Kommentar: Gerhard Schmid : Mächtig unter Strom …

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Gerhard Schmid

… oder Phönix aus der Asche. Ex-Milliardär Gerhard Schmid ist wieder da. Er ist Geschäftsführer der Schleswiger Firma Bonusstrom GmbH. Er war mal Chef von Mobilcom. Eishockeytrainer war er auch mal. Schmidt ist auch Vermögens-Pleitier und privat insolvent. Aber auch dieser Phönix kommt aus einer Asche, da beißt die berüchtigte Maus keinen Faden ab. Asche könnte in diesem Fall auch ein Synonym für verbrannte Erde sein, oder besser noch, für verbranntes Geld. Kaffeesatz verleitet viele, darin zu lesen.

Vielleicht ist das Lesen in der Schmidt´schen Asche dann doch verheißungsvoller. „Wir wollen den Preiswettbewerb im Strommarkt weiter anheizen“, erklärt Schmid. Wollte er das inbezug aufs mobile Telefonieren nicht auch mal? Ein ganz, ganz großer Charismatiker, der werte Herr Schmidt. Wieder setzt sich Schmidt polternd aber gekonnt in Szene. „Strom ist wie Handys eine Sache des Direktverkaufs“, meint Schmid. Warum kommt einem das Strommodell denn nur so bekannt vor? Kein eigenes Netz und einfach nur so durchleiten.

Apropos Durchleiten, Besitzerin von Bonusstrom ist übrigens Schmids Ehefrau Sybille Schmid-Sindram. Schmids Ehefrau, da war doch was? Und apropos Anheizen. Was hat der Mann nicht schon alles angeheizt, um es dann überhitzt stehen zu lassen. Und immer mit anderer Leute Geld. Also Augen auf, beim Schmid´schen Stromverkauf. Am besten, bevor es wieder zu umstrittenen Geschäften mit oder von Schmids Ehefrau Sibylle Schmid-Sindram kommt. Am besten, bevor es erneut durch das Aufkaufen von ehemännlichen Konkurs-Immobilien zum Schnäppchenpreis zu Folgepleiten von hart arbeitenden Handwerkern und Baufirmen kommt. Und am besten, bevor man sich mit Adressengestrüpp von liechtensteinischen Briefkastenfirmen auseinandersetzen muss, um dann nur zu wissen, dass man nichts weiß.

So wie die damals ermittelnde Kieler Staatsanwaltschaft, die nämlich wußte auch nichts und musste hinnehmen, dass das Verfahren wegen Untreue gegen Gerhard Schmidt eingestellt wurde. Zumindest hat sie sofortige Beschwerde eingelegt. Schaut man sich die Tarife von Bonusstrom ein wenig genauer an, sind sie so der Brüller auch nun wieder nicht. Magere Boni und der gut getarnte Versuch langfristiger Vertragsbindungen, ist es das, was der mündige Kunde heute braucht? Wohl eher nicht. Oder sind dies lediglich wieder Manöver von Schmid, neue Finanztürme aufzubauen, nach potemkinschen Handytarif-Dörfer nun also Stromtarif-Dörfer? Spielt er bald also wieder das Millionenspiel? Gerhard Schmid, kleiner Mann erneut ganz groß oder doch wieder nur Scheinriese, aber auch für die können Stromschläge tödlich sein, oder nicht?

Bild: Actionpress – Gerhard Schmid mit Ehefrau Sybille

Anmerkung der Redaktion:
Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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