er weiter zu, könnte dies das Aus bedeuten.

Aufgeben?! Kommt gar nicht infrage. Es muß weiter gehen. Unbedingt! Das Team um Ingolf Winter bricht bereits gegen 23 Uhr Ortszeit zum letzten großen Anstieg auf. Das Ziel, den Gipfel, fest im Visier. Es fällt kein überflüssiges Wort mehr. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt im Kampf gegen die Müdigkeit – der Trupp ist nun seit mehr als 48 Stunden ohne Schlaf – und konzentriert darauf, im Licht der gleißenden Stirnlampen und Fackeln der Träger bloß keinen falschen Tritt zu tun.

Vorweg geht Ingolf Winter zusammen mit Hubert Schwarz und Wolfram Kons. Sie leiten den Troß über eine schier endlose steile Geröllhalde. Der Untergrund ist steinhart gefroren und eisig glatt. Es geht hinauf zum Stella Point (5745 m), der sich bereits am Kraterrand des Uhuru Peack befindet. Die Höhe raubt den Atem und die letzten Kräfte. Es sind jetzt nur noch 150 Höhenmeter bis zum Gipfel. Die schlimmsten, beschwerlichsten und längsten des kompletten Trips. Und es kommt wieder Wind auf. Der in die Gesichter peitscht, an den Klamotten zerrt, feinen Sand in die Augen schleudert. Es ist so kalt, so unfaßbar kalt.

Der RTL-Kameramann droht umzukippen und zu kapitulieren. Es setzt sich auf einen Quaderstein und schüttelt einfach nur wortlos schwach den Kopf. Nichts geht mehr. Eines steht für die Gruppe fest, die in den wenigen Tagen gemeinsam am Berg noch enger zusammengewachsen ist: Wir lassen niemanden zurück! Man spricht Mut zu. Flösst ihm einige Schlucke Wasser ein. Bröckelt ihm einen Energieriegel in kleine Stücke. Auch Kauen ist auf dieser Höhe ein Kraftakt. Und tatsächlich wird er auch einige Meter Huckepack genommen, geradezu die letzten Metern aufwärts geschleift.

Und dann haben sie es geschafft. Ingolf Winter überreicht den Scheck in Höhe von 50.000 Euro an Wolfram Kons. Dann ein kurzes Interview mit klappernden Zähnen. Ingolf Winter wird wenige Stunden später sagen: „Mir war so kalt, ich weiß überhaupt nicht, ob man mich verstanden hat. Ich hoffe, ich habe nicht nur Unsinn gequatscht!“ Champagner fällt aus. Zu groß die Anstrengung, zu groß der körperliche Einsatz, und zu groß das Risiko, dass der Alkohol in dieser Situation fatale Folgen haben könnte! Doch die Freude überwiegt. Alle wissen: Ja, wir haben es geschafft! Die einen schicken einen Schrei in die tansanische Ebene – und kanalisieren so die körperliche und seelische Herausforderung der letzten Tage und Stunden. Die anderen stehen einfach nur ganz still da und senden Grüße vom Dach Afrikas, vom höchsten Punkt des höchsten freistehenden Bergs der Erde an ihr Team, ihre Gruppe, ihre Partner zuhause in Deutschland. Alle speichern einen Moment in ihrem Leben ab, der unvergeßlich sein dürfte. Ein Wendepunkt in ihrem Leben. Ein Tag wahrer Größe. Für alle.

Schon knappe 35 Minuten später geht es wieder bergab. Das Adrenalin pulsiert immer noch in den Adern der Männer und Frauen. Aber im Sinn haben sie nur noch eines: schnell in dichtere Luftschichten, wo das Atmen endlich leichter fällt. Wo die Kopfschmerzen aufhören. Wo man endlich, nach nun bald 72 Stunden ununterbrochenem Wachsein, in tiefen Schlaf sinken kann.

Der Abstieg erscheint trotz schwerer Beine wie ein Kinderspiel, über den Stella Point geht es über die so genannte Mweka Route mit einer kleinen Mittagspause an der Barafu Hütte bis hin zum Mweka Camp auf 3100 Metern. Der Abstieg dauert weniger als halb so lang als der Aufstieg…

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