Jochen Clausnitzer wird Nachfolger von Wolfgang Bohle!

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Jochen Clausnitzer

Bereits zum 1. Juli 2011 ist der 40-jährige Jurist Jochen Clausnitzer in die Geschäftsführung des Bundesverbandes Direktvertrieb (BDD) eingetreten. Clausnitzer wird damit Nachfolger des bisherigen Geschäftsführers Wolfgang Bohle (67). Bohle wird nach Angaben des Bundesverbandes zum Ende des Jahres aus der Verbandsführung austreten. Jochen Clausnitzer hat zuvor elf Jahre beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gearbeitet – seit 2006 als Referatsleiter „Europäisches und internationales Recht“ in der DIHK-Vertretung in Brüssel. „Die große Dynamik im Direktvertrieb ist für mich eine äußerst spannende Herausforderung“, erklärt Jochen Clausnitzer seine persönlichen Ambitionen. „Während meiner Arbeit in Brüssel habe ich die Entwicklungen in dieser Branche bereits intensiv verfolgt und freue mich nun darauf, den Direktvertrieb in Deutschland vertreten zu dürfen.“

Der Wechsel in der Geschäftsführung dürfte auch eine Signalwirkung für die gesamte deutsche Direktvertriebsindustrie sein. Seit 1984 war Wolfgang Bohle für den Bundesverband Direktvertrieb tätig und galt als Verfechter der Network Marketing Unternehmen.

Dies führte wiederum zu einer Zersplitterung des organisierten Direktvertriebes und zur Gründung weiterer Verbände wie z.B. dem Verband Arbeitsgemeinschaft Homeservice oder dem Unternehmensverband Direktvertrieb (UVDV) dessen Gründung am 08.März 2006 erfolgte und in denen sich hauptsächlich Network Marketing Unternehmen als Konsequenz aus der damaligen ablehnenden Haltung des BDD zusammengeschlossen hatten.

Der UVDV stand zunächst unter Führung von PM-Gründer Rolf Sorg und heute von Jens Abend, CEO LR Health & Beauty Systems. Doch mittlerweile gibt es starke Anzeichen dafür, dass es zukünftig in Deutschland, so wie es in anderen Ländern seit Jahren üblich ist, nur noch einen Direktvertriebsverband gibt. Denn als neuestes Mitglied beim Bundesverband Direktvertrieb wird nun auch die LR Health & Beauty System aus Ahlen geführt und weitere Unternehmen aus dem UVDV haben bereits einen Aufnahmeantrag gestellt. Der Vorstand hatte dies auf der letzten Verbandssitzung im April ausdrücklich empfohlen.

Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Situation in den nächsten Monaten entwickelt. Große Player wie Nu Skin, Amway, FLP, oder PM-International sind in Deutschland in keinem Verband vertreten, auch nicht mehr das Traditionsunternehmen Vorwerk – es scheint also auch ganz gut ohne Verband zu funktionieren.

Bild: Bundesverband Direktvertrieb e.V. Jochen Clausnitzer

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