Mit Kanonen auf Spatzen schießen?

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RA Martin Fiebig!

Große Markenhersteller aus dem Parfüm- und Kosmetikbereich beklagen sich seit Jahren darüber, dass sich immer wieder einige Direktvertriebsunternehmen sogenannter „Duftvergleichslisten“ bedienen und ihre No-Name Parfüms mit Markendüften vergleichen. Dabei gehen die Markenunternehmen mit aller juristischer Härte gegen die Direktvertriebe vor. Auch vor Vertriebspartnern wird nicht Halt gemacht. Wer mit Duftvergleichslisten arbeitet, muss damit rechnen das man kostenpflichtig abgemahnt wird. Notfalls wird man verklagt. In vielen Fällen haben die Gerichte bereits für die Markenunternehmen geurteilt. Vertriebspartner wurden dabei zu hohen Anwalts- und Gerichtskosten verdonnert. In einem aktuellen Fall sogar auf über 24.000 Euro. Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben nachgehakt, insbesondere bei der Kanzlei Lubberger und Lehment aus Berlin, die seit Jahren namhafte Markenartikler vertritt. Wir wollten von Rechtsanwalt Martin Fiebig wissen, ob hier nicht mit „Kanonen auf Spatzen“ geschossen wird?


Manchmal kommt uns so vor, als würden die Markenartikler mit Kanonen auf Spatzen schießen. Ist der Schaden für die etablierten Markenproduzenten denn wirklich so hoch, dass man Direktvertriebunternehmen und deren ‚kleine’ Berater vor Gericht zerren muss?


Martin Fiebig:
Zum Umsatz von Imitat- oder Nachahmungsprodukten kann ich nichts sagen, da fehlen mir die nötigen Zahlen. Aber wenn man beobachtet, in welcher Häufigkeit Duftvergleichslisten auftreten und finden kann, selbst wenn man nicht drin steckt in einer Struktur, dann scheint das schon ganz erheblich zu sein. Aber entscheidend ist der Imageschaden. Als Markenartikler habe ich ein ausgeprägtes Interesse daran, dass mein Produkt etwas Einzigartiges und etwas Exklusives ist. Und dann gibt es nur mich – und niemand anderes. Und dieses Interesse ist groß genug und ausreichend auch den Einzelfall zu verfolgen.

Wenn ein Unternehmen an seine Vertriebspartner sogenannte Duftvergleichslisten herausgibt mit dem Vermerk „Nur zur internen Schulung“. Liegt dann hier auch ein Rechtsverstoß vor?

Das gesamte Interview mit RA Martin Fiebig lesen Sie in der kommenden Netcoo-Ausgabe. Lesen Sie außerdem wie Sie nicht in die „Duftvergleichslistenfalle“ tappen. Ab dem 30.08.2007 im Handel.

Bild: RA Martin Fiebig

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